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Gerüchte über Knappheit in den USA

Glatter saisonaler Wechsel auf europäischem Zitronenmarkt

Weltweit ist die Nachfrage nach Zitronen auf dem Vormarsch, zum Teil wegen der Tatsache, dass sie eine positive Auswirkung auf die Gesundheit haben. Importeure in Europa, schauen zufrieden auf die Übersee Saison zurück. Die Ernte rund um das Mittelmeer hat zum ersten Mal mit den türkischen Zitronen angefangen, gefolgt von der Ernte in Spanien und Italien. Die Aussichten sind recht positiv. Obwohl sich heraus stellte, dass das geschätzte Volumen für Spanien niedriger ist als im Vorjahr, liegt es noch im mehrjährigen Durchschnitt. Man rechnet jedoch mit Knappheit später in der Saison. Der Zitronenanbau auf Zypern nimmt ab, der Export hat praktisch aufgehört. In den Vereinigten Staaten, hat die Ernte begonnen, und es gibt Gerüchte, dass die Nachfrage höher ist als die Ernte. China ist für die ganzjährige Versorgung, weitgehend auf den inländischen Anbau angewiesen.



Die wichtigsten Märkte für Zitronen sind Mexico, USA, Russland, Kanada, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Argentinien, Israel und die EU. Sie alle, sind zusammen mit der Ukraine, Hongkong und Japan, auch die größten Importeure von Zitrusfrüchten. In Bezug auf den Export, sind Mexiko, Türkei, Argentinien, Südafrika, USA, EU (vor allem Spanien) und Hongkong (als Transithafen), die wichtigsten Länder.

Argentinien: Probleme mit Volumen
Der argentinische Zitrussektor macht harte Zeiten durch. Im vergangenen Jahr ging die Produktion um 8,2 Prozent zurück, wobei die Hauptursache ein Rückgang der geernteten Anzahl Zitronen war. Obwohl eine gewisse Erholung in diesem Jahr erwartet wird, sind die Mengen immer noch unter den historischen Niveaus. Der Zitronenanbau stellt Tausende von Arbeitsplätzen und US$660 Mio. in Einnahmen aus Export. Wie in der gesamten argentinischen Wirtschaft, nehmen die Kosten für Arbeit und Logistik zu. Im Vergleich dazu, erscheint der Zitronensektor noch gut dabei weg zu kommen, durch die teilweise hohen Mengen und die gute Förderung.

Türkei: mehr Güteklasse 2 erwartet
Ende September begann die türkische Zitrus Saison, mit der Ernte der Zitronen. Exporteure freuten sich auf den Start, und sahen eine hohe Nachfrage nach den Interdonato Zitronen. Es wird ein gutes Format der Interdonato erwartet, aber auch einige Probleme mit der Schale. Darum erwartet man mehr Güteklasse 2 Produkte dieser Sorte. Darüber hinaus ergaben die neuesten Schätzungen, dass die Ernte etwa zwanzig Prozent niedriger ausfallen wird.

Aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen, sind die Meyer Zitronen kleiner ausgefallen in diesem Jahr. Ein Exporteur, der viel mit dieser Sorte handelt, sagte, dass etwa zwanzig Prozent der Ernte als Güteklasse 2 angeboten werden müssen. Der Inlandsmarkt ist der größte Abnehmer von Zitronen, gefolgt von den umliegenden Ländern wie Rumänien, Bulgarien und Griechenland.

Israel: Nicht genug Produktion für den Export
Die israelische Zitronenproduktion ist oft nicht ausreichend, um die Nachfrage im Binnenland zu erfüllen. So ist es keine Überraschung, dass die gesamte Produktion im Inland verkauft wird. So hier und dann, gibt es genug, um Lücken im globalen Markt zu füllen.

USA: Gerüchte über Knappheit
Die Zitronenernte in Arizona und Kalifornien hat begonnen, nach Schätzungen der Ernteerträge, wird sie in diesem Jahr geringer ausfallen. Eine Abnahme im Volumen zwischen 15-20% wird erwartet. Später verschieben sich die Ernten erst nach San Joaquin Valley und schließlich in die Küstenregionen von Kalifornien. Es gibt Gerüchte, das die Nachfrage höher ist als das Angebot, es gibt aber keine Händler, die bereit sind, diese Berichte zu bestätigen.

Europa: Glatter saisonaler Wechsel
Im Durchschnitt sind die Preise in Europa höher als im letzten Jahr. Zum Start der spanischen Saison, war der Markt relativ leergekauft. Südafrika, Uruguay und Argentinien hatten eine gute Saison, die sanft übergegangen ist, in den Beginn der Saison in der nördlichen Hemisphäre.

Spanien: normale Ernte erwartet
Das warme und trockene Sommer hinterlässt Spuren bei der Zitronenernte. In Deutschland kämpft man bereits vorweg mit Engpässen, aufgrund das ein Teil der Blüten in der Sonne verbrannt sind. Zum Beispiel werden voraussichtlich geringere Mengen in Primofiori und Verna zur Verfügung stehen. Den jüngsten Schätzungen nach, rechnet man mit einer 23%-gen Abnahme im Volumen. Das bekräftigt die Schätzungen von Juli, wo mit einer Produktion von rund 850.000 Tonnen gerechnet wurde. Die Ernte des letzten Jahres war mit 1,1 Millionen Tonnen auch außergewöhnlich gut. Im Vergleich zum Mehrjahresdurchschnitt aber, ist die Ernte praktisch gleich wie in diesem Jahr. Mit 90% Export, ist Europa der größte Abnehmer der spanischen Zitronen. In diesem Jahr ist der Export nach Ländern außerhalb der EU, wegen der geringen Mengen gesunken.

Italien: Umsatz Zitronen stabil
Während der Umsatz von Zitrusfrüchten im Allgemeinen rückläufig erscheint, sind Zitronen davon nicht betroffen. Untersuchungen zeigen, dass die Nachfrage stabil bleibt. Das Land verfügt über rund 15.000 ha mit Zitronenbäumen, mit im Besonderen Sizilien, Kampanien und Kalabrien als Hauptanbauregion. Mehr als die Hälfte des Marktes wird von Femminello (53,6%) abgenommen, gefolgt von Zagara Bianca (23,5%) und Monachello (10,2%). Die Ernte der Femminello Siracusano hat begonnen, die Saison dauert bis Juni. Die Ernte ist 20 Tage früher gestartet, und die Preise der Züchter sind etwa 20 Prozent höher als im Vorjahr. Aus arabischen und asiatischen Ländern, gibt es eine große Nachfrage nach italienischen Zitronen, innerhalb der EU aber ist die Zitrus auch sehr beliebt. Spanien ist der größte Konkurrent auf den Märkten in Frankreich und Deutschland, in Osteuropa ist die Türkei ist ein Konkurrent.

Belgien zufrieden mit spanischen Lieferungen
Die ersten spanischen Zitronen sind in der vergangenen Woche bei belgischen Großhändlern eingegangen. Der Beginn der spanischen Saison kam ein bisschen später als gewöhnlich, der Verkauf der argentinischen Zitronen dagegen verlief reibungslos. Die Importeure sind nicht glücklich über die Qualität der argentinischen Zitrone, die wie er sagte, in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist. Obwohl die Argentinier das Wetter als Ursache angegeben, hat dieser Importeur seine Zweifel an dieser Argumentation. Dennoch stieg der Umsatz der argentinischen Zitronen gut. "Die Leute hatten nicht viel Auswahl in dieser Saison. Es war entweder, dass (Argentinische) oder gar nichts."

Niederländische Importeuren zufrieden
Die niederländischen Importeure, blicken zufrieden auf die Saison in Übersee zurück. Obwohl die Preise nicht das gleiche Niveau wie im Vorjahr erreichten, wurde in den Sommermonaten ein Rekordpreis erreicht, was auch Vorteile hat. Der Umsatz lief gut, Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Die Qualität aus Argentinien wurde als gut angesehen. Anfang des Jahres waren türkische Lieferanten den Zustand des Marktes am abtasten. Am 28. September wurde die Grenze geöffnet, und die Türkei könnte exportieren. Die Qualität dieser Zitronen ist ebenfalls zufriedenstellend. Ein Händler berichtet, die türkische Jahreszeit so lange wie möglich verlängern zu wollen, wenn er sieht, wie die Preise für türkische Zitrusfrüchte auf dem Vormarsch sind, die Frage ist, ob das möglich ist.

Deutschland erwartet Engpässe im Februar
Der deutsche Handel rechnet mit Engpässen in den Wintermonaten, aufgrund der trockenen und warmen Sommer in Spanien. Wie viel geringer die Ernte auf der iberischen Halbinsel ausfallen wird, kann mit Sicherheit zu Beginn des Jahres gesagt werden, so einem Importeur. Der Importeur zieht höhere Preise vor, die besser für die Züchter sind. Aufgrund der niedrigen Preise, haben viele Züchter eine harte Zeit und halten sich gerade so über Wasser, sagt der deutsche Importeur. In Woche 40 lagen die Preise, für die spanischen Zitronen, auf den Großhandelsmärkten höher als im Vorjahr. Die Zitronen ergaben, je nach Größe, €197 bis €213 pro 100 Kilo. Die Preise für argentinische fiel niedriger aus, mit €178 pro 100 Kilo.

Zypern verliert Zitronen Export
Die Mittelmeerinsel sieht seine Ausfuhr von Zitronen kleiner werden. Die Produktionsmenge fällt geringer aus, und der Großteil der Ernte wird auf dem Inlandsmarkt verkauft werden. Letztes Jahr belief sich der gesamte Export der Mittelmeer Insel auf 2.000 Tonnen, unbedeutend im Vergleich zu anderen Produkten. In den letzten 15 Jahren wurde ein großer Teil der Anbaufläche entfernt. Die aktuelle Wirtschaftslage trägt nicht dazu bei, die Erzeuger zu ermutigen, in die Zitronenproduktion zu investieren, jedoch haben sie keine andere langfristige Perspektive. In den Sommermonaten ist die Insel vom Import, vor allem aus Argentinien, abhängig, den Rest des Jahres ist die zypriotische Produktion in der Lage, die Nachfrage im eigenen Land zu decken.

Frankreich: hohe Preise aufgrund der niedrigen Lieferungen
In Frankreich sind die Preise im Moment hoch. Obwohl das Land aus allen Ecken der Welt Zitronen importiert, sind Lieferungen im Moment nicht zufriedenstellend. Aufgrund der geringen Verfügbarkeit, sind die Preise gestiegen. In den kommenden Tagen werden die Preise voraussichtlich fallen, sobald die spanischen Lieferungen zur Verfügung stehen.

Wachsender Markt in Asien
Der asiatische Markt ist zunehmend in Zitronen interessiert, durch die Förderung verschiedener Länder, ihre Produktion zu steigern. Ägypten ist eines der Länder, das Möglichkeiten sieht.

Indien: höhere Preise aufgrund geringerer Ernte
Die Produktion ist enttäuschend in diesem Jahr, vor allem bei der größten Anbaufläche, Gujarat im nassen Teil Indiens. In Kombination mit der hohen Nachfrage, die durch die höhere Temperatur verursacht wird, führt dies zu höheren Preisen als im Vorjahr. Im Durchschnitt, erzielen Zitronen einen Dollar pro Kilo. Der Export aus Indien ist vor allem auf die arabischen Ländern konzentriert, wie Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Export in diese Länder hat logistische Vorteile, und die Einfuhrbestimmungen sind ebenfalls günstig.

In den letzten Jahren ist auch der Anbau in der nördlichen Region von Kaschmir angestiegen. Obwohl Bauern über die Qualität optimistisch sind, hat der Anbau, zu hochgezogenen Augenbrauen unter Wissenschaftlern geführt. Mehrere Professoren sagten, die Region sei absolut nicht geeignet, für den Anbau von Zitronen.

China: inländischer Anbau ausreichend
Der chinesische Markt ist in der Lage, sich praktisch ganzjährig auf die inländische Produktion zu verlassen. Bei weitem der größte Teil der Produktion, rund 90%, kommt aus Anyue, in der Provinz Sichuan. Die Saison dauert von September bis Juli. Im vergangenen Jahr betrug der Ernteertrag rund 450.000 Tonnen, ein Anstieg von 5%. Die Regierung von Anyue hat in den letzten Jahren in die Zitronenproduktion investiert, unter anderem durch den Bau eines Vertriebszentrums, Festlegung von Standards und die Schaffung von öffentlich-privaten Investitionen. Die Zitronen aus dieser Region sind in China sehr beliebt. Über 60 Prozent der Ernte wird exportiert, mit großen Abnehmern wie den Nahen Osten, Südostasien und Russland. Der Import aus Südamerika und Südafrika ist noch gering, wächst aber. Andere Länder, für die die chinesischen Grenzen offen stehen, sind Israel, Taiwan, Spanien, Zypern, Australien und Neuseeland.

Australien: mehr Export
Die Ernte in Australien hat in den letzten drei Wochen aufgehört, die Saison ist vorbei. Die verfügbaren Mengen sind begrenzt. Besonders die kernlosen Sorten sind in den nächsten zwei Monaten sehr gut vorhanden, woraufhin sich die verfügbaren Mengen zu den Feiertagen wieder erhöhen. Die Situation auf dem Markt war zufriedenstellend, wenn auch die Preise im Vergleich zum Rekordjahr 2014, niedriger ausgefallen sind. Die Ausfuhr von Zitronen ist weiter gestiegen, ein Trend seit den vergangenen zwei Jahren anhält.

Jede Woche veröffentlicht Freshplaza einen Überblick über die Marktsituation von einem Produkt in einem weltweiten Kontext. Mit diesen Artikeln ist es unser Ziel, einen Einblick von einem Weltmarkt, der immer kleiner als Folge der Globalisierung wird, zu geben. Nächste Woche stehen Tomaten im Rampenlicht.

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