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Verliert Westeuropa die weltweite Führung in der frischen Produktion?

"Vor fünf Jahren haben wir 70% unseres Handels nach Europa betrieben. Jetzt sind es nur noch 40%," sagte Dr. Ludwig Theuvsen, ein dänischer Forscher, der in seiner Forschung über die Wichtigkeit von Westeuropa in der weltweiten frischen Produktion spricht. Letzten Freitag referierte Dr. Ludwig Theuvsen über dieses Thema auf dem deutschen Obst und Gemüse Kongress.

Westeuropa war jahrelang ein Hauptakteur in der weltweiten frischen Produktion, aber wird das auch die kommenden Jahre so sein? Der Handel ist hier gut organisiert, die Auszahlung ist garantiert und die Logistik funktioniert gut - aber die Anforderungen sind streng und die Preise unsicher und nichts im Vergleich zu den besten weltweit. Anhand von Statistiken, zeigte Dr. Ludwig Theuvsen von der Universität Göttingen, dass der weltweite Handel in der frischen Produktion andere Ziele findet, als Europa. Dabei bezog er sich nicht nur auf die statistische und literarische Forschung, sondern blickte zusammen mit seinem Team auf andere Mitbewerber aus anderen Ländern wie Chile, Guatemala, Südafrika, Costa Rica und Ecuador.



Der Markt wächst

Theuven's Forschung nach ist es klar, warum Europa weniger interessant ist für Exporteure. Die Bevölkerung wächst nicht und auch nicht der Konsum pro Kopf. Tatsächlich ist der Konsum in Deutschland und den Niederlanden in den letzten Jahren gefallen. Aber in sich ausweitenden Märkten wie China und Indien ist das Gegenteil der Fall. Die Nachfrage für frisches Obst und Gemüse steigt aufgrund der steigenden Bevölkerung und einer wachsenden Mittelschicht. Diese Märkte sind für Exporteure viel interessanter, um zu investieren, "Mit dem größten Potential für Einkünfte," sagt ein Exporteur zu Theuvsen, das Marktpotential ist nicht der einzige Bereich, in dem Europa hinterher hinkt. Dass der Preis unsicher ist, spielt auch eine Rolle, sowie die strengen pflanzenschutzrechtlichen Richtlinien. Weiterhin gibt es in Deutschland nicht nur die nationalen Vorraussetzungen, sondern darüber hinaus Anforderungen von jedem Kunden.

Laut demjenigen, der interviewt wurde, ist das Interesse an Europa nicht nur über die letzten fünf Jahre gesunken, sondern wird in den nächsten fünf Jahren auch noch weiter sinken, zumindest wäre das ihren Erwartungen zufolge, was geschehen wird.



Lokale Märkte
Auf der Suche nach alternativen Märkten ist Asien nicht der einzige Akteur. Theuvens Forschung nach, steigen auch interkontinentale Verkäufe. Zum Beispiel exportieren chilenische Exporteure mehr und mehr in andere lateinamerikanische Länder, und afrikanische Händler liefern in andere afrikanische Länder. Das alles geschieht auf Kosten europäischer Exporteure, "Vor fünf Jahren gingen 70% unseres Handels nach Europa. Jetzt sind es nur noch 40%," sagte ein Händler. Die Handelsströme haben sich über die letzten Jahre extrem verändert.

Aber das Gras ist nicht immer auf der anderen Seite grüner. Es gibt Probleme beim neuen Netzaufbau in neuen Märkten, sowie kulturelle Differenzen. Auch in der Logistik, Infrastruktur und Transition gibt es Bezahlungsschwierigkeiten und Preisschwankungen. Obwohl Europa strenge Vorraussetzungen hat, erzählen Enterpreneure Theuvsen, dass das überall der Fall ist, "In China muss die Kalibrierung perfekt sein und das Produkt muss perfekt aussehen. Wenn das nicht der Fall ist, ist der Markt sehr schwer zu erschließen." Auf der anderen Seite, verkauft man in Europa immer alles, zumindest einem Exporteur aus Costa Rica nach.

Den Spieß umdrehen
Westeuropa und Deutschland sind nicht nur ein "Konsument", es gibt auch noch eine andere Seite. Die ist gerade in den letzten Jahren gestiegen. Theuvsen sagt, die Rolle von Westeuropa wird wichtig bleiben, auch wenn der Konsum sinkt.


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