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Übersicht Weltmarkt Kiwi's

Die Nachfrage steigt weltweit an, aber das Angebot ist durch Witterungseinflüsse enttäuschend. "Neuseeland erntete nach einer schwierigen Saison mit einem warmen Winter und viel Regen weniger", so ein Händler. Berichten zufolge ist die Ernte in Chile auch geringer ausgefallen. Jetzt da Italien auf den Markt kommt, wird auch dort durch Frost in bestimmten Regionen und einem warmen Sommer ein kleineres Volumen erwartet. "Als Folge hiervon wird das Angebot kleiner sein, während die Nachfrage steigt", sagt ein Händler voraus.

Neuseeland: Zespri sucht neue Märkte

Zespri, die Exportorganisation der neuseeländischen Kiwi's bemerkt in dieser Saison einen starken Wachstum. Die SunGold wird auf Märkten wie Japan und China immer beliebter. Außerdem wird auch an anderen Märkten in Südostasien, Indien und Nordamerika gearbeitet. Auch der Markt in Europa entwickelt sich gut mit einer starken ganzjährigen Nachfrage. Japan ist in dieser Saison der größte Markt, gut für einen Export von 23 Millionen Kisten. Zweiter Markt ist China mit 22 Mio Kisten.

Der Saisonstart auf der nördlichen Halbkugel steht vor der Tür. Das italienische Volumen wird erwartungsgemäß 5 Mio Kisten betragen, ein starker Wachstum. Das Unternehmen will, dass die Nachfrage schneller wächst als das Angebot und das scheint zu klappen. Hierdurch müssen Prioritäten an die Märkte gestellt werden. Für die kommenden Jahre wird eine starke Ausdehnung gemeldet, von 1.800 Hektar in Europa und 400 Hektar in Neuseeland. Das Unternehmen bemüht sich, den Wachstum der SunGold voranzutreiben. Letztendlich muss sich der Anteil der grünen und gelben Kiwi's auf eine 50/50 Verteilung belaufen.



VS: Stabiles Volumen Kalifornien
In einer frühen Schätzung der kommenden Saison in Kalifornien wurde Anfang diesen Monats ein recht stabiles Volumen vorausgesagt. Die Erwartungen liegen bei 30.449 Tonnen Kiwi's, im letzten Jahr wurden 31.324 Tonnen geerntet. Diese Schätzung wird durch einige Menschen 'konservativ' genannt. Der Staat ist der wichtigste Kiwiproduzent in der VS und belegt 98 % der Produktion. Hiervon ist gut 80 Prozent für den inländischen Markt bestimmt. Ein kleines Volumen wird nach Mexiko, Kanada und Japan exportiert. Die ersten Kiwi's aus Kalifornien kommen Ende September auf den Markt. Die Saison dauert bis April.
Desweiteren gibt es in diesen Monaten Import von kleineren Mengen aus Italien und Griechenland. Italien ist für Zespri eine wichtige Anbauregion für die SunGold. Zwischen Mai und Oktober werden die Kiwi's aus Chile und Neuseeland importiert. Die Nachfrage nach grünen Kiwi's ist in diesem Jahr gut, aber der größte Wachstum liegt in der Nachfrage nach den gelben Sorten.

Griechenland möchte von einem leeren Markt profitieren
In der letzten Woche begann die Ernte der frühen grünen Sorten, wie die Green Light. Die Volumina sind noch begrenzt, die Ernte der Hayward beginnt Mitte Oktober. Ab dem Moment werden die Volumen vergleichbar mit letztem Jahr sein. Obwohl momentan begrenzte Volumen verfügbar sind, profitieren die Exporteure von einem frühen Ende der Saisons in Neuseeland und Chile. Dadurch ist eine gute Nachfrage mit guten Preisen entstanden. Auch der Frost in Italien wirkt sich für die griechischen Exporteure positiv aus, da es weniger Konkurrenz aus Italien gibt. Exporteure hoffen, in dieser Saison den Zugang zum argentinischen Markt zu bekommen. Der interessanteste Markt für die europäischen Kiwi's ist Asien. Die Nachfrage ist vor allem in den chinesischen Regionen Guangzhou und Shanghai hoch.

Die Menge der gelben Kiwi ist begrenzt. Nachdem die Regierung eine Lizenz abgegeben hat, wurde mit der Ernte begonnen. Davor musste der Brixwert der Früchte gemessen werden, berichtet ein Händler. Seit dem 14. September hat das Unternehmen grünes Licht, um zu ernten. Die Ernte dauert ca. 10 Tage. Das Angebot der gelben Kiwi ist begrenzt. In den kommenden Jahren muss das Volumen steigen, aber es ist schwierig, um vorauszusagen, wie der Markt reagieren wird, so ein Händler. Dabei ist der Blick auf Asien gerichtet.

Spanien: Nachfrage größer als Angebot
Momentan ist der Import aus Chile auf dem Markt. Auf die spanische Ernte muss man bis Ende Oktober, Anfang November warten. Die Qualität der Kiwi aus Chile ist gut, berichtet ein Importeur. Er bemerkt, dass die Qualität der chilenischen Frucht in den letzten Jahren gestiegen ist. Zuvor waren die Kiwi's aus Chile billiger, aber der Preisunterschied mit anderen Ursprungsländern ist momentan minimal. Die europäische Nachfrage nach Kiwi's aus Chile nimmt zu, aber chilenische Exporteure sehen auch Möglichkeiten auf anderen Märkten, so wie Lateinamerika und Asien. Der Preis ist gut, aber es gibt Mangel an großen Kalibern. Ein Importeur teilt mit, dass er auf der Suche nach mehr Volumen ist. Der spanische Konsum von Kiwi's hoch, mit einem Gesamtanteil von 130.000 Tonnen pro Jahr. Das Land produziert selbst ca 20.000 Tonnen. Das bietet dem Nachbarland Portugal Chancen, und so wird auch eifrig nach Spanien exportiert. Die portugiesische Saison wird in ca 10 Tagen mit der ersten frühen Kiwi beginnen. Die Ernte in Spanien fängt Ende Oktober an. Laut Erwartung steigt die Produktion mit 15 Prozent im Gegensatz zu letztem Jahr. Das kommt teilsweise dadurch, dass letztes Jahr eine schlechte Saison war und auch weil die neuen Anpflanzungen in Produktion kommen. Durch den trockenen Sommer und dem kühlen Herbst erwartet man eine gute Qualität, aber kleinere Kaliber.

Frankrijk bevorzugt eigene Produktion
Der Großteil der Kiwi's auf dem französischen Markt wird im eigenen Land angebaut. Desweiteren gibt es Import aus Italien und Griechenland. Der Import aus Neuseeland ist viel niedriger. Es gibt beinahe 11 Monate pro Jahr euroäische Kiwi's in den Regalen.

Der Anbau findet hauptsächlich im Süden des Landes statt, wo zwischen Dezember und Anfang Mai geerntet wird. Dank der Kühlkapazitäten kann das Obst 7 bis 9 Monate gelagert werden. Neben dem inländischen Angebot gibt es auch einen kleinen Teil Export nach Afrika. Die beliebsteste Sorte ist die Hayward, die von den gelben Varietäten kaum Konkurrenz erlebt. Erzeuger sehen noch Möglichkeiten des Wachstums im Anbau der Kiwi.

Die euroäische Kiwisaison hat soeben mit einer starken Nachfrage angefangen. Während der Sommermonate gab es weniger Nachfrage, durch die Konkurrenz des Sommerobstes. Und das ist auch gleich der größte Konkurrent der Kiwi: Saisonsfrüchte. Im Sommer ist dies Weichobst, im Winter Äpfel und Birnen. Im Allgemeinen ist die Nachfrage das ganze Jahr über stabil. Der Preis schwankt, abhängig von Kaliber, Saison und Ursprungsland zwischen 2,50 und 3.00 Euro.

Italien erwartet unsichere Saison
Die Produktion in Veneto wird durch ungünstige Wetterbedingungen 20 Prozent geringer ausfallen. Auch die Maße fallen in der Kategorie medium-small aus. Über die Qualität sind die Erzeuger allerdings positiv. Für Kalabrien herrscht über die kommende Saison große Unsicherheit. Es werden für die gelben und grünen Sorten kleinere Volumen erwartet. Die Ernte beginnt ungefähr zum 25. bis 28. Oktober.

Der Moment der Ernte bleibt eine Herausforderung. Wenn Produzenten das Obst zu früh pflücken, werden die Konsumenten mit einer schlechten Qualität der Früchte konfrontiert. Untersucher berichten, dass die Protokolle der grünen Kiwi's, nicht ausreichend für die gelben Sorten ist. Grüne Kiwi's werden bei einem Brixwert von 7 geerntet, wobei es für die gelben Sorten einem Brixwert von 8 bedarf.

Kanada war mit den pflanzenschutzrechtlichen Protokollen einverstanden, wodurch dieser Markt für die Exporteure offen ist. Es gab noch einige Unklarheiten, aber letztendlich gaben die Kanadier grünes Licht. "Kanada ist ein schwieriger Markt für Kiwi's, da meist mit einem offenen freien Preis importiert wird. Das bedeutet, dass der Preis später erst festgelegt wird, nachdem die Marktsituation deutlich ist", erklárt ein Händler. Das erschwert es italienischen Unternehmen, um einzuschätzen, ob Sie Gewinn machen werden. Es wurden darüberhinaus Tests mit Export nach Mexiko gemacht. Nun muss man abwarten, ob die Protokolle gutgeheißen werden, bevor sich der Markt richtig öffnet.

Niederlande: Keine hohe Nachfrage durch hohen Preis
Neben dem Angebot der teuren neuseeländsichen Kiwi, beginnt in dieser Zeit auch die europäische Saison. Die ersten italienischen Kiwi's sind inzwischen verladen. Es gibt deutlich mehr kleine als dicke Kiwi's und die Preise schwanken dann auch zwischen 16 bis 17 Euro für die kleinen Kaliber und 18 bis 19 Euro für die dicken Kiwi's. Nächste Woche werden die ersten griechischen Green Light Kiwi's verladen, die sind traditionell nicht so lange haltbar. In der zweiten Wochen im Oktober beginnt die Hayward Saison. Durch die hohen Preise ist das Interesse für Kiwi's noch begrenzt.

Belgien: hohes Angebot aus Neuseeland
"Das Interesse ist prima und auch das Angebot der SunGold aus Neuseeland ist ausreichend, um die Nachfrage unserer Kunden bis Anfang Oktober zu decken", erzählt ein Sprecher von Zespri. Danach wechselt das Unternehmen auf Lieferung aus Frankreich und Italien. Die grünen Kiwi's aus Neuseeland werden wahrscheinlich noch bis Ende Oktober auf dem Markt sein. Danach wird auch hier auf euroäisches Angebot umgeschaltet. Erwartungsgemäß wird der Übergang der Saisons ohne Lücken stattfinden.

Chile schließt die Saison mit kleinerem Volumen
Die Saison ist inzwischen vorbei. Qua Menge was dieses Jahr recht enttäuschend, mit einer Abnahme von 3,4 Prozent gegenüber der vorigen Saison. Die Exportziffer belief sich auf 179.393 Tonnen für die gesamte Saison. Größter Abnehmer ist Europa mit 71.206 Tonnen, gefolgt durch Lateinamerika (38.593 t) und dem Fernen Osten (34.149 t).

Die Saison fing dieses Jahr früh an. In den ersten Schätzungen wurde noch von einem stabilen Volumen gesprochen, obwohl das Obst kleiner ausfallen solle. Der Export nach China nach wurde Anfang der Saison mit niedrigen Preisen konfrontiert. Eine ungewöhnliche Situation, erklärt der Exporteur. Die chinesische Produktion hat Ende der Saison mit einer rückläufigen Qualität zu kämpfen. Das chilenische Produkt profitiert meist von der Situation. Die europäische Saison verlief besser mit hohen Preisen.

Südafrika will zum Netto-Exporteur werden
Die inländische Saison ist beendet, aber Importkiwi's sind wohl verfügbar. Das Obst wird aus unter anderen Neuseeland, Italien, Griechenland und Frankreich importiert. Die grüne Kiwi ist immer noch die meist produzierte Kiwi im Land. Das wichtigste Anbaugebiet befindet sich in der Provinz Lompopo. Von dort aus gibt es im März und April auch Export nach Großbritannien und betrachten Exporteure auch die Möglichkeiten in den Fernen Osten. Auch die Kiwibeeren werden beliebter unter den südafrikanischen Konsumenten.

Es gibt Erzeuger mit großen Plänen für den Sektor, um das Land zu eine Netto-Exporteur heranwachsen zu lassen. Hierfür wird unter anderem in Erweiterung der Plantagen gelber Kiwisorten investiert. Man will versuchen, um von dem Platz auf dem Markt zu profitieren, bevor Neuseeland im Februar und März beginnt.

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