Fläche ist ein knappes Gut. Insofern muss deren Nutzung effizient sein. Das ermöglicht in der Landwirtschaft Agri-Photovoltaik (Agri-PV): Auf ein und derselben Parzelle können zeitgleich Strom gewonnen und Pflanzen produziert werden. Zusätzlich schützen die installierten Module die Pflanzen vor Extremwetter wie Hitze oder Hagel. Aber es gibt offene Fragen: Welche Obst- und Gemüsekulturen eignen sich in Bayern besonders gut für den Anbau unter Agri-PV? Wie müssen Module ausgerichtet sein, um das Sonnenlicht auch darunter effektiv zu nutzen? Wie muss die Anlage konstruiert sein, um darunter möglichst viel Platz für Kulturen zu haben?
Mit diesen und vielen anderen Fragen befasst sich nun ein Forschungsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim. Ermöglicht wird es durch eine innovative Agri-PV-Anlage der Firma Gillig & Keller in Uffenheim, die der LWG zum Zweck der Forschung zur Verfügung steht. Die Anlage in Uffenheim zeichnet sich durch einige Besonderheiten aus: eine sehr flächensparende Aufständerung, eine aktive Sonnennachführung der SolarModule sowie eine Nord‑Süd‑Ausrichtung. Damit sollen Kulturen vor Mittagshitze und Hagel geschützt werden, während Morgen‑ und Abendlicht effektiv zur Photosynthese genutzt werden können.
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber wird am Donnerstag, 7. Mai, 13:00 Uhr, Am Brünnlein 1 in 97215 Uffenheim die Agri-PV-Anlage der Firma Gillig & Keller offiziell eröffnen und mit der ersten Rhabarberernte unter der Anlage das Forschungsprojekt der LWG der Öffentlichkeit vorstellen.
Weitere Informationen:
www.lwg.bayern.de