Die 18. Ausgabe der Internationalen Landwirtschaftsmesse in Marokko hat ihre Pforten geschlossen. Die vom 20. bis 28. April über neun Tage stattfindende Veranstaltung hat erneut alle bisherigen Rekorde gebrochen. Mit 1.590 Ausstellern, darunter 370 internationale Aussteller aus 76 Ländern, war sie noch größer als je zuvor. Sie war zudem länger, da sie neun statt wie bisher sechs Tage dauerte, und noch beliebter, da sie 1.137.000 Besucher anzog.
Die SIAM-Ausgabe 2026 war von einer wesentlichen Änderung geprägt. Die ersten drei Tage waren Fachbesuchern vorbehalten, bevor die Messe ihre Türen für die breite Öffentlichkeit öffnete. Damit ging die Messe auf das Hauptanliegen der Aussteller ein, die zuvor von der großen Besucherzahl überfordert waren, was auf Kosten der B2B-Gespräche ging. Es wurde jedoch festgestellt, dass mehrere Aussteller, insbesondere internationale, ihre Stände nach den ersten drei Tagen verließen.
© Youness Bensaid | FreshPlaza.de
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Obwohl das Hauptthema der Messe auf die Viehzucht ausgerichtet war, blieb die Produktion von Frischwaren während der gesamten Veranstaltung ein zentrales Thema. Die internationale Halle begrüßte Aussteller aus mehreren Ländern auf fünf Kontinenten, die verschiedene Produkte und Dienstleistungen innerhalb der Wertschöpfungskette für Frischwaren anboten. Viele Aussteller berichteten von großem Interesse und produktiven Treffen mit marokkanischen Erzeugern, insbesondere in Produktkategorien, die derzeit einer angespannten Dynamik unterliegen, wie Saatgut und Pflanzen, Düngemittel sowie Materialien für den Gewächshausbau.
Marokkos wachsende Rolle als Importeur von Frischprodukten spiegelte sich auch während der Messe wider, mit der Präsenz internationaler O&G-Exporteure, insbesondere Äpfeln, Kartoffeln und exotischen Früchten wie Mangos und Avocados.
Es ist jedoch anzumerken, dass die Zahl der marokkanischen Aussteller von Frischwaren weiter abnimmt, da die Messe in erster Linie ein Ort für die Akquise von Erzeugern selbst ist und weniger der Beschaffung marokkanischer Frischwaren dient. Die größten marokkanischen Konzerne, die im Anbau und Export von Frischwaren tätig sind, sowie institutionelle Akteure der Branche sind dennoch dauerhaft in der Halle vertreten, die den Vorzeigeprodukten marokkanischer Herkunft gewidmet ist.