Die 10. Ausgabe der Freskon wurde in Thessaloniki erfolgreich abgeschlossen. Zehn Jahre nach ihrer ersten Ausgabe scheint die diesjährige Messe ein stabiles Teilnehmeraufkommen zu verzeichnen, was das Vertrauen unterstreicht, das sie bei Erzeugern, Händlern und Einkäufern aus Griechenland und den Nachbarländern gewonnen hat, sowie das Wachstumspotenzial, das sie noch besitzt.
Im Mittelpunkt der direkten Geschäftsgespräche standen wie jedes Jahr Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen und Aprikosen. In diesem Jahr äußerten sich Branchenvertreter zufrieden über den bislang ausgezeichneten Zustand der Früchte an den Bäumen, was Hoffnungen auf eine qualitativ hochwertige Erntesaison weckt. Ihre Haltung hinsichtlich der Marktentwicklung blieb jedoch vorsichtig, ohne Bereitschaft zu weitreichenden Prognosen, was eine unterschwellige Sorge über die Möglichkeit eines Überangebots auf dem europäischen Markt offenbart.
© Fotis Karabetsos | FreshPlaza.de
Trotz dieser Vorbehalte herrscht insgesamt die Einschätzung, dass alle Produkte verkauft werden und sich extreme Preisbedingungen, wie sie im letzten Jahr zu beobachten waren, nicht wiederholen werden, sofern die Mengen auf einem ausreichenden Niveau bleiben. Konkret wird davon ausgegangen, dass keine übermäßig hohen Preise zu verzeichnen sein werden, die als Abschreckung für die Verbraucher wirken könnten, insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage, die weiterhin die Nachfrage beeinträchtigt.
Andererseits wurde erstmals ein geringes, aber spürbares Interesse an Heidelbeeren und Himbeeren verzeichnet. Es handelt sich hierbei um eine Kultur, die sich derzeit in Nordgriechenland, wo die Freskon stattfindet, in der Entwicklungsphase befindet, vor allem aber in der Erdbeeranbauregion des Peloponnes. Die entsprechenden Diskussionen konzentrierten sich hauptsächlich auf Fragen und Bedenken, die Erzeuger und Händler in dieser frühen Phase der Entwicklung der Kultur beschäftigen, was darauf hindeutet, dass es sich um einen Sektor mit Perspektiven handelt, der jedoch noch keine Exportreichweite besitzt.
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Schließlich schien in diesem Jahr neben der traditionell starken Präsenz von Händlern aus dem Balkan auch die Beteiligung von Einkäufern aus anderen Regionen Europas verstärkt zu sein. Diese Entwicklung wird auf die Anerkennung der deutlichen Verbesserung der griechischen Verpackungsstandards sowie auf die Stabilität zurückgeführt, die das Land bei der Versorgung und Qualität bestimmter Produkte wie Zitrusfrüchte, Steinobst, Kiwis und Erdbeeren an den Tag legt.