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16. ICOP-Konferenz: Rund 120 Teilnehmer aus 16 Ländern zogen nach Weiz

"Es gilt nun, lösungsorientiert zu bleiben und den Blick optimistisch in die Zukunft zu richten"

Nach einem ICOP-freien Jahr 2020 und einem rein virtuellen Kongress im letzten Jahr war die Freude groß, einander vom 12.-14. Oktober 2022 endlich wieder von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können. Stattgefunden hat die diesjährige Konferenz in Weiz - der Heimatstadt des ICOP-Initiators und Organisators gfa-consulting gmbh. Und mit rund 120 Teilnehmern aus 16 europäischen Nationen war der Andrang groß. Die diesjährige ICOP-Konferenz konnte
wiederum nach dem bewährten 3-Tagesschema abgehalten werden, wobei zwei Tage klassische Konferenztage waren und der letzte Vormittag für Fachexkursionen genutzt wurde.

Ganz im Zeichen der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), die ja ab 2023 in eine neue Periode startet, stand der erste Konferenztag. Die Umsetzung der neuen Richtlinien in den Nationalen GAP Strategieplänen hat in vielen europäischen Mitgliedsstaaten zu Unsicherheiten und großen Herausforderungen bei der Beantragung der neuen Operationellen Förderprogramme ab 2023 geführt. Der erste Themenblock des ICOP 2022 hat sich daher diesem, für die europäischen Erzeugerorganisationen so elementaren, Thema gewidmet.


Die Redner des ersten Tages: Joao Dias (Portugal), Siegfried Lehner (Österreich), Karine Oswald-Poulet, IDfel Val de Loire (FR) und Kristine Bori der Europäischen Kommission.

Kristine Bori von der Europäischen Kommission bot in ihrem Vortrag einen generellen gesamteuropäischen Überblick zur neuen GAP. Im Anschluss kamen Sprecher aus Österreich, Deutschland, Frankreich und Portugal zu Wort und teilten ihre jeweiligen praktischen Erfahrungen hinsichtlich der Umsetzung der neuen GAP mit dem Plenum. In der diesbezüglichen Podiumsdiskussion zeigte sich, dass das Interesse im Publikum an diesem essenziellen Thema besonders groß ist. Aus dem Plenum wurde eine Vielzahl an Fragen an die
Vortragenden der Kommission, Förderstellen und Beratungsunternehmen – darunter auch der Geschäftsführer der gfa-consulting gmbH Wolfgang Braunstein - gerichtet. Beim Welcome-Dinner am Abend des ersten Konferenztages wurden die Diskussionen dazu in gemütlicher Atmosphäre zum Teil fortgesetzt.

Polykrise prägt die Märkte
Vier recht unterschiedliche Themenblöcke prägten den zweiten Veranstaltungstag: „Wir befinden uns mitten in einer „Polykrise“, brachte es Luc Vanoirbeek von Copa Cogeca im
Rahmen seiner Präsentation auf den Punkt. Er zeigte diverse Herausforderungen auf mit denen die europäische Landwirtschaft im Moment massiv konfrontiert wird. „Leistbar, realistisch und fair!“ sollte
die europäische Landwirtschaft aus Vanoirbeeks Sicht sein, um allen Widrigkeiten zum Trotz eine Zukunft zu haben. Eine dieser Krisen - der Krieg im „Kornspeicher Europas“, der Ukraine - wurde vom
ukrainischen Agro-Unternehmer Maxim Kulik ausführlich und mit eindrucksvollen und teilweise erschreckenden Daten belegt.

Einen komplett anderen Hintergrund behandelten die Präsentationen im Anschluss. Die Schlagworte „Datensicherheit, DSGVO und zukunftsfähiges Informationsmanagement“ fassten die diesbezüglichen Vorträge zusammen. Zu Wort kamen eine Expertin in Sachen Datenschutzgrundverordnung, ein ITUnternehmer und ein Spezialist in Sachen Cyber security. In Zeiten zunehmender Digitalisierung gewinnt dieser Bereich natürlich massiv an Relevanz und sollte nach Ansicht der vortragenden Experten auch überaus ernst genommen werden.



Innovationen im heutigen Anbau
Frisch gestärkt ging es nach der Mittagspause in Richtung „Trends, Innovationen und neue Herausforderungen“. ECOwind, ein Anbieter von Lösungen für Hagelschutztechnik kombiniert mit Photovoltaik und Looije Agro Technics - ein niederländisches Beratungsunternehmen, spezialisiert auf den Bau von Glashäusern - Im Zentrum ihrer Vorträge standen innovative Lösungsideen für aktuelle Herausforderungen wie die Energiekrise durch intelligente Energieversorgung und –einsparung. ECOwind bietet sogenannte „Agri-PV-Anlagen“ an, die die kreative Anwendung von PV-Anlagen in diversen agrarischen Bereichen ermöglicht. Looije Agro Technics hat in ihrem Vortrag das Einsparungspotenzial im Unterglasanbau durch hoch effiziente Planung und Projektumsetzung unterstrichen. Explodierende Energiepreise und limitierte Versorgung mit Energie machen innovative Lösungen unabdingbar.

Außerdem kam mit GroentenFruitHuis ein weiteres niederländisches Unternehmen zu Wort. Inhalt dieses Vortrages war die Messung der Umweltauswirkungen von Obst und Gemüse aus einer
Ökobilanzperspektive. Den thematischen Endspurt des zweiten Veranstaltungstages bildete ein Präsentationenblock zum
Obst- und Gemüsekonsum und den Möglichkeiten der Branche, diesen anzukurbeln. Die italienische Vereinigung von Apfel-Erzeugerorganisationen Assomela kam dabei ebenso zu Wort wie ein Vertreter des Handelsunternehmens Billa, die spanische Marketingagentur Mint und die portugiesische Interessensvertretung PortugalFresh. Quintessenz aller Präsentationen war dabei, dass es gilt, die Bedürfnisse der Konsumenten zu eruieren und sich an diese anzupassen, seinen USP hervorzuheben und sich von der Konkurrenz abzuheben.

Nach einem kulinarisch vielfältigen Netzwerkdinner am Abend des 2. Tages, fanden an Tag drei Fachexkursionen zu Pessl Instruments und zur Versuchsstation in Haidegg statt. Moderne Technik für Präzisionslandwirtschaft und die oben erwähnte PV-Hagelnetzanlage konnten dabei von den interessierten Besuchern besichtigt und erlebt werden.

Lösungsorientiert und optimistisch
Das Resümee des gfa-Geschäftsführers Wolfgang Braunstein zur diesjährigen ICOP-Konferenz fiel erfreut, optimistisch und - allen gegenwärtigen Widrigkeiten für die Branche zum Trotz - durchwegs
positiv aus: „Nach mühsamen zwei Jahren ist die ICOP-Familie endlich wieder vor Ort persönlich aufeinandergetroffen! Netzwerken und Austausch zu vielen relevanten Themen konnten wieder
stattfinden. Der elementare Zweck des ICOP wurde damit wieder möglich, was mich persönlich besonders freut. Bei allen Herausforderungen und schwierigen Rahmenbedingungen gilt es nun,
lösungsorientiert zu bleiben und den Blick optimistisch in die Zukunft zu richten!“ 

Eine ausführliche Fotoreportage und weitere Nachberichterstattung folgen im Laufe nächster Woche auf FreshPlaza.de

Weitere Informationen:
gfa – consulting gmbh
Tel.: +43 (676) 840 300 102
info@gfa.co.at 
www.icop.at 


Erscheinungsdatum:



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