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Fotoreportage: Weuthen Kartoffeltag 2022

Trotz schwieriger Ausgangslage zeigt sich die Kartoffelbranche innovationsfreudig

Nach zwei Pandemiejahren lud das Kartoffelhandelshaus Weuthen dieses Jahr wieder zum Kartoffeltag im gewohnten Umfang ein. Am 25.08. trafen sich zahlreiche Aussteller und Interessenten aus dem deutschen und internationalen Kartoffelsektor. Am Veranstaltungsort im niederrheinischen Schwalmtal-Waldniel erkundigten sie sich über neueste Technik, Sorteninnovationen und Fachinformationen zu Pflanzenschutz, Düngung, Lagerung, Belüftung und Qualitätssicherung. Auch wurden die europäischen Ernteprognosen zur anstehenden Haupternte bei den Speisekartoffeln abgegeben.

Traditionell gilt der Weuthen Kartoffeltag kurz vor dem Aardappel Demo Dag in den Niederlanden und der Potato Europe als Auftakt der Kartoffelmessesaison. Bei sonnigem Wetter und Temperaturen von bis zu 35 Grad herrschte eine ausgelassene Stimmung, sowohl im zentralen Zelt als auch außerhalb des Demofelds. Nichtsdestotrotz prägten die momentanen Herausforderungen, wie etwa Klimawandel, Kostensteigerungen sowie die schwierigen Vermarktungsbedingungen, die Gespräche vor Ort. Der Klimawandel stehe außer Zweifel, betonte Weuthen-Chef Ferdi Buffen bereits während seiner Eröffnungsrede. Die Verfügbarkeit von Wasser wird bei zukünftigen Investitionen eine noch größere Rolle spielen. Die Produktionstechniken und unsere Sortenwahl werden sich daran in Zukunft ausrichten. Die europäischen Züchterhäuser stellen sich mit ihrer konventionellen, aber trotzdem modernen, Zuchtarbeit täglich diesen Anforderungen.


Aussteller auf dem diesjährigen Weuthen Kartoffeltag am 25. Augustus.

Hier gelangen Sie zur vollständigen Bildergalerie des Weuthen Kartoffeltages.

Sorteninnovationen: Low-Input als Zauberwort
Gerade in Zeiten des Klimawandels seien hitze- und trockenresistente Sorten besonders gesucht. Sowohl im Kartoffeldemofeld als auch im Zwiebelfeld nebenan wurden zahlreiche Sorteninnovationen präsentiert. Außer einer ausgezeichneten Hitze- und Krankheitsresistenz soll die moderne Feldfrucht ebenfalls mit möglichst wenig Ressourcen (low input) auskommen und dabei aber zeitgleich einen möglichst hohen Ertrag gewährleisten. Trotz des stagnierenden bis rückgängigen Speisekartoffelanbaus werden auch in diesem Segment rege Neuzulassungen auf den Markt gebracht. Der Trend geht dabei eindeutig hin zu kleineren Knollen für die Vermarktung als Drillinge sowie kleinere Verpackungsgebinde. Bio- sowie rotschalige Kartoffeln etablieren sich hingegen eher als Nische-Produkt. Im Zwiebelsektor gewinnt die rote Zwiebel allmählich an Bedeutung, währenddessen steht in Deutschland insbesondere die Steigerung der Eigenversorgung bei Zwiebeln im Fokus, damit in Zukunft zunehmend auf Importe verzichtet werden kann.

Maschinenbau und Anlagentechnik: Lagerung im Fokus
Auch im Bereich Maschinenbau und Anlagentechnik gibt es aktuell zahlreiche Innovationen. Dabei scheint die Lagerung der Kartoffeln besonders im Vordergrund zu stehen. Sinn und Zweck der optimierten Lagertechnik und -software ist es, die Qualität der Kartoffeln während der Lagerung aufrechtzuerhalten. Keimhemmungsmittel, sogfältige Belüftung und Vernebelung sowie intelligente Lager-Managementssysteme gehören dabei zur unentbehrlichen Ausstattung einer modernen Kartoffellagerhalle.

Geringe Investitionsbereitschaft prägt den Sektor
Nach zwei herausfordernden Pandemiejahre steht der Kartoffelwirtschaft erneut ein spannendes Jahr bevor. Aufgrund der Kriegswirren im Osten und der Warenverknappung bei Getreide und Raps werden diese Ackerbaukulturen zu einer preislich attraktiven Alternative, insbesondere für die Speisekartoffel. Die prekäre Ausgangsposition des Kartoffelsektors führt gemäß Zuliefern zu einer geringeren Investitionsbereitschaft bei vielen kleineren, mittelständischen Kartoffelbetrieben und -erzeugern, nicht zuletzt durch den Wegfall von Subventionen und Finanzhilfen.

Überzeugungskraft und Geduld seien daher gefragt um Betriebe zu einer Großinvestition zu bewegen, bestätigen Branchenzulieferer einstimmig. Eine baldige Erholung des Marktes und höhere Erzeugerpreise werden somit von allen Beteiligten der Wertschöpfungskette dringend erwünscht, heißt es weiter.


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