NEPG:

Kartoffelanbaufläche in Europa bleibt voraussichtlich stabil, Produktionskosten steigen

Laut Markteilnehmern zeigen vorläufige Schätzungen, dass die Anbaufläche für Kartoffeln in Europa in der Saison 2022/23 leicht steigen wird. Außerdem steigen die Kosten für die Bauern, darunter anderem für Sprit, Dünger, Strom und Arbeitskräfte. Das könnte sich darauf auswirken, wie viel in der Saison 2022/23 tatsächlich neu gepflanzt wird. Im Januar 2022 schätzten die North-Western European Potato Growers (NEPG), dass die Produktionskosten im Vergleich zum Januar 2021 um 15 bis 20 Prozent angestiegen sind. Durch den Krieg in der Ukraine und die damit einhergehenden zusätzlichen Kosten von Energie und Dünger, blicken viele Bauern sorgenvoll in die Zukunft der Industrie.

Außerdem könnte es einen Trend weg von der Stärke und Kartoffelproduktion und hin zur Weiterverarbeitung geben, denn die Nachfrage nach Kartoffeln für den Verarbeitungs-Sektor ist groß. Das könnte sich ebenfalls auf die Produktionsschätzungen für die kommende Saison ausüben. Das Angebot für den Verarbeitungs-Sektor könnte jedes Jahr größer und die Kartoffeln in dem EU-Sektor dadurch günstiger werden.

Der einzige wirklich unberechenbare Faktor in der EU ist das Wetter. Für Bauern, die eine kleinere Fläche bewirtschaften, bedeutet das ein größeres Risiko bei schlechten Wetterbedingungen wie Dürre oder Frost. Die Anbaubedingungen in der EU waren trockener als sonst, der Boden war nicht feucht genug und die Sorge um eine mögliche Dürre steigt.

Allerdings hat es inzwischen wieder viel geregnet und die Böden sind wieder gut durchnetzt, was sehr förderlich bei der Blüte der neuen Kartoffelpflanzen ist. Die Minitec Benchmark Prices (MBP) für Verarbeitungskartoffeln aus den Niederlanden sind von Woche zu Woche um 5,7 Prozent gesunken. Am 1. Juni lag der Preis bei 250 Euro pro Tonne. In Belgien hingegen sind die Preise mit 230 Euro pro Tonne stabil geblieben. Beide Preise sind, im Vergleich zum vergangenen Jahr, um 108 Prozent beziehungsweise um 256 Prozent gestiegen. Das liegt vor allem an den höheren Produktionskosten und daran, dass das Angebot 2021/22 größer war.

Quelle: Mintec


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