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ANPP - Zweite Hälfte der französischen Apfelernte

Ausreichendes Angebot, aber ernsthafte Besorgnis über den historischen Anstieg der Produktionskosten

Nach einer weitgehend durch Frost unterbrochenen Ernte zieht die Association Nationale Pommes Poires (ANPP) Bilanz über die Lieferfähigkeit ihrer Mitglieder bis zur nächsten Ernte und über die Folgen der mehrfach gestiegenen Produktionskosten.

Lagerbestände zur Versorgung der Märkte ohne Engpässe
Die Apfelernte 2021 wurde vom Frost im vergangenen April stark beeinträchtigt. So wurden in Frankreich 1.363.000 Tonnen vorwiegend kleine Äpfel mit einigen optischen Mängeln geerntet. Die Farbe und der Geschmack der Äpfel waren jedoch gut. 

Obwohl die Ernte 2021 klein war, wird es genügend Vorräte geben, um den Frischmarkt in Frankreich bis zum Ende der Kampagne zu beliefern. Am 1. Januar 2022 belief sich der Lagerbestand an Äpfeln von umweltgerechten Streuobstwiesen auf 597.000 Tonnen. Das sind 5% mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres und entspricht dem Dreijahresdurchschnitt.

Stabile Preise, aber deutlich geringere Erzeugervergütung
Die 'nackten' Abgangspreise der wichtigsten Apfelsorten sind seit Beginn der Kampagne ähnlich wie im Vorjahr. Aber das wirtschaftliche Gleichgewicht des gesamten Apfelsektors ist in diesem Jahr stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Der Frost hat zu einem starken Anstieg der Produktionskosten geführt, die 10 Cent pro Kilo übersteigen können. Durch die erhöhten Transportkosten und die durch das AGEC-Gesetz auferlegten Mehrkosten für die Kartonverpackung kommen noch ein paar Cent hinzu. Auch die bisher beobachteten stabilen Preise können die Existenz der französischen Apfelanbaubetriebe nicht garantieren.

Große Sorgen über den unkontrollierten Anstieg der Strompreise
Neben dem Anstieg der Kosten für Betriebsmittel in den Obstplantagen (+16,5% laut IPAMPA-Index) und den organisatorischen Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Corona ist nun die größte Sorge der historische Anstieg der Energiekosten. Energie wird auch zur Konservierung der Früchte benötigt.

Die im Jahr 2021 neu verhandelten Stromlieferverträge führen zu einer Vervielfachung der bestehenden Kosten um das Zwei- bis Dreifache. Dadurch können die Gewinne der Erzeuger um 15% sinken. Obwohl der französische Staat Maßnahmen ergriffen hat, um den Anstieg für Haushalte und Unternehmen zu begrenzen, die sehr viel Energie verbrauchen, gilt dies nicht für Unternehmen, die Obst anbauen und/oder transportieren. Diese historischen Mehrkosten, die das wirtschaftliche Gleichgewicht des gesamten Sektors und die Ernährungsautonomie des Landes in Frage stellen, können jedoch die Erzeuger, ihre Erzeugerorganisationen und Obstlieferanten nicht verkraften.

Die 1.400 Produzenten der ANPP fordern den französischen Staat und den Wirtschaftsminister zur Ergreifung von Sofortmaßnahmen auf, um den Anstieg der Strompreise für Apfelproduzenten und Transportunternehmen zu begrenzen. Sie soll wie bereits in der Fleischindustrie geschehen eine obligatorische Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Obsterzeugnisse sowie die Erleichterung der Etikettierung von Obst verabschieden, die für die Identifizierung des Ursprungs und des Herstellungsverfahrens erforderlich ist. Die Wertschätzung der agrarökologischen Bemühungen französischer Erzeuger kann nur durch eine klare Information der Verbraucher erreicht werden. Die Erzeuger fordern auch ihre Großhandels- und Vertriebspartner auf, die Werbung für französische Äpfel für diesen zweiten Teil der Kampagne zu unterstützen, wie sie es bereits seit letztem Frühjahr getan haben. Insbesondere sollten Werbeaktionen, die sich allein auf Preise beschränken, aber nicht die Wirtschaftlichkeit und damit die ausgewogene Bilanz der Geschäftstätigkeit berücksichtigen, verhindert werden.

Für mehr Informationen : 
ANPP
www.lapomme.org   


Erscheinungsdatum:



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