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Evelien Vanlerberghe, Trypol Pack, Belgien:

"Zurzeit sind wir das einzige Verpackungsunternehmen in Europa, das Rosenkohl in Papier verpackt"

"Wir sind derzeit das einzige Verpackungsunternehmen in Europa, das Rosenkohl in Papier verpackt", sagt Evelien Vanlerberghe. Sie ist Mitinhaberin des belgischen Unternehmens Trypol Pack. "Immer mehr Supermärkte wollen weniger Plastikfolie in ihrem Sortiment. In Frankreich ist die Verwendung von Plastik in kleinen Verpackungen im Jahr 2022 verboten. In Belgien und den Niederlanden ist das noch nicht verpflichtend."

"Aber wir möchten dem Markt einen Schritt voraus sein." Deshalb wollten sie eine Rosenkohlverpackung aus Papier entwickeln. Sie musste die 95/5-Recyclingnorm erfüllen. Evelien erklärt, dass das bedeutet, dass man nur 5% andere Materialien wie Klebstoff, Beschichtung oder Etiketten verwenden darf. "Nicht alle Länder wenden diese Norm an. Aber wir haben uns für die Herstellung von Verpackungen entschieden, die diesen Standard erfüllen. Und zwar so, dass sie überall hin exportiert werden können."

Das stellte Trypol Pack vor die Herausforderung, geeignetes Papier zu finden. "Die meisten Arten von Papierverpackungen sind versiegelt. Um dies zu ermöglichen, haben sie eine siegelfähige Beschichtung. Diese Beschichtung entspricht oft nicht der 95/5-Norm. Sobald man die Verpackung perforiert, ist weniger Papier vorhanden. Selbst Papierverpackungen mit einem kleinen Fenster entsprechen nicht mehr der Norm", sagt Evelien.

Feinabstimmung
Es wurden verschiedene Papiersorten und zwei verschiedene Maschinen getestet. Am Ende entschied sich Trypol Pack für ein Konzeptpapier von VDH und die Bag2Paper-Maschine von Jasa Packaging Solutions. "Wir konnten dieses Projekt unter anderem dank der Innovationsförderung des Flämischen Agrarinvestitionsfonds realisieren." Evelien erklärt, dass die Maschine ein Papieretikett verwendet, um das obere Ende des Papiersacks zu verschließen. Das Superband ersetzt die untere Siegelnaht. Die Verpackung ist bereits im Einsatz, muss aber noch ein wenig verfeinert werden.

"Wenn man als Erster mit etwas anfängt, braucht man das nötige Know-how. Man lernt durch Tun." Daher gibt es noch einige Herausforderungen, wie sie betont. "Das Etikett und das Superband müssen an der richtigen Stelle angebracht werden. Sonst lässt sich die Tüte nicht gut verschließen. Und das Papier neigt dazu, an der Formschulter zu reißen, vor allem entlang der Perforationen. Auch das ist eine Herausforderung. Vanhemens hat die Maschine geliefert. Sie arbeiten an diesem Problem sowie an der Geschwindigkeit der Maschine. Das Ziel sind 50 Beutel pro Minute."

Haltbarkeitsdauer
Die Vorderseite der Verpackungen ist zur besseren Sichtbarkeit des Produkts perforiert. "Man kann das natürlich nicht mit Flowpack oder Netzbeuteln vergleichen. Diese stehen im Gegensatz zu nachhaltigen, innovativen Verpackungen", erklärt Vanlerberghe. Diese Perforationen scheinen sich auch auf die Haltbarkeit des verpackten Rosenkohls auszuwirken. "Er ist in dem Papier sehr gut haltbar, besser als wir erwartet haben. Die perforierte Papiertüte hat einen Vorteil: In der Tüte bildet sich kein Kondenswasser, das der Haltbarkeit des Rosenkohls schaden würde."

Überzeugung
Trypol Pack liefert Rosenkohl nach ganz Europa. Das Unternehmen hat mit der Gestaltung von 750-g-Packungen in allen Sprachen begonnen. "Wir arbeiten jetzt auch an einer 500-g-Verpackung, die von mehreren Kunden gewünscht wird." Trypol Pack ist nicht nur in Belgien, den Niederlanden und Deutschland tätig. Das Unternehmen verkauft einen großen Teil seines Rosenkohls auf dem französischen Markt. Ab diesem Jahr gelten in diesem Land besondere Verpackungsvorschriften. "Dort darf in Verpackungen unter 1,5kg keine Plastikfolie mehr verwendet werden."

Aus diesem Grund arbeitet Trypol Pack an der Entwicklung einer 500-g-Verpackung speziell für den französischen Markt. Das Verpackungsunternehmen von Rosenkohl hat auch seinen belgischen und deutschen Einzelhandelskunden Muster zur Verfügung gestellt. Und Evelien freut sich über die positiven Reaktionen, die sie erhält. Der einzige negative Kommentar bezieht sich auf die geringere Sichtbarkeit der Verpackung. Damit kann Evelien gut leben. Das Fehlen eines Sichtfensters sorgt dafür, dass man die Verpackung vollständig recyceln kann.

Die Kosten sind ein Grund zur Sorge. Papier war schon früher teurer als z. B. ein Flowpack und im vergangenen Jahr sind die Papierkosten um weitere 45% gestiegen, wie Evelien betont. "Hoffentlich sind die Supermärkte bereit, dafür mehr zu zahlen als für die normalen Verpackungen, die jetzt auf dem Markt sind. Wir sind davon überzeugt, dass dies der richtige Weg ist. Die Papierlieferanten werden weiterhin innovativ sein. Daher hoffen wir, dass die Preise für Papierverpackungen sinken werden", sagt sie abschließend.

Für weitere Informationen:
Evelien Vanlerberghe
Trypol Pack bvba
7de Geniestraat 40
8650 Houthulst
België 
+32(0) 495 3327 99
info@trypol.eu


Erscheinungsdatum:



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