Kriminelle verändern offenbar die Methoden des Kokainschmuggels

Es scheint, dass Kriminelle ihre Schmuggelmethoden ändern. Früher war das Kokain oft gut in einer Ladung in Containern versteckt und wurde erst am Bestimmungsort herausgeholt. Heutzutage werden die Pakete mit Drogen fast immer lose in Containern von Unternehmen untergebracht, die keine Ahnung davon haben. Das Kokain wird dann im Hafen selbst von korruptem Personal oder anderen Beteiligten entnommen. Dies zeigt sich an der großen Zahl der verhafteten Personen. Im Jahr 2021 wurden mehr als 400 Personen festgenommen, im Jahr zuvor waren es 280.

Bestechungsgelder
Kriminelle nutzen gerne wichtige Verbindungen im logistischen Prozess für Containertransporte von Südamerika zu den großen Häfen in Europa, darunter Rotterdam. Die Mitarbeitenden werden bestochen, um Informationen weiterzugeben oder ihre Dienste anzubieten, um das transportierte Kokain weiterzuleiten.

Raffiniert
In einem Fall, bei dem im August 2021 4.100 kg Kokain beschlagnahmt wurden, stellte sich heraus, dass der Abtransport der Drogen auf sehr raffinierte Weise organisiert war. Die Mitarbeitenden des Kühlhaus- und Umschlagunternehmens in Rotterdam erwiesen sich als wichtiges Bindeglied bei der Entnahme des Kokains und der Vorbereitung der Sendung für den Transport zu den Organisatoren dieser Schmuggelart. Die Untersuchung zeigt, dass in dem betroffenen Unternehmen nach und nach eine große Gruppe von Mitarbeitenden involviert wurde. Dazu gehörten ein Lagerleiter und Gabelstaplerfahrer.

Am Dienstag, den 4. Januar 2022, wurden zwei Männer in diesem Fall festgenommen. Fünf Verdächtige waren bereits zuvor festgenommen worden. Die Verdächtigen waren bei der 'missbrauchten' Umschlagfirma in Rotterdam angestellt und konnten das Kokain über die bestehende Infrastruktur einschmuggeln.

Nachdem die Polizei die Drogen in den Containern aus Costa Rica erkannt hatte, beschlagnahmte sie diese. Dann wurden die Container mit den leeren Transportkisten durchgelassen, um zu sehen, wer alles von dieser Sendung wusste. Es stellte sich bald heraus, dass mehrere Mitarbeitende der Umschlagfirma in Rotterdam von der Kokainlieferung in Kenntnis waren. Diese Mitarbeitenden ergriffen Maßnahmen, um die Sendung 'kalt' zu stellen. Sie waren überzeugt, dass sich das Kokain noch in den Transportkisten befand.

Die Polizei führte ein ausführliches Präventionsgespräch mit dem beteiligten Kühlhaus- und Umschlagunternehmen in Rotterdam. Das Unternehmen trifft überhaupt keine Schuld. Bei dem gefundenen Kokain handelte es sich um eine der größten Beschlagnahmungen in Rotterdam im Jahr 2021. 

Quelle: www.politie.nl 


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