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Schweizer Landwirtschaftliche Betriebszählung 2020:

Digitalisierung macht auch vor der Landwirtschaft nicht Halt

Mehr als ein Drittel der Landwirtschaftsbetriebe setzt auf dem Hof digitale Technologien ein. Spitzenreiter ist das Smartphone mit 28% aller Betriebe, während der Einsatz von Drohnen mit 2% und die Vernetzung der Digitalisierung noch ganz am Anfang stehen. Mehr als 60% der Betriebe in der Schweiz haben sich diversifiziert. Die wichtigste Form ist die Direktvermarktung, z.B. mit einem Hofladen; sie hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt. Dies geht aus der Landwirtschaftlichen Betriebszählung 2020 des Bundesamtes für Statistik (BFS) hervor. 

Vernetzung der digitalen Technologien steckt erst in den Anfängen
Das Smartphone ist für mehr als jede 4. betriebsleitende Person (28%) ein wichtiges Entscheidungsinstrument: z.B. zur Krankheitserkennung, zur Steuerung und Kontrolle von Stallklima, zur Fütterung oder zur Bewässerung. Für Arbeiten auf dem Feld wird die neue Technologie bei 14% der Betriebe eingesetzt – wobei der Einsatz von Drohnen mit 2% noch am Anfang steht.

Mit der Digitalisierung besteht die Möglichkeit der Vernetzung mit verschiedenen Betriebszweigen sowie mit externen Dienstleistern. Lediglich 4% der Betriebsleitenden schätzen sich «intelligent vernetzt» (Verbindung zum Nutzer oder zur Nutzerin via Schnittstelle) und nur 2% sind mit einem zentralen System verbunden (Verwaltung von mehreren Betriebszweigen). Bezüglich Anschaffungsentscheid war der am häufigsten genannte Grund (14% aller Betriebe) die Verbesserung der Flexibilität und Arbeitsorganisation. Zu den Hemmnissen und Risiken von digitalen Technologien gaben derweil 37% an, die Kosten für die Digitalisierung seien hoch. 35% der Landwirtinnen und Landwirte deklarierten zudem, dass sie in den nächsten 1 bis 3 Jahren in diese Technologien investieren wollen – 12% davon sogar erstmalig. Somit könnte bis in 3 Jahren jeder zweite Betrieb damit arbeiten. 

Mehr als die Hälfte der Landwirtschaftsbetriebe hat sich diversifiziert
62% aller Landwirtschaftsbetriebe haben sich auf ihrem Hof mit einer innerbetrieblichen Tätigkeit diversifiziert. Im Jahr 2010 waren es 45% aller Betriebe. 2020 verkaufte jeder vierte Betrieb (26%) die Produkte direkt ab Hof – vor 10 Jahren betrug dieser Anteil 12%. Das von der Covid-19-Pandemie geprägte Jahr 2020 hatte einen positiven Einfluss auf den Verkauf ab Hof. Wie gross aber die Zunahme einzig auf dieses Jahr fällt, ist nicht ersichtlich. Die letzte Erhebung fand im Jahr 2016 statt – damals betrug der Anteil der Betriebe mit Direktverkauf ab Hof 22%.

Etliche Produkte, die im Hofladen verkauft werden, sind zuvor vor Ort verarbeitet worden. Das betrifft 14% aller Betriebe im Jahr 2020 (Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse). Die Entwicklung in den letzten 10 Jahren (mit +5%) verläuft praktisch parallel zu derjenigen im Direktverkauf. Ein weiteres Standbein in der Diversifikation ist die Lohnarbeit für andere Landwirtschaftsbetriebe (13%). Dieser Anteil ist in den letzten 10 Jahren eher stabil geblieben (10% im Jahr 2010). 

Quelle: www.swisscofel.ch


Erscheinungsdatum:



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