"Nachfrage nach speziellen Kräutern steigt wieder"

In den Niederlanden hat Van Vugt Kruiden eine schwierige Zeit hinter sich. Das ist nicht überraschend, denn die Schließung des Gastgewerbes hat das Unternehmen stark getroffen. Der Verkauf an die Supermärkte lief jedoch mehr als gut. "Das hat uns weitergebracht. Wir sind besonders dankbar, dass wir alle unsere Mitarbeiter halten konnten", sagt Piet van Vugt.

Van Vugt Kruiden ist ein echtes Familienunternehmen. Die Schließung von Gastronomiebetrieben aufgrund der COVID-19-Krise hat das Unternehmen stark belastet. "Plötzlich hörte der Verkauf an Großhändler auf. Aber die Gewächshäuser waren voll mit u.a. essbaren Blumen. Wir mussten alles wegwerfen, weil wir nicht wissen konnten, wie lange die Schließung dauern würde. Dann haben wir wieder neu angefangen und wieder alles verloren. Danach haben wir uns voll und ganz auf die gängigen Kräuter konzentriert."

"Das spezielle, typische Gastronomie-Kräuter-Sortiment wie u.a. Ananas-Salbei ging drastisch zurück. Der Standard-Kräuterabsatz wie Basilikum, Koriander, Petersilie und Sellerie lief jedoch problemlos. Der Umsatz unserer europäischen Einzelhandelskunden nahm zu.  Die breite Kundenstreuung war unsere Rettung. Die Restaurants stellten sich schnell um und begannen mit Lieferungen nach Haus, Essen zum Mitnehmen und frischen Essenspaketen. Wir freuen uns, dass wir alle unsere Mitarbeiter behalten konnten", erklärt Piet.

Wiedereröffnung des Gastgewerbes lässt die Nachfrage steigen
Anfang Juli öffnete das niederländische Gastgewerbe wieder vollständig. Obwohl Piet von einer vollständigen Rückkehr zur 'Normalität' noch nicht ganz überzeugt ist, ist er optimistisch. "Das Tolle ist, dass uns alle unsere Kunden aus dieser Branche treu geblieben sind. Sobald ihre Türen geöffnet wurden, konnten wir einen Umsatzanstieg beobachten. Aufgrund fehlender Vorräte war es ein ziemlich hektischer Neustart. Alle Restaurants wollten sofort wieder frische Kräuter verwenden. Aber wir beschweren uns nicht, denn wir waren gut vorbereitet."

"Sofern sich nichts ändert, wird die Nachfrage sicher zunehmen. Natürlich bleibt eben alles noch ungewiss. Trotzdem bleiben wir positiv und die Aussaat wird fort gesetzt." Der Anbau von Van Vugt Kruiden ist nachfrageorientiert. Laut dem Erzeuger verkaufen sich im Moment hauptsächlich die Basiskräuter besonders gut. "Spezialitäten oder Besonderheiten scheinen weniger wichtig zu sein. Die Nachfrage nach essbaren Blumen und ausgefallene Sorten nimmt jedoch allmählich wieder zu. Deshalb fangen wir auch langsam wieder mit diesen Pflanzen an", so Piet weiter.

Mehr Inspiration für die Kunden 
Auf dieser Kräuterfarm werden nicht nur normale Kräutersorten wie Petersilie, Sellerie und Minze angebaut. Sie bauen auch Babyblattsalat und essbare Blumen an. Es gibt etwa 40 verschiedene Arten von Spezialkräutern. Dazu gehören Apfelminze, Zitronenverbene und rotes Basilikum. Auch die Auswahl an essbaren Blüten ist sehr umfangreich. "Wir sind immer auf der Suche nach neuen Produkten. Das geht auch während der Pandemie so weiter. Jetzt konnten wir nicht reisen. Normalerweise bringe ich immer einen Steckling aus dem Ausland mit."

"Bei vielen Kräutern stimmt es, dass die Standardsorten oft die gefragtesten sind", fügt Piet hinzu. "Zum Beispiel gibt es zwar alle möglichen Minzsorten, aber 'normale' Minze bleibt mit Abstand am beliebtesten. Das gilt auch für Basilikum. Hier wird rotes Basilikum als Garnitur immer beliebter."

"Koriander und thailändisches Basilikum werden auch immer gebräuchlicher. Das ist dem Aufkommen der asiatischen Küche im Allgemeinen und insbesondere der thailändischen Küche zu verdanken. Wir können es kaum erwarten, alle wieder in unserem Demo-Garten begrüßen zu dürfen. Hier kommt unsere Leidenschaft für Kräuter voll zum Ausdruck und wir wollen unsere Kunden weiterhin begeistern", sagt Van Vugt.

"Deshalb haben wir uns in den letzten Jahren viel in Marketing investiert. Wir erfinden ständig neue Produkte und vermitteln den Käufern wertvolle Informationen. So können wir sie hinsichtlich  Geschmack und Verwendungsmöglichkeiten begeistern und bringen sie dazu, weiter mehr frische Kräuter zu kaufen. Seit 15 Jahren haben wir unsere eigene Marke, die auch viel dazu beiträgt. Viele unserer Kunden verkaufen die Kräuter unter Eigenmarken. Damit können sie sich in ihrem Segment profilieren."

Ganzjähriges Angebot an niederländischen Kräutern
Der Frischkräuterbereich entwickelt sich seit Jahren ebenso gut wie dieses Familienunternehmen. Seit 2003 werden lokale und ausländische Supermärkte und Gastgewerbegroßhändler direkt beliefert. Das führte zu einer starken Verlagerung der Geschäftsaktivitäten. Schon bald ergänzten sie ihre Produktion mit importierten Kräutern aus Anbaugebieten in Italien und Spanien.

Damit sollte die Versorgung auch im Winter sichergestellt werden sowie zum Ausgleich für eventuelle Missernten dienen. "Wir konzentrieren uns zunehmend auf eine ganzjährige Versorgung aus niederländischem Anbau", sagt Piet. "Zusätzliche Kräuter importieren wir nur, wenn es keine andere Möglichkeit gibt. Im Gegensatz zu vielen anderen sind wir auch echte Landwirte. Indem wir alles selbst machen, können wir immer qualitativ hochwertige und zuverlässige Produkte liefern."

Nachhaltigkeit hat sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Schwerpunkt im Unternehmen entwickelt. "Dafür haben wir beim Bau unserer neuen Räumlichkeiten viel investiert. Diese haben wir 2019 in Betrieb genommen. So verfügt der Neubau beispielsweise über eine gasfreie Gewächshausheizung. Sie nutzt Sonnenkollektoren und die Restwärme der Kühlhäuser. Das heizt das Gewächshaus, das Demo-Gewächshaus und die Büros. Unser Betrieb ist zu 100% emissionsfrei. Die Sonnenkollektoren produzieren zur Deckung unseres Bedarfes genug Strom im Jahr", sagt der Kräuterproduzent.

Alle Verpackungen sind jetzt auch nachhaltig. Van Vugt Kruiden und ihre Kunden haben sich für vollständig recycelbare Kunststoffverpackungen entschieden. "Kräuter brauchen einfach eine Verpackung. Es war eine ziemliche Herausforderung, eine wirklich nachhaltige Option zu finden. Wir sparen jetzt problemlos 60.000 kg Plastik pro Jahr."

"Außerdem haben wir in einen Firmenbus investiert. Er bringt unsere Mitarbeiter zur Arbeit und wieder nach Hause. Das reduziert die Zahl der Autos auf dem Gelände enorm. Und ist ein schöner Zusatzverdienst für Mitarbeiter, die beispielsweise in einer Innenstadt wohnen. Wir haben Nachhaltigkeit auf das gesamte Unternehmen ausgeweitet und alle Mitarbeiter werden einbezogen. Am Ende profitieren alle", sagt Piet.


Piet und Familie

Für weitere Informationen:
Piet van Vugt
Van Vugt Kruiden
Hoogzandweg 16
2988 DA Ridderkerk
+31 (0)180-625660
info@vanvugtkruiden.nl   
Piet@vanvugtkruiden.nl
www.vanvugtkruiden.nl  


Erscheinungsdatum:
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