Jan Rozema, SFI Rotterdam:

"Mehr späte Mandarinen- und Zitronenanpflanzungen bedeuten, dass Südafrika definitiv den Export diversifizieren möchte"

In Europa hat die Zitrussaison begonnen. "Wir bekommen seit ein paar Wochen südafrikanische Grapefruits. Es gibt noch viel mehr, aber diese Menge wird in den kommenden Wochen abnehmen", sagt Jan Rozema von SFI Rotterdam. "Bei diesem warmen Wetter sind Orangen und Grapefruits keine so großen Artikel. Auf der anderen Seite steigt der Verbrauch von Zitronen und Säften. Das ist zum Teil auf die Lockerung der COVID-19-Maßnahmen im europäischen Gastgewerbe zurückzuführen. Auch der Limettenmarkt hat sich nach einer langen, schwierigen Zeit deutlich erholt."

"Das Angebot an südafrikanischen Zitronen ist derzeit noch nicht sehr groß. Es wird sich in einigen Wochen erhöhen. Argentinien ist immer noch etwas zögerlich bei der Lieferung von Zitronen. Zuerst waren sie ein wenig zurückhaltend, weil Spanien große Mengen auf dem Markt hatte. Aber der Druck aus Spanien ist nicht so schlimm, wie es scheint. Die Verna-Zitronen sind ziemlich groß und haben eine begrenzte Haltbarkeit. Der Markt hat sich inzwischen stabilisiert. Er ist auf einem Niveau zwischen 15,00 und 16,50 € für gute Größen. Damit kann Südafrika zufrieden sein. Der Markt im Nahen Osten ist vor ein paar Wochen enorm unter Druck geraten. Seitdem konzentrieren sich die Leute mehr auf Europa", sagt Jan.

Argentinische Zitronen

"Wir haben auch mit den ersten Navels angefangen. Normalerweise gibt es einen kleinen Markt für sie. Es gibt Konkurrenz aus Marokko und Ägypten, vor allem mit großen späten Valencia-Sorten. Die Preise halten sich im Großen und Ganzen ganz gut. Es sind nur die großformatigen späten Valencia-Verkäufe, die mehr unter Druck geraten. Die kleinen Größen finden derzeit ihren Weg in die Gastronomie. Ägypten wird noch ein paar Wochen weitermachen. Dann wird Südafrika mit den frühen Valencias folgen. Es ist noch schwer abzuschätzen, wie der Sommer verlaufen wird. Wenn die COVID-19-Maßnahmen nicht weitergehen, denke ich, dass der Verkauf von Saftorangen, Zitronen und Limetten weitergehen wird", ergänzt Jan.

"Der Markt für Mandarinen aus Übersee hat gut begonnen, mit peruanischen und südafrikanischen Satsumas. Es sind nicht allzu viele große Größen auf dem Markt. Er bleibt also einigermaßen stabil. Allerdings sind die kleinen Größen mehr unter Druck geraten. Sorten wie Clementinen, Nules und Nova sind ebenfalls auf den Markt gekommen." Laut Rozema hat es bisher relativ wenige Verzögerungen gegeben. Und das trotz der Containerknappheit.

Nova-Mandarinen aus Südafrika

Letzte Woche erhielt Südafrika Marktzugang zu den Philippinen. Nach 12 Jahren Verhandlungen können sie nun Zitrusfrüchte in dieses Land exportieren. Auf die Frage, ob diese neuen Märkte zu einem Druck auf den europäischen Markt führen werden, antwortet Jan: "Man möchte nicht zu abhängig von bestimmten Märkten sein. Man möchte immer ein Gleichgewicht finden. In Südafrika werden vermehrt Spätmandarinen und Zitronen angebaut. Das bedeutet, dass sie eine gute Verteilung der Verkäufe brauchen. Ich denke, Europa wird immer ein wichtiger Markt für Südafrika sein. Aber sie werden sich weiter in Richtung anderer Märkte entwickeln."

Für weitere Informationen:
Jan Rozema
SFI Rotterdam BV
+31 102445022
jrozema@sfifruit.com  
www.sfifruit.com  


Erscheinungsdatum:



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