Rückverfolgbarkeit ergänzt den Bio-Markt perfekt

Bio Freshi ist ein niederländisches Unternehmen, das sowohl den Frischmarkt als auch den industriellen Markt beliefert. Vor drei Jahren hat es sein Portfolio um so genanntes "grünes Gemüse" erweitert. Das geschah auf Drängen seiner Erzeuger und Abnehmer. "Sie wachsen wunderbar. Der Anbau für die Industrie ist ein ganz anderes Geschäft", sagt Gerrit Jan Roza. "Die Mengen sind viel größer, ebenso die Werte. Der Frischmarkt ist ein stabiler Faktor. Deshalb haben wir es gewagt, diesen Zweig unseres Unternehmens weiter auszubauen. Außerdem ergänzen sich diese Anbauziele perfekt."

Mehrwert

Im Jahr 2017 begann das Unternehmen mit dem Aufbau einer Bio-Kette für dieses grüne Gemüse. Die erste kommerzielle Ernte fand 2018 statt. Gerrit Jan ist schon seit Jahren in der Bio-Branche tätig. Er verfügt also über ein umfangreiches Netzwerk von Erzeugern und anderen Parteien in diesem Sektor. "Wir haben mit Industriegemüse angefangen. Das beruhte auf unserer Expertise und den Kontakten." Bio Freshi beliefert den Einzelhandelskanal in Zusammenarbeit mit Jansen-Dongen.

Aus dieser Zusammenarbeit heraus erfolgten die ersten Lieferungen. Nicht um Chargen loszuwerden, sondern um bei bestimmten Größen, Qualitäten oder anderen Abweichungen einen Mehrwert zu erzielen. Dieses industrielle Gemüsesortiment umfasst nun Spinat, Erbsen, Bohnen und Möhren. Aber auch Knollensellerie, Blumenkohl, Lauch, Zwiebeln und Rote Beete. In dieser Saison kommen verschiedene Bohnen- und Kohlsorten hinzu.

"Das Wachstum des Bio-Marktes liegt bei etwa 5%, je nach Produkt. Unseres ist viel höher. Jedes Jahr kommen neue Erzeuger, aber auch Kunden hinzu", sagt Gerrit Jan. 2020 schien sich dieses Wachstum zu stabilisieren. Das lag an der ausreichenden europäischen Versorgung und den guten Erträgen von 2019. Dennoch setzte sich das Wachstum fort, auch aufgrund der COVID-19-Situation. "Dieses Jahr haben wir 40% mehr gesät. Für einige Produktgruppen haben wir sogar mehr Anbaufläche benötigt. Außerdem haben einige Erzeuger eine flexible Haltung eingenommen. Sie haben nach Möglichkeiten für ihre Expansionspläne gesucht."

Maschinen selbst betreiben

In den letzten Jahren hat Bio Freshi Landwirte aus allen Teilen der Niederlande gewonnen. Dabei handelt es sich um eine Mischung aus Umsteigern und bestehenden Erzeugern. Die niederländische Provinz Groningen hat eine Initiative ergriffen, um den ökologischen Landbau in dieser Region zu entwickeln. Bio Freshi unterzeichnete diese Vereinbarung im Jahr 2018. Dadurch nahmen sie Kontakt zu Erzeugern im Norden des Landes auf. "In Nordholland haben Erzeuger, die vorher nichts für die Industrie angebaut haben, angefangen, mit uns zu arbeiten."

"Wir treffen uns zweimal im Jahr. Im Frühjahr sehen wir uns gegenseitig auf dem Feld. Im Winter treffen wir uns, um den Anbau zu besprechen", so Roza weiter. Martin de Vries ist der Anbau- und Ernteleiter bei Bio Freshi. Er sieht die Erzeuger viel häufiger. "Im Herbst besprechen wir, wie sich die verschiedenen Kulturen entwickelt haben. Wir erfahren auch die Erwartungen der Kunden für die kommende Saison. Dann stellen wir einen Aussaatplan auf und liefern das Saatgut. Nach der Aussaat braucht es etwas Geduld, um zu sehen, ob die Pflanzen keimen. Oder ob wir irgendwo nachsäen oder etwas anderes machen müssen."

"Während dieser Zeit besuchen wir das Feld etwa alle drei Wochen. Wenn es auf die Ernte zugeht, kommen wir noch öfter. Das ist, um die Werte der verschiedenen Indikatoren pro Kultur abzulesen. Und um zu bestimmen, wann geerntet werden soll", erklärt Martin. Geerntet wird nach Regionen. Bio Freshi betreibt die Maschinen. "So sind wir völlig unabhängig und können genau dann ernten, wann wir möchten", ergänzt Gerrit Jan. "In dieser Saison werden wir mit einer Bohnenpflückmaschine arbeiten. Das wird in enger Zusammenarbeit mit Kees van Dun von Rutten geschehen." Das ist ein niederländisches landwirtschaftliches Dienstleistungsunternehmen.

Vision

Von einem Standort aus beliefert das Unternehmen den Frischmarkt, von einem anderen das Industriegemüse. Es ist stark auf den nordeuropäischen Markt ausgerichtet. Gerrit Jan rechnet mit noch mehr Expansionsmöglichkeiten. "Die Nachfrage nach biologisch-dynamischen Produkten steigt deutlich an. Vor allem aus Deutschland, wo sich Produkte mit dem Demeter-Gütesiegel im Handel besser verkaufen." Als Beispiel für Wachstumspotenziale nennt er Hülsenfrüchte. "Hülsenfrüchte sind sehr eiweißreich, und daran besteht ein großes Interesse."

"Wir können diesem Produktstrom eine neue Tiefe geben. Man muss verschiedene Kunden und Märkte berücksichtigen." Bio Freshi wird weiterhin auf eine transparente Kette setzen. "Unser Ziel war immer, dass der Erzeuger eine klare Vorstellung von seinem Absatzgebiet hat. Und dass die Kunden bis auf die Parzelle wissen, woher die Produkte stammen. Wir sind das Bindeglied zwischen Erzeugern und Käufern. Es gibt keine anderen Handelspartner. Rückverfolgbarkeit ist in dieser Branche ein Muss. Deshalb passt diese Methode besonders gut zum Bio-Markt", sagt Gerrit Jan abschließend.

Bio Freshi
Gerrit-Jan Roza
4814 RN Breda
06 51617021
gerritjan@biofreshi.com 
www.biofreshi.com 


Erscheinungsdatum:



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