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AMA-Marktbericht Dezember 2020:

Überdurchschnittliche Großhandelspreise für Tafeläpfel, Exporte schwächeln

Das Weihnachtsgeschäft verlief heuer durchaus zufriedenstellend. Im Dezember lagen die abgerufenen Mengen mit dem tendenziell stärkeren Vorjahr gleichauf und bescherten Vermarkter von österreichischen Tafeläpfeln gute Umsätze. Insbesondere da der Großhandelsabgabepreis im sortenübergreifenden Durchschnitt mit 0,95 EUR/kg, 30 % über dem korrespondierenden Vorjahreswert lag. Zum Vormonat November gab es hingegen preislich kaum Abweichungen. Nach wie vor wurde im Großhandel konventioneller Gala mit 0,85 EUR/kg gehandelt, auch Golden Delicious wertete mit 0,84 EUR/kg auf annähernd gleichem Niveau ( -1,2 % zum Vormonat). Jonagold gab mit 0,73 EUR/kg im Dezember um 5 % nach. Um heuer Mengen zu bewegen sind bei größeren Kalibern, wie auch bei der Sorte Elstar (- 8 %), preisliche Zugeständnisse und verkaufsfördernde Maßnahmen von Nöten.

Der an die Agrarmarkt Austria gemeldete Lagerstand von Tafeläpfeln hatte durch weitere Zuflüsse im November mit Stichtag 01.12. nicht groß an Mächtigkeit eingebüßt und korreliert mit 80.323 t (bio & konv.) und -14 % zum Vergleichswert des Vorjahres, mit dem Ernteergebnis 2020. Die Lagerware, welche noch bis zum Beginn der neuen Saison zur Verfügung stehen wird, sollte qualitativ überzeugen. Schwächere Partien wurden bereits abverkauft.

Exporte sind derzeit, mit Ausnahme von Deutschland, kaum Thema, weil nicht lukrativ. Angesichts der heuer unterdurchschnittlichen Ernte (-14 % zum 10jähr. Durchschnitt) und den ansprechenden Inlandspreisen, gibt es für unterbewertete Ausfuhren auch keinerlei Notwendigkeit.

Niederösterreichische Karottenernte über Vorjahr, Erzeugerpreise weiterhin stark
Die niederösterreichische Karottenernte belief sich im Jahr 2020 auf 96.200 t und übertraf damit den Vorjahresertrag bei gleichbleibender Fläche (rund 1.500 ha) um 7 %. Wie erwartet haben die Umsätze zu den Feiertagen entsprechend angezogen und bei winterlichen Temperaturen gab es auch darüber hinaus flotte Umschläge. Der Erzeugerpreis für Karotten im 5kg Gebinde gepackt rangierte im Dezember mit durchschnittlich 47,50 EUR/dt ,17% über Vorjahr und ist damit weiterhin 36 % über dem 5jähr. Mittel bewertet. Exportanfragen sind nach wie vor überschaubar, was allerdings zu dieser Jahreszeit nicht außergewöhnlich ist.

Zwiebelexporte kommen ins Rollen, Erzeugerpreise schwach
Keine Änderung im Dezember am heimischen Zwiebelmarkt. Verbleibende Restmengen wurden längst eingebracht. Die niederösterreichische Zwiebelernte betrug 2020 129.022 t und liegt damit, bei annähernd gleichbleibender Fläche (rund 3.000 ha), 10 % über 2019. Wie in anderen Segmenten fehlt es naturgemäß auch beim Zwiebel an Großabnehmern wie Gastronomie, Hotellerie und Co. Der Haushaltskonsum bleibt unterdessen unverändert stark, die Erzeugerpreise für Speisezwiebel, lose, sortiert mit durchschnittlich 13,50 EUR/dt hingegen unverändert schwach. Durchwachsene Partien mit geringeren Qualitäten werden deutlich darunter gehandelt. Der wichtige Export in Richtung Osten (Ungarn, Rumänien, etc.) kam zuletzt wieder in Schwung.

Erzeugerpreise für Speisekartoffel unverändert, Gastronomie und Tourismus fehlt
Naturgemäß ist der Wegfall der Gastronomie und des Tourismus durch den von der Bundesregierung neuerlich verordneten Lockdown über die Weihnachtsferien ein weiterer Tiefschlag für die ohnehin schon im Sommer schwer ins Trudeln gekommene Branche. Mit durchschnittlich 11,00 EUR/dt für niederösterreichische Speisekartoffeln, mittelfallend war der durchschnittliche Erzeugerpreis im Dezember nach wie vor auf unzureichendem Niveau einzementiert. Übergrößen wurden um 5,00 – 8,00 EUR/dt übernommen. Für gesuchte drahtwurmfreie, kleinpackungsfähige Premiumware mit AMA-Gütesiegel wurden bis zu 18,00 EUR/dt realisiert. Starke Abflüsse in Richtung Haushalte kompensieren den Wegfall der Großabnehmer nur bedingt. Angesichts einer europaweit starken Ernte und den damit verbundenen Schleuderpreisen ist ein Ausweichen in den Export für heimische Vermarkter oftmals keine Option. Die Marktlage bleibt angespannt.

Hier geht es zum vollständigen Marktbericht.


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