Vergleich zu den niederländischen Nachbarn

Deutscher Konsument noch nicht so wild auf vorgeschnittenes Obst und Gemüse

Im Jahr 2020 stieg der Anteil des durch deutsche Konsumenten gekauften verarbeiteten Gemüses wohl leicht an, aber ist von einem großen Durchbruch in dieser Kategorie sicher noch keine Rede. In Zeiten von Corona kaufen die deutschen Verbraucher vor allem mehr unverarbeitetes Obst und Gemüse als im Vorjahr. Wilco van den Berg zeigte dies in seiner Präsentation am Donnerstag, den 17. Dezember, während des Webinars 'Blick auf den deutschen Conveniencemarkt', organisiert von Oost Nederland/Jochem Wolthuis im Rahmen des Programms GO4EXPORT.

Die Hälfte der Haushalte kauft Verarbeitetes ein
Jährlich geben die deutschen Haushalte rund 400 Millionen Euro für vorverarbeitetes frisches Obst und Gemüse aus. Dies betrifft vor allem Schnittsalate. Der Anteil des eingekauften, vorverarbeiteten Gemüses am gesamten Frischgemüse beträgt nur 2 %. In den Niederlanden sind das 25 %. Bezogen auf die Ausgaben liegt der Anteil bei 5 %, verglichen mit 36 % in den Niederlanden. Fast jeder Haushalt in den Niederlanden kauft regelmäßig vorverarbeitetes Gemüse, während mehr als die Hälfte unserer östlichen Nachbarn nie vorverarbeitetes Gemüse kaufen. Frisch geschnittenes Obst ist in Deutschland mit einem Mengenanteil von weniger als 0,5 % sehr gering. 

Weniger Kochgemüse
Innerhalb der Kategorie Gemüse gibt es einen Unterschied im Konsum zwischen den Niederlanden und Deutschland. Der Deutsche isst zum Beispiel weniger Suppen- und Kochgemüse, dafür aber mehr Kopfsalat und Salatgemüse (Tomaten, Gurken, Paprika) als der Niederländer. Tomaten, Gurken und Paprika machen in Deutschland 35 Prozent des gesamten Gemüseeinkaufs der Haushalte aus, in den Niederlanden sind es 22 Prozent. In den letzten drei Jahren ist der Anteil der Haushalte, die vorverarbeitetes Gemüse kaufen, in Deutschland stabil geblieben. Dies bedeutet, dass keine neuen Käufer hinzugekommen sind. Das Image von vorverarbeitetem Gemüse ist nicht gut, wie eine vor einigen Jahren durchgeführte Verbraucherumfrage ergab. Zum Beispiel gibt es bei den Verbrauchern Zweifel über den Mehrwert, hat man ein schlechtes Gewissen, wenn vorverarbeitetes Gemüse verwendet und es gibt einen gewissen Mangel an Vertrauen.

Tiefkühlkost ist auf dem Vormarsch
Zusätzlich zu den Entwicklungen bei Frischprodukten wurden im Webinar auch die Entwicklungen bei Tiefkühl- und Konservengemüse betrachtet. Im Jahr 2019 gaben die deutschen Haushalte 666 Millionen Euro für Tiefkühlgemüse aus, ein Plus von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die deutschen Haushalte gaben rund 1,5 Milliarden Euro für Gemüsekonserven aus, aber der große Gewinner ist immer noch das Frischesegment mit 7,5 Milliarden Euro im Jahr 2019.

Quelle: GroentenFruit Huis


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