Peter Grundhöfer, Grundhöfer GmbH:

"Wir können nur hoffen, dass sich der Sektor schnell erholt und auf die gewohnten Mengen hoch fährt"

Der zweite Lockdown in Deutschland fordert sein Tribut im Obst- und Gemüsehandel. Auch wer nicht direkt oder nur teilweise von der Gastronomieschließung betroffen ist bemerkt die Auswirkungen. Großhandelsbetriebe haben den wirtschaftlichen Vorteil der Systemrelevanz, auf der anderen Seite bleibt der Kontakt zu Menschen bestehen und Homeoffice ist oftmals keine Option. „Jetzt im zweiten Lockdown ist die Moral das Problem“, berichtet Peter Grundhöfer vom gleichnamigen Obst- und Gemüsehandel mit Sitz am Frankfurter Großmarkt. 

„Man merkt, dass es an die Substanz der Menschen geht. Es rückt immer näher – fast jeder ist unmittelbar vom Virus betroffen und niemand kann sicher sein, wie lange die Situation noch so weiter geht. Wir sehen Depression und Frust unter Mitarbeitern und der Händlergemeinschaft am Frischezentrum, das war im Frühjahr nicht so“, so Grundhöfer.


Am Stand von Grundhöfer drehte sich beim Besuch von FreshPlaza im Juni 2019 alles um die Frankfurter Grüne Soße. Es gab die "Grie Soß" mit Kartoffeln und Eiern - und außerdem noch Grüne-Soße-Bier zum Kosten. V.l.n.r.: Peter, Thomas und Inge Grundhöfer, mit Frischezentrum-Geschäftsführerin Silke Pfeffer.

Trotz allem sei die Grundhöfer GmbH hinsichtlich der Ausfälle noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen: „Wir mussten den Betrieb bisher nicht zurück fahren. Der Verlust der Gastronomie hat für einen Einbruch zwischen 10 und 20% gesorgt, die gestiegene Nachfrage aus dem LEH konnte jedoch einiges wett machen.“

Gerade kleinere Firmen, die sich speziell auf die Gastronomie fokussieren, leiden in diesen Monaten: „Jeder versucht sich über Wasser zu halten und glücklicherweise gab es am Frankfurter Frischezentrum bisher noch keine Insolvenzen.“ Die nächste große Hürde sieht er im nächsten Jahr, wenn das Kurzarbeitsgeld weg fällt: „Die Unternehmen können nur hoffen, dass sich der Sektor schnell erholt und auf die gewohnten Mengen hoch fährt. Es wird eine spannende Saison.“

Man müsse zusammenarbeiten um durch die Krise zu kommen: „Die Welt bleibt nicht stehen, es wird eine Zeit nach Corona geben, bis dahin müssen wir alle an einem Strang ziehen um möglichst gut durch die Krise zu kommen. Wir Händler können uns glücklich schätzen, dass uns der Großmarkt hier entgegen kommt und man gemeinsam an guten Lösungen arbeitet.“

Die Grundhöfer GmbH hat in diesem Jahr einige Investitionen getätigt um das Produktportfolio breiter aufzustellen und auch in Zukunft besser auf globale Krisensituationen wie diese vorbereitet zu sein. „Wir haben beispielsweise einen Conveniencebetrieb in Erlensee übernommen um diese Produktsparte besser bei uns zu integrieren. Zudem bauen wir seit diesem Jahr auch in Eigenregie Kräuter in Südafrika an.“

Als weitere Stärkung des Standortes Frankfurt übernimmt das Unternehmen außerdem den Import und Vertrieb von Exoten in ganz Deutschland. Eine Produktkategorie, die stark vom Coronavirus betroffen ist: „Weniger Gastronomie, Events und Feierlichkeiten haben für einen Umsatzeinbruch von 30% bei den Exoten gesorgt. Wir sind überzeugt, dass sich dieses Segment nach der Pandemie wieder gut erholt.“

Er sieht positiv in die Zukunft: „Die Übernahme des Unternehmens ist gesichert und mit unserer großen Plattform und zusätzlichem Serviceangebot in Frankfurt können wir unseren Kunden in Zukunft einen noch besseren Mehrwert bieten.“

Für weitere Informationen:
Peter Grundhöfer
GRUNDHÖFER GmbH
Johann-Georg-Fahr-Anlage 1
60437 Frankfurt
Tel: 069 - 40 50 08 - 0
p.grundhoefer@grundhoefer-frankfurt.de
grundhoefer-frankfurt.de/


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