Werner Castiglioni (Biosüdtirol) zur diesjährigen Bio-Apfelernte

"Wir werden dieses Jahr eine beträchtliche Mengensteigerung erzielen"

Die diesjährige Apfelernte im Anbaugebiet Südtirol ist nun in der zweiten Hälfte angelangt. Anfang August wurden die ersten Gala-Chargen abgeerntet, in den nächsten vier Wochen werden die letzten Spätsorten – etwa Pink Lady – pflückreif werden. Die ersten Prognosen für die Genossenschaft Biosüdtirol seien besonders positiv, bestätigt Geschäftsführer Werner Castiglioni auf Nachfrage.

In den letzten Jahren haben einige Bauern ihre Betriebe auf Bio umgestellt. 50 Bauern sind in diesem Jahr zu Biosüdtirol hinzugekommen, dadurch steigt die Biosüdtirol Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr von 650 auf ca. 800 ha. „Die Flächenerweiterung wird dementsprechend zu einer beträchtlichen Mengensteigerung führen. Wir erwarten unseren Gesamtertrag von 28.000 Tonnen im letzten Jahr auf 35 bis 36.000 Tonnen zu erhöhen. Im Gegensatz zur letztjährigen Saison – in der wir verhältnismäßig viel kleinkalibrige Ware hatten – sehen wir dieses Jahr eher eine schöne, marktgerechte Fruchtgröße“, so Castiglioni.


Bio-Erzeuger Josef Unterfrauner (l) & Werner Castiglioni am Südtiroler Gemeinschaftsstand während der diesjährigen BioFach in Nürnberg. 
Bild: FreshPlaza.de

Die erste neuerntige Ware der Saison stieß auf einen quasi leeren Markt ohne Restbestände und relativ wenig Nachschub aus Übersee. Aktuell sei die Vermarktungssituation recht stabil bei einer üppigen Versorgungslage und hohem Selbstversorgungsgrad. „Parallel zu den Erträgen aus dem europäischen Erwerbsobstbau gibt es bis Mitte Oktober traditionell viel Fallobst aus eigenen Hausgärten." Nichtsdestotrotz finde das Bio-Kernobst guten Anklang auf den Märkten. „Gerade in diesen Zeiten von Corona scheint sich das Gesundheitsbewusstsein beim Verbraucher zu verstärken, weswegen Bio-Obst noch mehr in den Vordergrund gerät.“


Zwei nachhaltige Verpackungsalternativen aus dem Hause Biosüdtirol: Kartonkisten und -Schalen sowie kompostierbare Beutel.

Stetige Weiterentwicklung des Sortenspektrums
Biosüdtirol fokussiert sich überwiegend auf die Belieferung ausländischer Märkte, ca. 90 Prozent der Erträge gehen letztendlich in den Export. Deutschland gehört seit jeher mit zu den bedeutendsten Absatzmärkten der Südtiroler Kernobstbranche. Castiglioni: „Unsere Gala-Äpfel sind auf dem deutschen Markt nach wie vor stark vertreten, auch Pink Lady hat sich in den letzten Jahren rasch etablieren können.“

Man arbeitet dennoch dauerhaft an neuen Sorten und Marktkonzepten. Zu den neuesten Sorteninnovationen der Genossenschaft gehören Natyra, Story Inored und Bonita. „Der Geschmack sowie die Lagerfähigkeit sind der Schlüssel zum letztendlichen Markterfolg. In den vergangenen Jahren haben wir uns zunehmend zur Aufgabe gemacht unser Sortenspektrum für die späte Vermarktung in den Sommermonaten auszubauen und somit einen nahtlosen Anschluss an die neue Ernte zu gewährleisten.“

Wachstumspotenzial sieht man besonders für die späte Vermarktung von Mai bis Juli, in den kommenden Jahren wird das Sortenspektrum mit schmackhaften Sorten für diesen Zeitraum erweitert. „Anfang des neuen Jahres werden wir erneut drei Neuzulassungen präsentieren“ enthüllt Castiglioni.

Kartonschalen & heimkompostierbare Beutel
Parallel zur Sortenauswahl arbeitet die Genossenschaft ebenfalls an einer zukunftsorientierten und wettbewerbsfähigen Verpackungsstrategie. „Die Kleinverpackungen für vier Äpfel aus 100 Prozent Karton – eine Kartonhülle schützt die Äpfel in der Kartonschale - haben sich mittlerweile im internationalen Handel etabliert und werden auch vom Verbraucher gut angenommen. Seit diesem Jahr bieten wir als Alternative auch heimkompostierbare Beutel in 500 Gramm und 1 Kg-Größen an. Diese sind in erster Linie für die Verpackung der kleineren Kaliber gedacht“, heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Biosüdtirol Genossenschaft / Cooperativa
Werner Castiglioni
Industriezone 11A
39011 Lana, Südtirol
T. +39 0473 550 200
werner.castiglioni@biosuedtirol.com
www.biosuedtirol.com   


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