"Mischen Possible", findet Peter Boley von Brocker Möhren

"Obst und Gemüse sind die Stars, die Verpackung ist die Bühne"

Die wohlbekannte Paprika-Ampel ist die vermutlich berühmteste Mischverpackung im deutschen Obst- und Gemüsesektor, aber bei weitem nicht die einzige. Welche Möglichkeiten zur Mischverpackung gibt es im deutschen Handel? Wie schlagen sich diese Mischprodukte? Und was können wir noch von unseren europäischen Nachbarn lernen?

Peter Boley von Brocker Möhren stellte das Thema den interessierten Teilnehmern beim Deutschen Obst und Gemüse Kongress am 22. September in Düsseldorf vor, und zeigt: Mischverpackungen sind viel mehr als Paprika-Ampeln.

„In der Obst- und Gemüseabteilung sind diese 3er-Verpackungen mit Paprikas seit den 1970ern Jahren ein fester Bestandteil. In den 90er-Jahren machten sie sogar mehr als 50% der verkauften Paprika aus“, erzählt Boley. „Heute liegt der Anteil nur noch bei 29% - Paprika wird öfter lose verkauft, und die Verbraucher bevorzugen die süße, rote Paprika (50% Marktanteil).“


© AMI

Heute gibt es Mischverpackungen in den verschiedensten Formen und – wortwörtlich – Farben. Mischverpackungen sollen auch unbekannte Produkte attraktiver machen und den Spontankauf anregen, zudem bringen sie einfacher und kleiner portioniert Vielfalt in den immer weiter wachsenden Anteil von Ein- und Zwei-Personen-Haushalten. „Farbmischungen, beispielsweise bei Paprika oder Möhren, lockern das Gesamtbild auf, schließlich isst das Auge mit. Ein anderer Aspekt sind Geschmacksrichtungen, wie bei Salatmischungen, die verschiedene geschmackliche Komponenten haben. Es gibt jedoch auch Mischungen für Dips, wie Guacamole, oder Cocktailmischungen, die die Zubereitung erleichtern sollen. Nicht zuletzt muss man die Kochboxen nennen, deren Reiz in fertigen, ausgefallenen und ansprechenden Kochideen liegt.“ Je nach Aufmachung wirken die Mischungen im Handel unterschiedlich, beispielsweise werden teilweise auch Produkte zum Selbst-Mischen ausgelegt.



Man kennt sie inzwischen: Die Snack-Artikel zum selbst mischen. Fotos: Peter Boley

Verpackung ist das Medium zur Kaufentscheidung
Ein besonders wichtiger Aspekt ist die Zusammenstellung und Verpackung: Obwohl die Verpackung streng genommen sekundär ist, sei sie „die Bühne der Stars“. „Die Verpackung leistet einen großen Beitrag zur Kaufentscheidung, da sie Emotion anregen kann oder den Verbraucher inspirieren. Die Rentabilität hängt aber noch sehr von der Integrierung in den Prozess beim Erzeuger ab. Beim selbstständigen Mischen im LEH spielt die Hygiene eine große Rolle.“


Verschiedene Mischverpackungen für Möhren aus dem Hause Brocker.



Zwei mögliche Präsentationen für lose, bunte Möhren am POS.

Mischen Possible?
Mischen ist possible, ist das Fazit von Peter Boley. Die Entwicklung verlaufe aber, vor allem in Bezug auf die Kochboxen, in Deutschland noch eher schleppend. „Es ist schwer einzuschätzen, wie sich der Markt der Mischverpackungen weiter verhält. Einerseits wecken Mischverpackungen ein Interesse beim Endverbraucher – auf der anderen Seite sind deutsche Verbraucher skeptischer und zurückhaltender in der Nachfrage im Vergleich zu unseren europäischen Nachbarn.“


Mahlzeitpakete einer niederländischen Supermarktkette.

Dort sehe man fertige Mischungen nicht nur beim Obst und Gemüse, sondern auch in anderen Bereichen: „Es werden einfach wesentlich mehr fertige und abgepackte Gerichte angeboten und finden Anklang. Der deutsche Verbraucher muss dieses Vertrauen zum Produkt wohl erst noch aufbauen.“

Hier geht es zur Fotoreportage vom DOGK 2020.

Hier geht es zur Präsentation von Peter Boley.

Für weitere Informationen:
Peter Boley
Brocker Möhren GmbH & Co. KG / Hans Brocker KG
Im Fließ 14
47877 Willich – Schiefbahn
Tel: 021 54 / 95 66 0
www.brocker-moehren.de


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