Vereinigte Hagel lanciert Farm Index Dürre

Dürrebedingte Millionenschäden bislang nicht versichert

Das Thema Dürre wird die VEREINIGTE HAGEL auch zukünftig weiter beschäftigen und ist im Jahr 2020 regional wieder sehr bedeutsam. Rund 340 Mio. Euro Dürrehilfe für existenzbedrohte Betriebe wurden 2018 einmalig von Bund und Ländern ausgezahlt. Dieser Betrag hat jedoch nur einem Teil der Betriebe einen Teil des Schadens ersetzen können. Zudem mussten die Betriebe ihre Bilanzen und Einkommens-verhältnisse so weit offenlegen, dass viele diese Hilfe gar nicht erst in Anspruch nehmen konn-ten oder wollten. Das Thema Dürre wird die VEREINIGTE HAGEL auch zukünftig weiter beschäftigen und ist im Jahr 2020 regional wieder sehr bedeutsam. Auch die VEREINIGTE HAGEL hat in diesem Jahr wieder Entschädigungen an versicherte Betriebe ausgezahlt.

Neben der klassischen Mehrgefahrenversicherung SecuFarm ist daher das Angebot zur Versicherung von Trockenschäden unter dem Namen Farm Index Dürre zusammengefasst und in enger Abstimmung mit der landwirtschaftlichen Praxis passgenau weiterentwickelt. Ab sofort werden zwei Modelle angeboten, aus denen die Betriebe auswählen können:

Farm Index Dürre E –hier zählt der Ertrag!
Diese Variante steht für eine Entschädigung, die so genau wie möglich dem tatsächlichen Schaden auf dem Feld entsprechen soll. Sie ist damit die einzige Dürreversicherung in Deutschland, die sich an Ertragskennzahlen orientiert. Dürre ist definiert über die nutzbare Feldkapazität und berücksichtigt damit bereits auch Niederschlagsdefizite aus dem Winter. Die Höhe der Entschädigung hängt neben weiteren Parametern von den durchschnittlichen Landkreiserträgen der versicherbaren Kulturen ab.

Farm Index Dürre N –hier zählt der Niederschlag!
Diese Variante steht für eine pauschale Entschädigung ohne Berücksichtigung weiterer Faktoren. Dürre wird ermittelt über ein so genanntes Niederschlagsraster des Deutschen Wetterdienstes. Als Standort für die Niederschlagsdaten kann der Landwirt seinen Betrieb oder jeden anderen Punkt auf oder in der Nähe seiner Flächen wählen. Ist in einem gleitenden Zeitraum von acht Wochen während der Vegetationszeit der vereinbarte Niederschlagswert auch nur einmal unterschritten, kommt es automatisch zur Auszahlung – unabhängig von Ertragsdaten.

Der versicherte Landwirt kann damit wählen, ob er eine Entschädigung möchte, die seinen konkreten Schaden so genau wie möglich abbildet und auch regionale Faktoren wie Bodenbeschaffenheit, einzelne Hitzetage oder ein bereits bestehendes Niederschlagsdefizit einbezieht oder ob er lieber eine Entschädigung möchte, deren Auszahlung allein von dem gefallenen Regen während der Vegetationszeit abhängt.

Die VEREINIGTE HAGEL ist der Auffassung, dass Landwirte selbst am besten wissen, welche Variante für ihren Betrieb und die individuellen Bedürfnisse die richtige ist. Eines ist sicher: Staatliche ad hoc-Hilfen wird es in Zukunft nicht mehr geben. Immer mehr Bundesländersetzen deshalb auch auf eine Förderung der Mehrgefahrenversicherungslösung –sowie wie mehr als zwei Drittel aller EU-Mitgliedsstaaten.

Quelle: VEREINIGTE HAGEL


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