Sascha Suler (BioTropic GmbH) zur Marktsituation bei den Bio-Bananen

"40-50% Absatzplus während des Lockdowns"

Nach einigen bewegten Monaten scheint sich der Obst- und Gemüsehandel wieder einigermaßen zu stabilisieren. So auch der Markt bei den Bio-Bananen, bestätigt Sascha Suler, Betriebsleiter der BioTropic GmbH. „Im März und April verzeichnete der Markt eine rasante Absatzsteigerung um 40-50 Prozent. In den darauffolgenden Monaten hat sich der Absatz wieder erholt, weswegen wir nun auf dem Niveau der Vor-Corona-Zeit liegen.“

Klimabedingte Qualitäts- und Mengeneinbuße
Die BioTropic GmbH mit Sitz in Duisburg bedient den LEH und Biofachhandel das ganze Jahr über mit hochwertigen Bio-Bananen aus Ecuador und der Dominikanischen Republik. Traditionell läuft die Vermarktung von Bananen im Sommer urlaubsbedingt in ruhigen Bahnen. „In anderen Jahren haben wir um diese Jahreszeit eine deutliche Überproduktion gespürt. Die Produktionsmenge bei den Bio-Bananen war einfach zu groß im Vergleich zum eher bescheidenen Bedarf.“

Dieses Jahr halten sich Angebot und Nachfrage hingegen etwa die Waage. „Aufgrund der schwierigen klimatischen Bedingungen in Südamerika – etwa Stürme und Hurrikane – war es eine Zeit lang etwas schwieriger den Qualitätsanforderungen gerecht zu werden. Dies hat zum Teil zu Mengeneinbußen geführt, weil ein Teil der Produktion für den Export ungeeignet war. Im Anbetracht der gewohnten Überproduktion im Sommer würde ich aber von einer gesunden Marktbereinigung sprechen.“


"Ich freue mich über die unermüdliche Arbeit der Produzenten und deren Angestellter in den Ursprungsländern. Sie haben eine unglaubliche Arbeit geleistet und trotz aller Schwierigkeiten und Gefahren die sichere Versorgung aller Produkte Aufrecht gehalten", so Sascha Suler (im Bild).

Harte Konkurrenz für Bio-Bananen
Obwohl Bananen nach den Äpfeln seit jeher die zweitbeliebteste Frucht des deutschen Konsumenten ist, habe die Konkurrenz im Obstregal laut Suler deutlich zugenommen. „Der Pro-Kopf-Konsum bei den Bananen läuft seit einigen Jahren zurück. Dies hängt aus meiner Sicht mit verschiedenen Markttrends zusammen. Erstens beobachten wir eine steigende Präsenz von genussreifen Fruchtexoten, wie Mangos, im Handel. Zweitens hat die Banane mittlerweile ihren Stellenwert als das billigste Obst schlechthin verloren. Während der Saison werden beispielsweise Nektarinen und Pfirsiche aus dem Mittelmeerraum zu sehr günstigen Preisen angeboten.“

Bananen weiterhin das bedeutendste Umsatzstandbein
Als einer der Hauptlieferanten des deutschen Bio-Handels legt die BioTropic GmbH eine stetige Investitionsbereitschaft an den Tag. „Wir denken nun intensiv über die Verwendung von Mehrwegkisten für unsere Bio-Bananen nach. Ein wichtiger Meilenstein für unser Unternehmen war die Inbetriebnahme unserer Reifekammern und Sortieranlagen für Bio-Mangos vor einigen Jahren. Diese Dienstleistung hat einen sehr guten Anklang bei unseren Abnehmern gefunden. Uns liegt aber vor allem am Herzen dass dem Endverbraucher nun genussreife, ready-2-eat Mangos zur Verfügung gestellt werden. Nicht umsonst haben wir unsere Produktionsmengen seit der Inbetriebnahme der neuen Kapazitäten im Jahr 2017 um 50 Prozent steigern können“, erläutert Suler.


Sortierlinie für Bio-Mangos / Bild: Freshplaza.de

Vermehrter Fokus auf Warenbeschaffung
Trotz der erfreulichen Wachstumsraten im Bereich der Bio-Exoten bleiben die Bio-Bananen immerhin das bedeutendste Umsatzstandbein des Duisburger Fruchtkonzerns. „Wir werden uns auch in den kommenden Jahren bemühen, unsere Aktivitäten in der Beschaffung der Bananen nach und nach auszubauen. Aktuell verfügen wir bereits über eigene Agraringenieure und Büros in der Dominikanischen Republik, Costa Rica und der Elfenbeinküste. Wir sind aber auch bestrebt unseren Eigenanbau von Bananen zu erweitern. Diese Strategie verfolgen wir übrigens auch bei den anderen Produkten im In- und Ausland.“

Weitere Informationen:
BioTropic GmbH
Sascha Suler
Betriebsleiter Deutschland
T +49 (0)203 51 87 62 01
F +49 (0)203 51 87 63 200
ssr@biotropic.com
www.biotropic.com
 


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