Fruchthof Detter setzt auf Kartoffelexport nach Osteuropa und Italien

"Übergrößen aus österreichischem Anbau für den Exportmarkt"

Der Kartoffelpreis für Übergrößen am österreichischen Inlandsmarkt erreichte vergangene Woche einen neuen Tiefpunkt. Für die großen Knollen wurde bis vor einigen Wochen noch 0,07 Euro/kg bezahlt, mittlerweile ist die Notierung auf 0,05 Euro/kg gefallen. Auch dem niederösterreichischen Erzeugerbetrieb Detter mache die katastrophale Preispolitik zu schaffen: Das Anbau- und Handelsunternehmen hat sich somit entschlossen, die diesjährigen Kartoffelmengen im Ausland anzubieten, berichtet Geschäftsführer Stefan Detter auf Nachfrage.

Derzeit werden auf dem 50 ha großen Areal des Fruchthofs Detter jede Menge Kartoffeln geerntet. Es werden folgende Sorten aus dem Eigenanbau angeboten: Ditta (ca. 400 Tonnen), Belmonda (ca. 150 Tonnen), Concordia, Jelly, Valdivia. „Wir haben unsere Kartoffeln aufgrund der guten Wetterbedinungen dieses Jahr früh anpflanzen können. Im April und Mai gab es dann aber zu wenig Regen, weswegen die Pflanzen nur einen geringen Ansatz gebildet haben. Anschließend kam dann sehr viel Niederschlag auf einmal, was zu einem hohen Anteil an Übergrößen geführt hat.

Stefan Detter bietet seine Kartoffeln in der Regel in drei verschiedenen Verpackungseinheiten an, nämlich lose in Big Bags oder Boxen sowie als Sackware in 10 oder 25 kg.“

Bislang hat sich der Fruchthof Detter vorwiegend auf die Belieferung des inländischen Lebensmitteleinzelhandels fokussiert. Im Bereich Kohlsprossen gilt der Anbaubetrieb bereits seit vielen Jahren als Hauptlieferant der österreichweiten Spar-Filialen. Auch weiteres Feldgemüse – etwa Porree, Sellerie und Bundzwiebeln - wird vorwiegend innerhalb der österreichischen Landesgrenzen zur Vermarktung angeboten. „Es gibt zwei Gründe warum wir derzeit überhaupt Export anstreben. Erstens bekommen wir aktuell viel zu wenig Geld für unsere Erzeugnisse."

Darüber hinaus sehe das Familienunternehmen wohl gute Absatzchancen für die Übergrößen im osteuropäischen Raum. „Zweitens haben wir erstaunlicherweise bemerkt, dass bei unseren rumänischen Mitarbeitern und Erntehelfern die größeren Kartoffeln besonders Anklang finden. Daher dachten wir, dass unsere großfallenden Kartoffeln gerade im rumänischen und bulgarischen Raum einen Absatzkanal finden könnten.“

Kombinierte Lieferungen
Doch auch im naheliegenden Ausland möchte man einen Teil der Kartoffelerträge anbieten. „Italien wäre ganz klar ein zusätzlicher Wunschabsatzmarkt für uns. Nicht nur weil das Land vor der Haustür liegt, sondern auch weil es preislich sehr interessant ist“, erläutert Detter. Des Weiteren käme es auch in Frage die Kartoffeln in Kombination mit weiterem Feldgemüse aus eigenem Freilandanbau anzubieten. „Neben den Kartoffeln haben wir auch noch selbstangebauten Lauch, für den es bestimmt auch Potential am ausländischen Markt gäbe. Wir haben für unsere Hauptprodukte den Mengelimit für Spar erreicht, möchten unseren Gemüseanbau trotzdem weiter ausbauen. Dies wäre nur möglich wenn wir ins Ausland exportieren können.“

Weitere Informationen:
Fruchthof Detter
Stefan Detter
Kremserstr. 96
3462 Absdorf
Telefon/Fax: 02278/2554
E-Mail: office@detter-fruchthof.at  
Web: www.detter-fruchthof.at    


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