Willem Kea, Greenfresh:

"Wir werden nur noch um Qualität konkurrieren, nicht mehr um den Preis"

Der niederländische Kräuterspezialist Greenfresh hat sich schon immer stark auf den Anbau in Ostafrika konzentriert. Kenia ist ihr wichtigstes Herkunftsland, ergänzt durch Tansania und Uganda. Die begrenzte Luftfrachtkapazität hat es in letzter Zeit nicht leicht gemacht. Das hat zu starken Preissteigerungen geführt. Dies war ein Wendepunkt für Willem Kea. „Wir haben uns entschieden, 200% für Premium-Qualität zu geben. Das Produkt muss außergewöhnlich sein, sonst fangen wir gar nicht erst damit an. Es macht uns nichts aus, für Qualität und Service zu kämpfen. Aber wir tun dies nicht mehr für den Preis.“

„Die kenianische Anbausaison ist derzeit regnerisch. Aber sie läuft glücklicherweise gut. Auf den Farmen müssen wir natürlich alle Abstandsmaßnahmen berücksichtigen. Das verursacht in einigen Bereichen ein wenig Druck. Auch die Luftfrachtkapazität aus Kenia ist noch sehr begrenzt. Das bedeutet, dass die Preise absurd gestiegen sind. Für den Frachttransport werden viele Chartas eingesetzt. Wir halten jedoch an den festen Linien fest.“

„Mit diesen arbeiten wir seit dem ersten Tag. Das sind alles Direktflüge nach Amsterdam. Das kommt der Qualität und Haltbarkeit der Kräuter deutlich zugute. Die Sendungen werden auch oft in Afrika belassen. So hören wir von unseren Blumen- und Bohnenkollegen. Glücklicherweise erhalten wir immer noch eine beträchtliche Menge unserer Waren. Es wird erwartet, dass die Frachtkapazität ab Ende nächsten Monats steigen wird“, sagt Willem.

Greenfresh hat sich auch immer mehr auf die Lieferung von Kräutern an das Gastgewerbe konzentriert als beispielsweise auf die Einzelhandelskanäle. „Die meisten unserer Kräuter landen auf den Tellern der Verbraucher. Dies geschieht entweder über Exporteure oder über die Kanäle des Gastgewerbes. Diese Kräuter gehen in die Benelux-Länder. Aber auch nach Osteuropa und Skandinavien sowie nach Übersee.“

„Koppeln Sie die Abriegelung mit der begrenzten Luftfracht. Das bedeutete, dass wir uns in einer schwierigen Position befanden“, räumt Willem ein. „Die Menschen haben es schwer und sitzen länger bei den Lieferanten, ebenso wie wiederum deren Lieferanten. Deshalb ist es wichtig, dass sie robuste Produkte erhalten. Glücklicherweise wurden die Maßnahmen nach und nach gelockert. Wir sehen, dass sich der Gastgewerbemarkt schneller als erwartet erholt. Vor allem vorverpackte Kräuter kommen wieder gut in Schwung.“

„Der Selbstkostenpreis des Produkts ist jedoch stark gestiegen. Das muss weitergegeben werden. Deshalb wollen wir nur die Crème-de-la-Crème liefern. Wir haben in den letzten Wochen viele Anmerkungen zu der Preiserhöhung erhalten. Aber ich habe niemanden sich über die gelieferten Waren beschweren hören. Wir erhalten dazu nur positive Reaktionen. Wir haben ein anständiges Volumen im Massenhandel erreicht. Aber wir gewinnen auch neue Kunden, die zu 100% der Qualität verpflichtet sind.“

„Auch die Nachfrage nach verpackten Kräutern ist in die Höhe geschnellt. Das Verpacken des Produkts wirkt sich positiv auf seine Haltbarkeit, Qualität, sein Aussehen und seinen Lagerbestand aus. Sie bietet einen Mehrwert für die Großhändler. Die von uns belieferten Exporteure exportieren auch nach Übersee. Ich will den europäischen Kräutern nicht negativ gegenüberstehen, aber afrikanische Kräuter sind robuster und besser lagerfähig. Deshalb werden unsere Partner dort bevorzugt.“ Seiner Meinung nach ist ein weiterer Trend, dass der Verkauf von Mischpackungen ein Bedürfnis befriedigt. „Viele unserer Kunden verkaufen direkt an die Verbraucher. Kleinpackungen mit, sagen wir, einem Salat oder einer Grillmischung schneiden immer sehr gut ab“, so Willem abschließend.



Mehr Informationen:
Willem Kea
Greenfresh
50B Vinkenweg
2231 NT, Rijnsburg, NL
Tel.: +31 (0) 714 010 806
Fax: +31 (0) 714 010 012
E-Mail: willemkea@greenfresh.nl   
Webseite: www.greenfresh.nl


Erscheinungsdatum:
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