Stefanie de Kok, Meerbuscher Kartoffelhof:

"Nahtloser Übergang von der Lagersaison in die Frühkartoffelkampagne"

Während auf der nördlichen Kartoffelsteppe bereits die ersten neuerntigen Kartoffeln gerodet werden, bietet man im Rheinland noch die letzten Restbestände der letztjährigen Ernte an. Doch bald werden auch die rheinischen Kühlhäuser leer sein, erwartet Stefanie de Kok (rechts im Bild), Geschäftsführerin des Meerbuscher Kartoffelhofs. Denn laut der aktuellen Prognosen wird der Anbaubetrieb bis Mitte Juni die ersten rheinischen Frühkartoffeln roden können. „Es gibt jetzt nur noch die letzten Restmengen. Wir rechnen also damit, dass wir nahtlos in die Frühkartoffelkampagne starten können.“

Kontinuierliche Bewässerung während der Saison
Bis vor einigen Wochen habe es recht viel Niederschlag gegeben, mittlerweile setzt dagegen die Trockenheit den Kartoffelbauern zu. „Auch wir müssen unsere Felder dauerhaft bewässern, nicht nur die Frühkartoffeln, sondern auch die späteren Sorten“, erklärt Frau de Kok. Somit wird die trockene Witterung das Wachstum der Knollen kaum verzögern. „Wir werden die neue Ernte mit den beiden Frühsorten Annabelle und Nandina anfangen, später wird dann die Sorte Belana hinzukommen. Darüber hinaus haben wir dieses Jahr auch eine neue Sorte im Testlauf, nämlich die Lipstick. Diese Kartoffel ist sowohl rotschalig als auch rotfleischig und wird voraussichtlich im Juli geerntet. Darauffolgend werden wir die Feinschmecker-Kartoffel an einige Gastronomen sowie regionale Edeka-Märkte ausliefern.“

Der Meerbuscher Kartoffelhof kultiviert insgesamt acht Kartoffelsorten auf 15 ha., u.a. die neue Sorte Lipstick (r). Ergänzend werden auch Zwiebeln angebaut. Vermarktet werden die Erzeugnisse direkt an den regionalen LEH oder über die Gastronomie.

Marktsituation scheint sich wieder zu stabilisieren
Generell sei die Marktsituation bei den Kartoffeln die letzten 2-3 Monate besonders spannend gewesen, bestätigt Frau de Kok. „Wegen der Hamsterkäufe am Anfang der Corona-Pandemie haben wir an manchen Tagen die vier- bis fünffache Menge wie üblich verkauft. Zwar war die Gastronomie durch die Schließung total weggebrochen, im LEH haben wir dagegen viel mehr als üblich verkaufen können. Somit verzeichneten wir unter dem Strich immer noch ein kleines Absatzplus.“ Mittlerweile habe sich der Markt wieder einigermaßen stabilisiert: Letzte Woche öffneten auch im Rheinland wieder die ersten Gastronomen deren Türen. „Nun bleibt abzuwarten wie sich diese Absatzsparte die nächste Zeit entwickelt.“


Frische Kartoffeln in umweltfreundlicher Papiertasche. Bild: Meerbuscher Kartoffelhof

Erfolgreiche Umstellung auf Papier
Der Meerbuscher Kartoffelhof entstand zum Jahreswechsel 2018/2019, nachdem Riccardo Bär und Stefanie de Kok den landwirtschaftlichen Betrieb übernahmen. 2019 folgte dann das erste vollständige Anbaujahr von der Aussaat bis zur Ernte. Ein wichtiges Markenzeichen des Unternehmens war vom Anfang an die nachhaltige Papierverpackung für die frischen Kartoffeln aus eigenem Anbau. „Wir sind komplett von Folien auf Papiertaschen mit Baumwolle umgestiegen. Am Anfang war man etwas zurückhaltend, mittlerweile wissen immer mehr Leute unsere Papierbeuteln zu schätzen“, heißt es schließlich.

Weitere Informationen:
Meerbuscher Kartoffelhof UG (haftungsbeschränkt)
Stefanie de Kok
Chlodwigstr.11
40668 Meerbusch
+49 2150 - 70 76 370 
info@meerbuscher-kartoffelhof.de  
www.meerbuscher-kartoffelhof.de    


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