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Prämien, Beratung, Bio-Quote für Kantinen:

Luxemburg: Aktionsplan Biolandwirtschaft liegt vor

Er hat auf sich warten lassen, nun liegt der nationale Aktionsplan zur Förderung der Biolandwirtschaft endlich vor. Das Dokument soll den Weg aufzeigen, wie der Biolandbau von heute fünf Prozent der Anbaufläche binnen der kommenden fünf Jahre auf 25 Prozent steigen soll. Die durchschnittliche Bio-Anbaufläche in der EU beträgt sieben Prozent. Spitzenreiter ist Österreich mit rund 24 Prozent.

Um zu diesen Gefilden aufzuschließen, sieht der „PAN-Bio 2025“ eine Reihe von Instrumenten vor. Ein wichtiges davon: die Prämien für die Umstellung auf Bio werden erhöht und sollen auch für bereits umgesattelte Betriebe attraktiv bleiben. Aus der Ausschusssitzung im Parlament, wo Landwirtschaftsminister Romain Schneider (LSAP) den Plan gestern vorstellte, hieß es, die Biolandwirtschaft solle künftig die vorteilhafteste Form der Bewirtschaftung sein.

Konkrete Pläne für subventionierte Kantinen
Wer Bio produziert, braucht auch Abnehmer. In diesem Punkt sieht der Aktionsplan vor, dass in staatlich subventionierten Kantinen in Schulen, Krankenhäusern oder Altersheimen künftig die Hälfte der Produkte von luxemburgischen Feldern, davon wiederum zwei Fünftel aus Bioanbau und drei Fünftel aus lokalem Anbau, stammen sollen. Priorität soll dabei Produkten von Betrieben eingeräumt werden, die sich in der Umstellung befinden. In zwei Jahren soll eine Bilanz gezogen werden. Erste Pilotprojekte sollen schon bald starten.

Laut Aktionsplan will die Regierung auch weiterverarbeitende Produktionsketten entwickeln. Zu diesem Zweck sollen allerdings zunächst Studien durchgeführt werden. Da es noch an manchen Daten fehlt, ist die Aufstellung einer Bestandsaufnahme der Biolandwirtschaft eine von vier Achsen des Aktionsplans.

Die Investitionen in die Biolandwirtschaft werden in den kommenden Jahren wachsen. Das Budget von heute zwei Millionen Euro soll bis 2025 auf 11,4 Millionen steigen. Ein Großteil der zusätzlichen Mittel soll in Form von Beihilfen ausgezahlt werden. Bis 2025 werden das laut Angaben des Parlaments neun Millionen Euro sein.

Die Verwaltung für technische Dienste der Landwirtschaft (ASTA) hat sich derweil intern neu aufgestellt, um eine eigenständige Abteilung für biologische Landwirtschaft zu bilden. Im Landwirtschaftsministerium gibt es derweil einen Ansprechpartner für Biolandwirtschaft. „Mit dieser Vorgehensweise wollen wir der biologischen Landwirtschaft ein Gesicht geben und einen ständigen Ansprechpartner etablieren.“

Das Beratungsangebot soll laut Aktionsplan ebenfalls grundlegend überarbeitet werden. So sollen Landwirte künftig während der gesamten Umstellungsphase auf eine multidisziplinäre Beratung zurückgreifen können.

Für den Landwirtschaftsminister unterscheidet sich der neue Aktionsplan von seinem Vorgänger durch seine holistische Herangehensweise und Vorhersehbarkeit. Das knapp 20-seitige, gestern vom Regierungsrat angenommene Strategiepapier soll ebenfalls angepasst werden können, soll es hierfür Bedarf geben.

In Luxemburg gibt es derzeit rund 148 Bio-Produzenten, das entspricht 6,5 Prozent der Agrarbetriebe. Im Detail sind das 88 Landwirte, 15 Gemüsegärtner, 15 Winzer, 11 Obstgärtner und 19 Imker. Hinzu kommen 164 weitere Akteure wie weiterverarbeitende Metzger oder Bäcker, Importeure oder Händler.

Weitere Informationen: agriculture.public.lu 


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