Falsche Etikettierung in Deutschland trägt zur Krise bei

Produkte in Almeria müssen aufgrund niedriger Preise weggeworfen werden

Am Mittwoch, den 8. Januar 2020, wurden in La Cañada, Almería, Auberginen und Tomaten weggeworfen. "Auberginen und Tomaten verlieren weiter an Wert. Die marokkanische Produktion macht uns zu schaffen", sagte der Präsident des Verbandes der unabhängigen Agrarproduzenten (UAI), Joaquín López, allen bekannt als Bernabé.

"Wir haben einen Anruf aus Deutschland erhalten - nach der Analyse der importierten Tomaten kamen sie zu dem Schluss, dass sie nicht spanischen Ursprungs sind. Die Vermarkter kaufen sie aus Marokko und etikettieren sie dann um. Sie wollen die Sachlage weiter untersuchen und im Falle des Betrugs Klage erheben. Die Europäische Union kann das nicht zulassen", sagte Bernabé.

"Die Beihilfe für die OPFH (Obst- und Gemüseerzeugerorganisationen) ist nur für die Erzeuger bestimmt, die Teil von Genossenschaften sind. Die Erzeuger, die nicht Mitglied einer Genossenschaft sind, bekommen keine Hilfe. Das hat zur Folge, dass die Beihilfe in Spanien nicht bei denen ankommt, die sie am meisten benötigen", so Joaquín López.

"Europa ist nicht an der Situation in Spanien interessiert. Es ist von einem Überangebot die Rede, da Europa aufgrund der Preise weniger verbraucht als sonst. Die Kosten steigen. Ein Kilo Paprika aus Almeria nach Deutschland zu verschiffen wird um 15 Cent teurer, weiter 5 Cent, sobald es Verkaufs- und Vertriebskanäle durchlaufen hat; daher macht es keinen Sinn, dass ein Kilo Paprika, für das der Erzeuger 30 Cent erhält, in den Supermärkten für 5 € pro Kilo verkauft wird", sagt Bernabé.

"Das Ergebnis ist, dass der Erzeuger mehr produziert, um die Kosten zu decken, und der Verbraucher aufgrund der hohen Preise weniger kauft. Der europäische Verbraucher kauft zwei Paprika - für den gezahlten Betrag könnte er eine ganze Packung kaufen. Wenn der Verbraucher mehr kauft, wird ein Überangebot verhindert.

Gegenwärtig besteht die UAI bereits aus tausenden von Erzeugern - wächst weiter. "Der Produzent muss bei der Vermarktung der Produkte mehr wie ein Unternehmer denken und darf das nicht den Händlern überlassen", so der Präsident der UAI.

Mehr Informationen: 
Joaquín López, President
Union of Independent Agricultural Producers
agricultoresindependientes


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