Niederbayern stellt Pilotprojekt vor

Gurkenwasser statt Streusalz

Millionen Liter flüssiges Streusalz bringen die Straßenmeistereien in Bayern Jahr für Jahr aus. Ein Teil davon kommt künftig aus der Gurkenproduktion. Verkehrsminister Reichhart hat das Projekt am Freitag in Gersthofen bei Augsburg vorgestellt.
Normalerweise stellen die Straßenmeistereien in Bayern das flüssige Streusalz für den Winterdienst selbst her. Dafür werden Tausalz und Wasser in Soleanlagen gemischt. 120 Millionen Liter kommen pro Saison zusammen. Davon sollen 10 Millionen in Zukunft von einem großen Gurken-Produzenten beigesteuert werden. Verkehrsminister Reichhart hat das Projekt am Freitag in der Autobahnmeisterei Gersthofen bei Augsburg vorgestellt.

Gurkenwasser-Sole wird rund um niederbayerisches Werk ausgebracht
Die Sole aus der Gurkenproduktion wird aber nicht auf Straßen in Schwaben verteilt, sondern in Niederbayern. In diesem Winter werden die Straßenmeistereien rund um Dingolfinger Werk des Gurken-Produzenten erstmals mit Salzwasser der Firma beliefert.

Staatsregierung will 700 Tonnen Streusalz einsparen
Dafür muss der Salzgehalt des Gurkenwassers auf 20 Prozent verdoppelt werden. Die Staatsregierung hofft, dass mit dieser Methode rund 700 Tonnen Streusalz pro Saison eingespart werden.

Dem Hersteller zufolge wird das Salzwasser aus der Gurkenproduktion normalerweise über eine Kläranlage entsorgt. Jetzt bereite man das Salzwasser auf, reinige es und stelle es dem Winterdienst als Sole zur Verfügung. Tests hätten ergeben, dass die Sole ohne Bedenken auf den Straßen verteilt werden kann.

Quelle: BR24


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