Sonntags einkaufen passt zum modernen Freizeitverhalten

Handel Schweiz plädiert für Liberalisierung des Sonntagsverkaufs

Der Dachverband des Handels bezieht Stellung zur aktuellen Diskussion über Pro und Contra im Sonntagsverkauf. Handel Schweiz plädiert dafür, dass die Läden am Sonntag offen haben können – als Option und nicht als Verpflichtung.

Kaspar Engeli, Direktor von Handel Schweiz, erklärt, warum das Verbot des Sonntagsverkaufs nicht mehr zeitgemäss ist: «Der Online-Handel funktioniert 24 Stunden sieben Tage lang. Auch unsere Freizeitgesellschaft läuft sieben Tage lang pro Woche. Bahnhof-Shops sind rappelvoll am Sonntag. Denn die Menschen nutzen ihre Freizeit. Sie reisen, konsumieren Kultur, gehen ins Kino, in Museen oder in den Zoo. Gewisse Läden im grenznahen Ausland haben für 24 Stunden oder auch am Sonntag geöffnet. Jetzt geht es darum, unter dem Stichwort Hochpreisinsel Schweiz, dem Einzelhandel die Chance zu geben, auch am Sonntag offen zu haben.»

Geschlossene Läden sind Affront gegenüber den TouristInnen
Handel Schweiz weist darauf hin, dass es in Städten mit Messen, Veranstaltungen oder einem hohen Tourismusaufkommen ein Affront den Gästen gegenüber sei, dass sie an geschlossenen Läden vorbeiflanieren müssen. Kaspar Engeli: «Das Verbot des Sonntagsverkaufs ist ein Anachronismus. In zahlreichen Branchen sind die Arbeitnehmenden bekanntlich am Sonntag tätig: Vom öffentlichen Verkehr und Sicherheitsdiensten über Freizeitbranchen bis zu Spitälern, Arztpraxen, Apotheken und Restaurants. Doch niemand wird in der Schweiz gezwungen, am Sonntag zu arbeiten.» 

Zürcher Ladenöffnungsgesetz erlaubt Verkauf rund um die Uhr an 6 Tagen
Wie schliesslich der Markt spielt, veranschaulicht das Gesetz zu den Ladenöffnungszeiten beispielsweise im Kanton Zürich. Es legt fest, dass von Montag bis Samstag rund um die Uhr die Läden offen sein dürfen – von einer Minute nach Mitternacht am Montagmorgen bis Samstag Mitternacht. Doch kein Laden ist morgens um 2 Uhr in der Zürcher Innenstadt geöffnet. Kaspar Engeli: «Wichtig ist: Es besteht die Möglichkeit, ohne administrativen Aufwand, auch nachts den Laden zu öffnen, wenn das Bedürfnis besteht, beispielsweise an der Street Parade. Bereits heute können die Läden im Flughafen oder an Autobahnen sonntags geöffnet haben. Warum dürfen die Läden in der Innenstadt nicht selber entscheiden, ob sie das wünschen? Dann ist es ihre Sache, das Angebot zu definieren und mit ihren Mitarbeitenden Lösungen zu finden. Es ist aber nicht am Staat, sich hier einzumischen.»

Handel Schweiz ist der Dachverband des Handels, dem 33 Branchenverbände mit insgesamt 3’700 Unternehmen angehören. Handel Schweiz vertritt eine liberale Politik und setzt sich für eine starke Schweiz ein. Der Handel ist mit 680'000 Mitarbeitenden der wichtigste private Arbeitgeber der Schweiz. Im Handel werden über 38’000 Lehrstellen angeboten, mehr bildet keine Branche aus.

Kontakt:
Handel-Schweiz
Kaspar Engeli, Direktor, Tel. 061 228 90 33
Andreas Steffes, Sekretär Tel. 061 228 90 32


Erscheinungsdatum:



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