Mehr Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Port Elizabeth Krans, während die Minister die Hafenbehörde unter Druck setzen

Südafrikas Hafenkrise: Anlegeverzögerungen, Mangel an Containern und Spediteuren

Das Hafenpersonal ist vorsichtig optimistisch, dass die Situation am Ngqura Hafenterminal (NPT) sich verbessert, aber es wird mindestens zwei Wochen dauern, bis wieder alles nach Plan läuft. Personalmangel und niedrige Produktivität an allen Containerterminals des Landes bedeuten, dass die Transnet Port Terminals (TPT) rund um die Uhr arbeiten müssen, um die Situation zu stabilisieren und eine massive Anhäufung von Schiffen zu umgehen, die keine Anlegeplätze bekommen können.

TPT hat über das Wochenende ein Verbot gegen 11 Mitarbeiter erhalten, die der ‚böswilligen Funkstörung‘ bezichtigt werden. Berichten zufolge steigen die durchschnittlichen Bruttokranbewegungen pro Stunde wieder auf um die 20, nach weniger als 10 in der letzten Woche.

Foto: Transnet Port Terminals

„Die größte Herausforderung aus Sicht der Spediteure ist die Verzögerung beim Anlegen, was bedeutet, dass die Container, die für ein spezifisches Schiff gepackt werden müssen, sich verzögern, und genauso verzögert sich für Importeure (wie im Fall von Volkswagen South Africa) die Inventur“, bemerkt Mitchell Brooke, Logistikentwicklungsleiter bei der Citrus Growers‘ Association. „Wir sehen Anlegeverzögerungen beim Ngqura Container Terminal von bis zu sieben Tagen und die Schiffarbeitstage liegen bei vier Tagen, wenn es normalerweise 48 Stunden sein sollten.“

PE wird keinen zweiten, einsatzbereiten Kran bis Ende des Monats haben
Die Hoffnung, dass Port Elizabeths zweiter Kran mittlerweile betriebsbereit sein könnte, was den SAECS-Schiffen erlauben würde, zu dem PE Container Terminal zurückzukehren, wurden zerschlagen, als man feststellte, dass die Software re-installiert werden muss und jetzt wird nur erwartet, dass er die Belastung am Port Elizabeth Harbour Ende Juli verringert.

Ein Antrag auf Unterstützung für die Software-Modernisierung wird der Schatzkammer gestellt werden. Der private Sektor hat seine Dienste angeboten, um Transnet bei der Beschleunigung des Förderantrags zu helfen.

Der eine Lichtblick, laut einem Port Elizabeth Beamten, ist, dass die Plug-In-Punkte sortiert und die Rückstände beseitigt wurden, aber es ist immer noch nur ein Tag Verzögerung pro Schiff am Ngqura Container Terminal erlaubt.

Die Konsequenzen des Lastwagentransports von Ostkap-Zitrusfrüchten nach Kapstadt und Durban
Währenddessen, weil große Volumina an Ostkap-Zitrusfrüchten nach Kapstadt oder Durban geliefert werden (was circa R5 oder 0,3 Euro pro Karton mehr kostet), entwickelt sich ein Mangel an Containern am Kapstadt-Hafen sowie bei den Spediteuren.

In Kapstadt merkt ein Kühlhausmanager an, dass ihre Planmöglichkeiten, um den Fluss an Obst in Bewegung zu halten, ausgeschöpft sind. Sie sehen viel größere Volumina an Ostkap-Zitrusfrüchten als normalerweise und ihre Kühlhäuser laufen über, aber die Eröffnung von zwei neuen Kühlhäusern kam gerade noch rechtzeitig, um den Druck in Kapstadt zu entlasten.

Die Beladung der Palletten in den Vorstufen-Kühlhäusern werden durch einen Containermangel erschwert und sie wenden sich an diverse Reedereien, damit genügend Kühlcontainer aus dem Depot geliefert werden.

Weil die Spediteure gezwungen werden, lange Routen zwischen Port Elizabeth und Kapstadt im Westen und Durban im Osten zurückzulegen, werden ihre Umschlagzeiten viel länger und laut einem Exporteur entwickelt sich „ein massiver Mangel an Spediteuren“.

Die Angelegenheit hat die oberste Ebene der Regierung erreicht. Letzte Woche sagte der Minister für öffentliche Unternehmen, Pravin Gordhan, dass er den Transnet-Vorstand ersucht habe, sich um die Situation zu kümmern, die den Zitrus- und Automobilhandel negativ beeinflusst.

Die Zitrusindustrie hat den Minister für Handel und Industrie, Ebrahim Patel, aufgerufen, im Namen der Industrie zu intervenieren und wird sich nächste Woche mit ihm treffen.


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