"Obst und Gemüse senken das Risiko einer klinischen Depression"

Die Erhöhung der Menge an Obst und Gemüse, die von Menschen gegessen wird, senkt das Risiko einer klinischen Depression, wie neue Forschungen ergeben haben. Die Studie ergab, dass der Verzehr von beispielsweise vier zusätzlichen Portionen Obst und Gemüse pro Tag die psychische Gesundheit der Menschen so stark verbessern kann, dass sie die Hälfte der negativen psychologischen Auswirkungen einer Scheidung und ein Viertel der psychologischen Schäden durch Arbeitslosigkeit ausgleichen kann.

Andere Studien haben die subjektiven Antworten der Menschen auf Umfragen genutzt, um einen Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Obst und Gemüse und einem verbesserten Wohlbefinden zu entdecken.

Aber dies ist eine von nur wenigen Studien, die objektive Hinweise auf den Zusammenhang zwischen Obst und Gemüse und psychologischer Gesundheit gefunden hat.

Redzo Mujcic, von der Warwick Business School, Autor der Arbeit zusammen mit Andrew Oswald von der University of Warwick, sagte: „Das ist ein interessanter Befund und spricht für einen empirischen Zusammenhang zwischen Obst und Gemüse und verbessertem psychischen Wohlbefinden.“

„Der Effekt ist auch nicht gering. Wenn die Menschen täglich etwa sieben oder acht Portionen Obst und Gemüse essen, ist die Steigerung des psychischen Wohlbefindens Steigerung des psychischen Wohlbefindens so stark wie die Scheidung, die die Menschen in die andere Richtung treibt, in einen depressiven Zustand.“

„Wir fanden heraus, dass die Arbeitslosigkeit einen sehr schlechten und signifikanten Einfluss auf die psychische Gesundheit der Menschen hatte und das Risiko von Depressionen und Ängsten stark erhöhte. Aber sieben oder acht Portionen Obst und Gemüse pro Tag zu essen, kann das um die Hälfte reduzieren.“

„Und die Wirkung ist viel schneller als die körperliche Verbesserung, die man durch eine gesunde Ernährung sieht. Die mentalen Gewinne treten innerhalb von 24 Monaten ein, während die physischen Gewinne erst im Alter von 60 Jahren eintreten. Dies ist ein wichtiges vorläufiges Ergebnis, da Regierungen und Gesundheitspolitiker sich derzeit mehr für die Bestimmungsfaktoren psychischer Erkrankungen wie klinische Depressionen und hohe Angstzustände interessieren als für die subjektive Beurteilung des Wohlbefindens durch die Menschen, wie sie in früheren Untersuchungen verwendet wurden.

Dr. Mujcic und Professor Oswald verwendeten Daten aus der Income and Labour Dynamics in Australia (HILDA) Umfrage, die seit 2001 jährlich durchgeführt wird.

Darin werden die Befragten gefragt, ob bei ihnen Depressionen oder Angstzustände diagnostiziert wurden, zusammen mit mehreren Fragen zu ihrer Ernährung und ihrem Lebensstil. Die Studie verwendete eine repräsentative Stichprobe von 7.108 Befragten, die antworteten, dass 2007 keine Depressionen oder Ängste diagnostiziert worden waren, um zu sehen, ob ihre Ernährung ihre Wahrscheinlichkeit einer Depression zwei Jahre später vorhersagen konnte.

Die Ergebnisse zeigten eine umgekehrte Beziehung zwischen Obst und Gemüse und zukünftigen Depressionen oder Ängsten – das heißt je mehr Obst und Gemüse die Menschen aßen, desto unwahrscheinlicher war es, dass sie in späteren Perioden mit einer psychischen Erkrankung diagnostiziert wurden.

„Wenn die Menschen ihre tägliche Zufuhr von Obst und Gemüse von Null auf acht erhöhen, sind sie 3,2 Prozentpunkte weniger anfällig für Depressionen oder Ängste in den nächsten zwei Jahren“, sagte Dr. Mujcic. „Das mag absolut gesehen nicht viel klingen, aber die Wirkung ist vergleichbar mit Teilen von großen Lebensereignissen, wie z.B. arbeitslos oder geschieden werden.“

„Wir haben auf umgekehrte Ursachen getestet – d.h. ob es sein könnte, dass Depressionen oder Ängste dazu führen, dass Menschen weniger Obst und Gemüse essen – aber wir haben keinen starken statistischen Beweis dafür gefunden. Der nächste natürliche Schritt ist jedoch eine randomisierte kontrollierte Studie, um den kausalen Zusammenhang zwischen Ernährung und psychischem Wohlbefinden in der Gesellschaft zu untersuchen.“

Für eine Kopie der Arbeit „Reduziert der Verzehr von Obst und Gemüse auch das Längsrisiko von Depressionen und Angstzuständen? Ein Kommentar zu ‚Lettuce be happy‘“ schreiben Sie eine E-Mail an Ashley Potter.

Mehr Informationen:
Ashley Potter
University of Warwick
Tel.: +44 (0)24 765 73967
Mobil: +44 (0)7733 013264
Email: Ashley.potter@wbs.ac.uk 


Erscheinungsdatum:



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