Marktbericht Österreich KW 20 / 2019:

'Frühkartoffelimporte knapp und teuer, Start der Winterzwiebelernte verschoben'

Die Vermarktung der österreichischen Speisekartoffelernte 2018 ist mittlerweile abgeschlossen. Vereinzelt gibt es noch Restbestände, diese sind mengenmäßig schon sehr überschaubar. Der LEH versucht nun die Versorgungslücke bis zum Start der heurigen Saison mit Importware zu überbrücken. Dies ist aber angesichts der knappen Versorgungssituation in ganz Mitteleuropa kein Spaziergang. Einerseits wird versucht, auf alterntige Ware aus Frankreich zurückzugreifen. Dort geht die Lagerkartoffelsaison aber heuer aufgrund der starken europäischen Nachfrage ebenfalls frühzeitig zu Ende.

Ebenfalls so gut wie ausverkauft sind die ägyptischen und israelischen Frühkartoffeln. Mittlerweile gäbe es auch schon spanische Frühkartoffel. Hier gibt es aber derzeit noch Vorbehalte bezüglich der Lagerfähigkeit. Auch die verlangten Preise mit bis zu 80,- €/100 kg liegen bei vielen Händlern noch über deren Schmerzgrenze. Die gesamte Branche sehnt daher den Start der heimischen Frühkartoffelsaison herbei. Das nasse und kalte Wetter verzögert das Wachstum der neuen Ernte zuletzt etwas. Voraussichtlich sind die ersten Heurigen für den LEH nun Ende der kommenden Woche zu erwarten.

Mehr Zwiebelanbau 2019

Durch den Kälteeinbruch der letzten Tage hat sich der Start der Winterzwiebelernte in Österreich nach hinten verschoben. Damit wird es noch weniger Anbietern möglich sein, den Anschluss an die neue Saison mit heimischer Ware zu schaffen. Für die Restmengen an Zwiebel wird erneut mehr bezahlt, geputzt und sortiert in der Kiste je nach Qualität und Größe nun zumeist zwischen 66,- und 70,- €/100 kg. Einschätzungen zur Entwicklung des niederösterreichischen Zwiebelanbaus 2019 auf Basis von Saatgutverkäufen lassen nach der guten Vermarktungssaison eine Flächenausdehnung von 5 bis 7 Prozent erwarten, dabei hält der Trend zur Bioproduktion auch heuer an.

Trend zu Bio-Karotten
Die Vermarktung von Karotten in Niederösterreich läuft stetig und auf unverändertem Preisniveau weiter. Nachdem 2018 nachgebaute Flächen zu einer leichten Ausdehnung der Karottenfläche geführt hatten, wird ausgehend von den Saatgutverkäufen 2019 eine stabile Anbauentwicklung erwartet. Der Trend zu verstärkter biologischer Produktion besteht weiter.

Quelle: LKÖ


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