ABN AMRO Bericht

Kosten für Bio-Blumenkohl viel niedriger als für konventionellen

Neben der Tatsache, dass konventioneller Blumenkohl durch seinen Preis einen schlechten Einfluss auf die Umwelt hat, hat man nun herausgefunden, dass die Kosten für den Anbau von Bio-Blumenkohl sogar niedriger sind. Das besagt eine Studie von ABN AMROs True Cost Accounting. Neun von zehn Niederländern denken, dass sie in den kommenden fünf Jahren mehr für Lebensmittel ausgeben müssen, um die Umwelt zu schützen. Nur eine Minderheit von 37% der Verbraucher glaubt jedoch fest daran. Allerdings sind 50% der Leute bereit dazu, für nachhaltig angebautes Obst und Gemüse etwas mehr zu zahlen.

ABN AMRO hat PanelWizard dazu beauftragt, eine Studie mit 2.065 Kunden durchzuführen. Zurzeit sind in den Preis, den Verbraucher für Lebensmittel zahlen, die "sozialen Kosten" noch nicht mit eingerechnet. Verbraucher, Produzenten und Supermärkte sind sich dieser versteckten Kosten nicht bewusst. Diese Kosten umfassen Faktoren wie den CO2 Ausstoß und die schwindende Biodiversität auf den Agrarkulturfeldern.

Immer mehr wird man sich über die Auswirkungen der Lebensmittelproduktion auf die Umwelt bewusst und kommt zu dem Schluss, dass diese reduziert werden müssen. Daher steigt auch das Interesse an True Cost Accounting (TCA), so heißt es im neusten Bericht von ABN AMRO. TCA untersucht sowohl die positiven als auch negativen Einflüsse eines Unternehmens auf die Umwelt. Indem diese als feststehende Zahlen veranschaulicht werden, wird schnell klar, welche Produkte die meiste Verschmutzung verursachen.

Die Verbraucher zahlen lieber etwas mehr, um so die Nachhaltigkeit in der Angebotskette zu sichern. ABN AMRO denkt, dass die Rolle von TCA in den kommenden fünf Jahren noch wichtiger werden wird. "TCA befindet sich noch immer im Entwicklungsstadium. Allerdings sehen wir es als einen guten Weg, um die negativen und positiven sozialen Auswirkungen eines Produkts bestimmen zu können. Die Produkte können dann miteinander verglichen werden. Produkte, die die Umwelt mehr verschmutzen, werden dann automatisch teurer und somit weniger attraktiv. Die höheren Kosten wirken sich dann auch direkt auf die Preise im Supermarkt aus. Er kann auch wie eine Art "Schattenpreis" gesehen werden, auf dessen Grundlage die Bauern, Verarbeiter und Supermärkte diskutieren können. Durch diese Diskussionen können dann konkrete Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit entwickelt werden", sagt Rob Morren, Bereichsbanker für Lebensmittel bei ABN AMRO.

"TCA bietet allen Parteien die Möglichkeit, wohl überlegt und bewusst zu produzieren und einzukaufen. Die Verbraucher wollen aber nicht mehr für nicht nachhaltige Produkte zahlen. Wenn sie schon mehr zahlen, so wollen sie auch sicher sein, dass das Geld der Nachhaltigkeit zu Gute kommt. Das Geld soll auf keinen Fall in höhere Gewinnmargen fließen."

Quelle: ABN AMRO


Erscheinungsdatum:



Erhalten Sie den täglichen Newsletter in Ihrer E-Mail kostenlos | Klick hier


Weitere Nachrichten in dieser Branche:


© FreshPlaza.de 2019

Melden Sie sich für unseren täglichen Newsletter an um immer auf dem neusten Stand zu bleiben!

Anmelden Ich bin bereits angemeldet