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Finnische Regierung untersucht Maßnahmen zur Förderung des Obst- und Gemüsekonsums

Die Selbstmordsteuer wurde Anfang des Jahres abgeschafft und neue Steuerentscheidungen sollen die Finnen in die richtige Richtung führen, wenn es um Essgewohnheiten geht. Eine Alternative besteht darin, die Besteuerung von ungesunden Lebensmitteln zu verschärfen, während sie für gesunde Lebensmittel entlastet werden. Eine andere Möglichkeit wäre Warnungen auf ungesunde Produkte abzubilden.

"Die Mehrwertsteuer könnte für gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse auf Null gesenkt werden", sagt Sebastian Hielm, Direktor für Lebensmittelsicherheit beim Ministerium für Land- und Forstwirtschaft.

Zu diesem Zeitpunkt möchte er nicht näher darauf eingehen, für welche Produkte die Steuererhöhungen gelten würden, aber es könnte sich beispielsweise um Limonaden, Chips und Süßwaren handeln.

Diese Reform könnte jedoch politisch unbequem werden. Die Steuererhöhungen würden wahrscheinlich Menschen mit niedrigem Einkommen treffen, die oft keine andere Alternative haben, als billige und daher oft ungesunde Nahrung zu sich zu nehmen.

"Gleichzeitig würde es eine Steuererleichterung für die Reichen geben, die ins Fitnessstudio gehen und Avocados essen. Aber es geht darum, das richtige Gleichgewicht zu finden", sagte er.

Warntexte in Peru und Chile
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Warntexten oder Tags auf ungesunde Produkte zu drucken. Peru und Chile haben vor kurzem Warnungen eingeführt und Kanada wird bald nachziehen. Finnland wartet auf weitere Informationen darüber, wie gut die Warntexte funktionieren. "Es kann vorkommen, dass das eine effektivere Methode ist als höhere Preise", sagte Hielm.

Die Studie wird nächstes Jahr mit mehreren Ministerien beginnen, die an dem Projekt teilnehmen. Nach Einschätzung von Hielm wird es zwei bis drei Jahre dauern, bis die Gesetzesänderungen in Kraft treten können.

Die Industrie ist dagegen
Die Lebensmittelindustrie ist der Ansicht, dass Verbrauchergewohnheiten vorzugsweise anders geregelt werden sollten als durch neue Gesetze. Es besteht die Sorge, dass neue Vorschriften negative Auswirkungen auf den Wettbewerb haben können. Darüber hinaus ist eine Verbrauchsteuer auf Zuckerzusatz schwer durchzusetzen. Dies wurde bereits 2013 von der Arbeitsgruppe zur Untersuchung der Zuckerbesteuerung festgestellt, sagt Heli Tammivuori, Direktor der Food Industry Association.

In diesem Fall ist es besser, Änderungen an der Mehrwertsteuer vorzunehmen. Aber die Unterscheidung zwischen gesunden und ungesunden Lebensmitteln ist nicht immer einfach.

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