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Laut Peter Dijk (Agrico) ist extra Aufklärung der Konsumenten nicht nötig

"Doppelte Erträge durch resistente Kartoffeln"

"Wir wollen innerhalb von drei Jahren mindestens die Hälfte unserer Anbauflächen mit resistenten Kartoffeln abgedeckt haben", sagt Peter Dijk im Namen von Agrico. Der Betrieb, der in Emmeloord in den Niederlanden, gefestigt ist, baut zur Zeit auf insgesamt 500 Hektar biologische Kartoffeln für den Verzehr an. "Die Fläche, auf der Kartoffelsorten stehen, die resistent sind gegen die Kartoffelkrankheit Phytophthora, wird immer grösser." Vom Ertrag her sind sie bei Agrico sehr zufrieden mit diesen Sorten: "Wenn der Schimmel zu Beginn der Saison auftaucht, besteht kein grosser Unterschied, ob resistente oder nicht resistente Sorten auf den Äckern stehen. Wenn der Schimmel sich erst später in der Saison vor tut, sind die Resultate der resistenten Sorten bis jetzt sehr gut. Mit resistenten Sorten erzielen wir manchmal sogar doppelt so grosse Erträge." 


Peter Dijk und Marnix Wilms im Geschäftsgebäude in Emmeloord.

Er sagt, dass er auf ein gutes Jahr für Kartoffeln zurückblicken kann. "Der Spätsommer war zwar ziemlich nass aber die biologischen Kartoffeln waren rechtzeitig aus der Erde. Auf 30% von unserem gesamten Bio-Areal standen in diesem Jahr resistente Sorten und vom Ertrag her, sind sie hervorragend." Nach Ansicht von Peter, spielt die Preisbildung für die Zukunft der resistenten Bio-Kartoffel, eine wesentliche Rolle. "Wir müssen für die resistenten Bio-Kartoffeln ein akzeptables Preisniveau erzielen. Dafür ist ein höherer Ertrag notwendig. Es gibt die resistenten Sorten, nun müssen die Erzeuger noch davon profitieren können. An der Qualität soll es jedenfalls nicht liegen." 

Agrico investiert schon seit 30 Jahren in die Entwicklung phytophthoraresistenter Kartoffelsorten. "Hierfür ist eine gute Ausdauer erforderlich. Es dauert 15 Jahre, bis eine Sorte kommerzialisiert ist. Am schwersten ist es, dass man erst in der Praxis feststellen kann, ob es wirklich funktioniert. Carolus ist zur Zeit am erfolgreichsten. Das auffallende 'Auge' ist inzwischen fast überall akzeptiert. Alouette läuft auch ganz gut, auch wenn die Sorte mit der roten Schale, noch einiger verkaufsfördernder Massnahmen bedarf."
 

Die Carolus.

Was Peter betrifft, ist es nicht nötig, die Konsumenten extra über die resistenten Sorten aufzuklären. "Man muss die Kunden nicht zu sehr mit Details und extra Information langweilen." Denkt er, dass es möglich ist, dass letztendlich nur noch resistente Bio-Kartoffeln in den Supermarktregalen zu finden sind? "Das ist ganz gewiss möglich. Und was noch besser ist: in einigen Segmenten ist das schon erfolgreich umgesetzt. Im grössten Supermarkt der Niederlande liegt regelmässig nur noch Carolus in den Regalen. Das Wichtigste ist, dass es ganz einfach stimmen muss, sowohl für den Bauern als auch für den Konsumenten. Die Kartoffel muss gut schmecken und gut aussehen. Ich denke nicht, dass es ein Problem ist, die Supermarktregale zu erreichen." Seiner Einschätzung nach ist er nächste Schritt, der ins Ausland, schwieriger. "Die Vorschriften im Bezug auf das Kaufverhalten, den Anhang usw. ist pro Land unterschiedlich. Es würde den Handel mit dem Ausland sehr viel einfacher machen, wenn die Spielregeln überall gleich sein würden." 

Wachstum innerhalb der eigenen Gruppe


Die Zahl der Betriebe die umsteigen, hat sich seit 2016 mehr als verdoppelt. Bei Agrico merkt man, nach Auskunft von Peter, davon wenig. Viele Betriebe stellen aus wirtschaftlichen Gründen um. Bei uns gilt, dass Züchter und Ackerbauern sich erst für anderer Produkte entscheiden. Der Kartoffelanbau ist relativ risikovoll. Etwas, auf das resistente Sorten auch einen positiven Einfluss haben." Peter sagt, dass Agrico wohl innerhalb der eigenen Erzeugergruppe wächst. "Durch die resistenten Sorten erzielen wir höhere Erträge. Damit erzeugen wir mehr Volumen auf geringeren Flächen. Bleibt natürlich die Frage, ob wir das Produkt auch absetzen können. Der Markt muss den Raum dafür hergeben und dann werden wir sehen, ob wir weiter wachsen können."



Vereinbarung

Im August diesen Jahres wurde von verschiedenen Parteien des Sektors die Vereinbarung 'Beschleunigter Übergang zu widerstandsfähigen Kartoffelsorten' unterschrieben. Hiermit schliesst sich der Sektor gegen die verwüstende Kartoffelkrankheit Phytophthora zusammen. Agrico ist eine, der unterschreibenden Parteien. "Das ist ein wichtiger Schritt und dadurch bekommen die resistenten Sorten positive Aufmerksamkeit. Ich frage mich wohl, was des Weiteren passiert. Ich hoffe, dass die verarbeitenden Betriebe in Zukunft auch zu dieser Vereinbarung stehen. Bisher besteht diese Aufmerksamkeit noch nicht. Ich bin gespannt, wie es sich entwickeln wird. Im Hinblick auf die Zukunft ist noch viel mehr Volumen an Kartoffeln für Chips- und Pommes Frites nötig. Das muss sich tatsächlich noch weiter entwickeln. Mit den Sorten, die wir haben und mit denen, die noch in der Pipeline sind, habe ich vollstes Vertrauen, dass es gelingen wird."

Für mehr Informationen:
Peter Dijk
Agrico
Duit 15
8305 BB Emmeloord
Niederlande
T: +31 (0) 527-693515
p.dijk@agrico.nl
www.agrico.nl

Erscheinungsdatum:



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