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Vor allem die Konsumenten zeigten Interesse an der lebhaften Nacht der offenen Tür

Händler des Mabru wünschen sich Veränderungen

Von Freitag auf Samstagnacht hat der Mabru in Brüssel eine Nacht der offenen Tür gehalten. Von Mitternacht bis morgens sieben Uhr konnten die Interessierten den Brüsseler Frühmarkt besuchen. Das Thema dieser Nacht der offenen Tür waren die portugiesischen Produkte. Der Direktor des Mabru, Laurent Nys, erzählt, dass es dieses Jahr mehr Besucher gibt als im Jahr 2015. "Alle 1600 Parkplätze auf dem Gelände sind besetzt", sagt der Direktor zu Mitternacht. "Die Leute parken auf dem Gelände neben dem Frühmarkt. Wir erwarten zwischen 4.000 und 5.000 Leute."


Der Direktor des Mabru, Laurent Nys.


Das Thema des Frühmarktes war Portugal. Das Publikum konnte verschiedene portugiesischen Produkte kosten.


Im Namen Portugals stand Carlos Coelho auf dem Mabru. Carlos erzählte, dass seine Äpfel sich wegen der heißen Tage und kalten Nächte unterscheiden. Dadurch haben die Äpfel seiner Meinung nach eine härtere Strukur, aber einen süßeren Geschmack.

Ludger Nollet des gleichnamigen Betriebes bestätigt es. "Es gibt mehr Besucher als das letzte Mal", erzählt Nollet. "Bekannte schauen vorbei, weil sie neugierig sind wie es hier aussieht. Sonst hat man nicht die Gelegenheit." Laut Ludger ist es der sozialen Medien zu verdanken, dass jetzt mehr los ist als voriges Mal. "Auf Facebook habe ich viele Nachrichten gelesen", sagt er. "Dort hat man vieles geteilt und Bilder des Marktes gezeigt. Das hat bestimmt geholfen."


Ludger Nollet von Nollet mit belgischen Äpfeln.


Der Stand von Nollet auf dem Frühmarkt.

Konsumenten
Insgesamt stehen 140 Händler auf dem Frühmarkt. Neben Obst und Gemüse werden dort auch Fisch und Blumen verkauft. Es ist lebhaft, das bemerkt auch Stefan Bosmans von Michel Fruit. "Es ist eine tolle Initiative", sagt der Unternehmer. "Vor allemh Konsumenten besuchen uns, den Händlern ist der Markt natürlich schon bekannt. Die Leute lernen hier über Gemüse und Obst."


Die Erdbeere ist das Spitzenprodukt von Stefan Bosmans von Michel Fruit.

Wim Vandepoel von Fruit Vandepoel greift diese Bemerkung auf. "Man zeigt den Konsumenten hier andere Produkte als sie gewohnt sind", sagt der Mann auf dem Frühmarkt. "Zum Beispiel die Pilze oder Varietäten, die im Supermarkt nicht erhältlich sind. Manche Himbeersorten, die hier verkauft werden, sehen schöner aus als die im Supermarkt verkauften Himbeeren. Sie sind auch frischer", erzählt Wim.


Wim Vandepoel mit den Himbeeren.


Die breite Auswahl an Pilzen bei Fruit Vandepoel.

Stark veraltet
Es gab nicht nur positive Aussagen auf dem Frühmarkt. Das Gebäude ist sehr veraltet, seit Anfang der siebziger Jahren hat man kaum etwas gemacht. Das ist laut der Händler eines der Minuspunkte. "Das Gebäude ist alt", sagt Inez Loomans von Vrijders. "Die Damentoiletten sind nicht in Ordnung. Oft gibt es kein Klopapier und es gibt nicht überall Wasser. In dem neuen Gebäude ist es etwas besser, aber man sollte hier renovieren."


Inez Loomans von Vrijders erzählt, dass die Himbeeren gut verkauft werden.

Unlauterer Wettbewerb
Man kritisiert auch oft die Öffnungszeiten des Mabru. Der Markt fängt um 00.00 Uhr an und schließt morgens. "Es gibt sogar keine genaue Stunden", erzählt Frank Valckenier des gleichnamigen Betriebes. "Früher als ich klein war, waren die Öffnungszeiten von 04.00 bis 08.00 Uhr. Jetzt ist der Frühmarkt eigentlich 24 Stunden am Tag geöffnet. Es gibt kein Reglement und es wird nicht kontrolliert. Die Kunden können während der Öffnungszeiten einkaufen, aber die Betriebe können hier 24 Stunden am Tag stehen. Was passiert? Die Betriebe die hier stehen, sagen dem Mabru, dass ein Mitarbeiter den Ausweis verloren hat. Für zehn Euro bekommen sie einen Mitarbeiterausweis mit dem man 24 Stunden am Tag hereinkommen kann. So besuchen die Kunden den Markt wann sie wollen. Wenn die Betriebe so vorgehen, verursacht es ein unlauterer Wettbewerb."


Frank Valckenier des gleichnamigen Betriebes. Vor allem die Erdbeeren laufen gut.

Auch Wim Vandepoel wünscht sich andere Öffnungszeiten. "Für manche Leute ist es bequemer wenn sie nachts hier sind, für uns wäre es nachmittags", sagt er. "Pro Markt und Betrieb ist es unterschiedlich wann sie ihre Produkte brauchen. Für mich wäre es besser wenn ich nachmittags mit den Bestellungen anfangen könnte und abends liefern könnte. So kann man die Staus umgehen und könnten wir den Markt besser bedienen." Inez Loomans von Vrijders hätte auch gerne andere Öffnungszeiten. "Darüber gibt es tatsächlich viele Diskussionen", sagt sie. "Es wäre ideal wenn der Frühmarkt etwas weniger früh anfangen würde. Etwas später anfangen und bis etwa zehn Uhr morgens geöffnet, das wäre besser. Die Leute sind daran gewöhnt, das lässt sich nicht einfach ändern."


Die Besucher konnten an mehreren Ständen die frischen Produkte des Frühmarktes kosten.


Der Frühmarkt ist lebhaft.

Die Frage der Öffnungszeiten ist für den Direktor des Mabru Laurent Nys sehr erkennbar. "Die jetzigen Öffnungszeiten sind tatsächlich problematisch für manche Händler", sagt er. "Wir bestreben uns ein gutes Gleichgewicht zu finden. Die Nachfrage eines Restaurants nach Produkten ist anders als die Nachfrage eines Ladenhändlers. Wir sollten darauf einspielen. In Zukunft wird sich einiges ändern, das wäre eine gute Lösung. Wann und wie diese Lösung aussehen wird, weiß ich noch nicht."


Zur Schau gestelltes Obst und Gemüse von Vandepoel.

Richtiger Standort
Engpässe sind die Öffungszeiten und das veraltete Gebäude. Die Händler sind sich einig, dass der Standort des Frühmarktes prima ist. "Wir befinden uns in einer zentralen Lage und die Leute finden uns, das ist unsere Anziehungskraft", sagt Wim Vandepoel. "Dieser Standort ist besser als ein Industriegelände. Man findet hier die Qualität, die man sucht."

Frank Valckenier ist auch mit dem Standort des Mabru zufrieden. "Die Lage ist prima", erzählt er. "Das gilt meiner Meinung nach für jeden. Einen Umzug kostet Geld. Andererseits ist der Markt sehr veraltet. Eine Lösung wüsste ich auch nicht."


Das Gebäude des Mabru.

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