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Kartoffelernte 2015: Nur Durchschnitt

Das Jahr 2015 hatte es wettertechnisch in sich: Trockenheit, Hitze, Starkregen, Hagel - von jedem etwas, meist zu einer ungünstigen Zeit und regional unterschiedlich intensiv –Für die Kartoffelanbauer eine Herausforderung. Dennoch, so wurde auf der 64. Internationalen Kartoffel-Herbstbörse konstatiert, werden auch 2015/16 ausreichend Kartoffeln für alle Verwendungszwecke zur Verfügung stehen.

Nach Mitteilung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wurden im Jahr 2015 234 100 ha mit Kartoffeln bestellt. Das sind 6,5 % weniger Fläche als im langjährigen Durchschnitt. Damit sank der Anteil des Kartoffelbaus an der Ackerfläche erstmals unter 2 %. Im Mittel werden nach aktuellem Informationsstand 421 dt/ha geerntet, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Damit wird die Bruttoernte nach Feststellung des Sachverständigenausschusses von Bund und Ländern zur „Besonderen Ernte- und Qualitätsermittlung“ zur Kartoffelernte rund 9,9 Mio. Tonnen betragen. Die Lagerkapazitäten stehen bereit, um die Ernte aufzunehmen und den deutschen Markt möglichst lange mit qualitativ hochwertiger, heimischer Ware zu versorgen, auch wenn die nun erwartete Erntemenge 9,9 % unter dem mehrjährigen Durchschnitt liegt. Allerdings sind diese Zahlen vorläufig, denn die Erntearbeiten sind noch nicht abgeschlossen.


DKHV-Präsident Thomas Herkenrath eröffnet die 64. Internationale Kartoffel-Herbstbörse im Hamburg

Auch im europäischen Umfeld wuchs eine normale bis unterdurchschnittliche Kartoffelernte heran. Auch hier gibt es witterungsbedingt beträchtliche Unterschiede zwischen Ländern und Regionen hinsichtlich des Ertrages. Erwartet wird eine Bruttoerntemenge von 32 bis 33 Mio. t, darunter nach Schätzungen der NEPG allein 24,5 Mio. t Konsumkartoffeln in den 5 nordwesteuropäischen Anbauländern Niederlande, Belgien, Frankreich, Großbritannien und Deutschland (NEPG). Die für Konsumkartoffeln geschätzte Erntemenge liegt in der NEPG damit rund 2,9% unter dem fünfjährigen Mittel.

DKHV-Präsident Thomas Herkenrath, der als Gastgeber rund 150 Gäste und 17 Aussteller sowie zahlreiche Unterstützer auf der 64. Internationalen Kartoffel-Herbstbörse begrüßte, betonte in seiner Eröffnung, dass die Verwertung aller geernteten Knollen für die Kartoffelbranche oberste Priorität habe. Mit großer Sorgfalt und hohem Sachverstand hätten die Landwirte ein gesundes, sicheres und nachhaltiges Lebensmittel produziert, das sich insgesamt einer großen Wertschätzung erfreue. Die Branche investiere europaweit viel, um das Vertrauen der Verbraucher in die Kartoffel zu stärken und so der Kartoffelwirtschaft eine sichere Zukunft zu schaffen. Wichtig seien eine transparente Produktion und die intensive Kommunikation mit Verbrauchern und Medien. Nur so könnten im Bewusstsein der Gesellschaft die Vorzüge und die Vielfalt des Lebensmittels Kartoffel aufrechterhalten werden. Der DKHV stehe jederzeit als kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Gäste der Kartoffel-Herbstbörse konnten sich nicht nur über neue Entwicklungen auf dem Kartoffelmarkt und in dessen Umfeld informieren, sondern auch über neue Ideen und Ansätze, wie die Kartoffel in moderner Form präsentiert werden kann. Es gab viele Anregungen für ein frisches Image der Kartoffel, dass passfähig auf junge Leute zugeschnitten ist.


Deutscher Kartoffelhandelsverband e.V.
Schumannstr. 5, 10117 Berlin
Tel: 030 66406851/52
info@dkhv.org
www.dkhv.org


Erscheinungsdatum:



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