Striktere Grenzkontrollen zwischen Weißrussland und Kasachstan

Russische Regierung wegen Lebensmittelzerstörung angeklagt

Es gab viele Reaktionen in Russland auf die Regierungsforderung, dass boykottierte Produkte zerstört werden sollen. Kommunisten wollen, dass das Essen den Armen gegeben wird. Andere schlagen vor, mit den Produkten Strom zu produzieren. Ein Verbraucherverband verklagt die Regierung wegen der Zerstörung. Ein gesetzlicher Vorschlag wurde in der Duma erzielt, alle am Schmuggel Beteiligten zu verfolgen. Die Grenzkontrollen zwischen Russland und Weißrussland und Kasachstan wurden verschärft. Neben den Hauptstraßen werden Landstraßen auch kontrolliert um Schmuggel zu verhindern. Siebzehn moldauische Unternehmen erhielten die Erlaubnis denExport nach Russland fortzusetzen. Der deutsche Landwirtschaftsminister ist bereit, mit Russland über ein Ende des Boykotts zu sprechen. Medwedew hat auch angedeutet, dass die Grenzen nicht für immer geschlossen sein werden. Armenien profitiert von der Situation. Das Land sah eine deutliche Steigerung im Export nach Russland gegenüber dem letzten Jahr.

Russische Regierung verklagt wegen Zerstörung der Lebensmittel
Die russische Verbraucherrechtsschutzorganisation OZPP hat den russischen Staat wegen der Zerstörung der boykottierten Lebensmittel verklagt. Letzte Woche hat Russland Lebensmittel zerstört, die in dem Boykott enthalten sind und damit Wut unter den russischen Menschen entfacht. Letzten Monat hat Präsident Putin eine Verfügung ausgestellt, die anordnet das Essen zu zerstören. Die OZPP will das Dekret beim hohen Rat präsentieren. "Voraussichtliche Verbraucher von guter Qualität und sichere landwirtschaftliche Produkte, Käse und andere Lebensmittel, unabhängig vom Herkunftsland, können keine Bedrohung für die russische Lebensmittelsicherheit sein, nach Angaben der Organisation".
 
Regierungschef: Medvedev verteidigte vor kurzem die Entscheidung. Er verwendet ein Beispiel polnischer Äpfel: "Diese Äpfel, die exportiert werden, werden von den Polen mit Chemikalien behandelt, aber sie essen nur die guten." Er deutete damit auf die Sicht von einem Züchter aus Krasnodar hin, der schätzt, dass ein polnischer Apfel doppelt so viele MRL als ein russischer hat.
Yuri Luzhkov, ehemaliger Oberbürgermeister von Moskau, schlug vor die boykottierten Produkte in Biogas, Dünger und Kraftstoff zu verwandeln statt sie zu vernichten. Kommunisten im Parlament wollen das Essen an die Armen geben.

Letzte Woche wurde noch eine Lieferung von Früchten und Gemüse abgefangen. 592 Tonnen geschmuggelte Produkte wurden abgefangen, 552 Tonnen wurden zerstört.

Russischer Gesetzesvorschlag: alle am Schmuggel Beteiligten machen sich strafbar 
Im russischen Parlament, der Duma, wurde ein gesetzlicher Vorschlag vorgestellt um die Beteiligung am Schmuggel strafbar zu machen. Das Ziel ist nicht nur die Bekämpfung von Schmugglern, sondern auch den Händlern, die vom Schmuggel ohne Gefahr einer Strafverfolgung gemäß der Duma profitieren. Laut denjenigen, die die Initiative ergriffen haben, können die boykottierten Produkte einfach zum Gesetz über den Schmuggel von Alkohol und Tabak hinzugefügt werden. "Es ist fair, diejenigen, die die Entscheidung der Behörden bezüglich des Lebensmittelboykotts missachten, auf die gleiche Weise wie Schmuggler von Alkohol und Tabak zu bestrafen " laut einem Parlamentarier. Touristen, die Produkte innerhalb der gesetzlich erlaubten Beträge transportieren sind von diesem Gesetz befreit.

Strengere Belarus und Kasachstan Grenzkontrollen
Die Grenzkontrollen zwischen Russland und benachbarten Ländern, Weißrussland und Kasachstan sind wieder angezogen worden. Dies teilte der russische Pflanzenschutzdienst mit. Die Inspektion berichtete auch, dass sie die Autobahnen und Landstraßen eifriger überprüft werden. Sie suchen Orte, die viel von Schmugglern benutzt werden. Jedoch wurde die Finanzkraft der Organisation nicht erhöht, was die Möglichkeiten begrenzt.

Moldauisches Obst geht nach Russland
Der russische Pflanzenschutzservice hat 17 Moldauischen Obstunternehmen den Export nach Russland wieder erlaubt. Nach Inspektionen erwiesen sich keine Einwände. Zugelassene Produkte sind Äpfel, Birnen, Quitten, Kirschen, Pfirsiche, Nektarinen und Pflaumen. Die Inspektion lobte die Region Gagausien und die Erzeuger im Bereich. Der Gouverneur der Region glaubt, dass es ein logischer Schritt sei, eine Einigung zwischen den Ländern zu erzielen. Er erwarte, dass die Wiederaufnahme von Export den Landwirten helfen kann, die in einer Krise stecken. 

Deutscher Minister bereit zu russischer Diskussion 
Der deutsche Landwirtschaftsminister, Christian Schmidt, sagt, dass er gegenüber einer Diskussion mit Russland über die Möglichkeit der Aufhebung des Boykotts offen ist. Da der Boykott Schaden auf beiden Seiten verursacht ist der Minister dazu bereit, alles in seiner Macht stehende zu tun, um Zusammenarbeit zu finden.

Medwedew: Boykott ist nicht für immer
Premierminister Medvedev ruft die Landwirtschaft in Russland daszu auf die aktuelle Situation zur Entwicklung zu nutzen. Er glaubt, dass der Boykott eine gute Gelegenheit ist, den Sektor auf eine höhere Ebene zu bekommen, aber er sagte auch, dass der Boykott nicht ewig dauern wird. Die Branche muss sich auf Produkte für den Export und den heimischen Markt konzentrieren.

Armenien exportiert mehr nach Russland 
In einer Pressemitteilung vom armenischen Landwirtschaftsministerium schreibt die Regierung, dass der Export nach Russland erheblich zugenommen hat. In diesem Jahr ging 83 % des Obst- und Gemüseexports nach Russland, während es vor einem Jahr 30% waren. Insgesamt ist die Anzahl des Exports auf 50.300 Tonnen gestiegen, davon 21.000 Tonnen Aprikosen. Andere große Produkte sind Pfirsiche, Pflaumen, Kirschen, Tomaten und Gurken.



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