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Hannes Schaffler, Mit-Geschäftsführer der VON HERZEN Biobauern GmbH aus Puch bei Weiz:

"Bio-Kirschen haben das Potenzial, ein Topartikel zu werden"

Das 2008 in Puch bei Weiz vom Obstbauern und Geschäftsführer Martin Pfeiffer gegründete VON HERZEN Biobauern GmbH kann jährlich bis zu 25.000 Tonnen Bio-Äpfel und Bio-Birnen ernten und vermarkten. Wie uns Mit-Geschäftsführer Hannes Schaffler mitteilt, bietet das Unternehmen aber auch Sommerfrüchte wie etwa Heidelbeeren, Kirschen, Rote Ribisel sowie Pfirsiche und Zwetschgen an, die alle in Bio-Qualität erzeugt werden. Ferner sprach Schaffler mit uns über die Spezialitäten der oststeirischen Gemeinde. 


Die zwei Geschäftsführer: Martin Pfeiffer und Hannes Schaffler (rechts) an ihrem Stand auf der Biofach 2022

Topaz und Gala sind die beliebtesten Sorten in Österreich
"Zu den Lieblingsäpfeln der Österreicher zählt weiterhin die Sorte Bio-Topaz. Diese wird bei uns in der Region angebaut und kann über acht Monate lang geliefert werden, da uns ein dynamisch-kontrolliertes Lager zur Verfügung steht, was die Äpfel lange haltbar macht. Die Topaz ist nicht zuletzt aufgrund ihres säuerlichen Geschmacks sehr beliebt bei unseren Kunden. Sie kann so gut wie das ganze Jahr über gegessen werden, weil sie ein sehr schorfresistenter, robuster Naturapfel ist", weiß Schaffler.

Parallel dazu sei die beliebteste Sorte in Österreich die Gala, die im Gegensatz zur Topaz eher einen süßen Geschmack trägt und kleiner ausfällt. "Diese Sorte eignet sich besonders für Kinder, aber auch zur Herstellung von Kompott oder zum Frischverzehr, etwa als Pausensnack. Zu betonen ist auch, dass er bei unseren Exportmärkten in Skandinavien und in England sehr gut ankommt, wo wir sehr große Mengen verkaufen können. Sobald sich die deutsche Saison dem Ende neigt, exportieren wir unsere Äpfel ebenfalls nach Deutschland."

Aufgrund dessen, dass Topaz eine sehr frostempfindliche Sorte sei, schwanken die Erträge von Jahr zu Jahr, so Schaffler. "Pro Hektar haben wir etwa 30 Tonnen Ertrag in einem normalen Jahr, das mit 5-6 multipliziert etwa 200.000 Äpfel ergibt, die wir ernten können." 


Rote Ribisel, Heidelbeeren, Kirschen und weitere Früchte, die in Bio-Qualität vorliegen, zählen ebenfalls zum Sortiment des Unternehmens.

25 Prozent Bio-Anbaufläche in Österreich
Mit Verweis auf Zahlen, die die Wirtschaftskammer Österreich veröffentlichte, weiß Schaffler, dass der Anteil an der verkauften Bioware in Österreich bei 11 Prozent liege. "Der Flächenanteil liegt wiederum bei knapp 25 Prozent. Im Vergleich zu anderen Ländern ist der Bioanteil im Obstbau bei uns in Österreich also recht hoch. Im österreichischen Markt ist man jedoch, was den Absatz von Bio-Produkten angeht, noch etwas verhalten, weshalb wir unsere Waren auch exportieren. Je nach Saison und je nach Monat haben wir aber einen Bio-Anteil von 12-15 Prozent im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel." 

Steigende Nachfrage für Bio-Heidelbeeren
"Die Bio-Heidelbeere ist eine sehr beliebte Sommerfrucht und verzeichnet ein steigendes Wachstum in Österreich. Vor allem bei jüngeren Generationen kommt die Heidelbeere sehr gut an. Bei diesem Produkt sehen noch ein gutes Marktwachstumspotenzial. Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir neben dem Apfel ein weiteres Produkt haben, das gut bei den Konsumenten ankommt. Die Herausforderung liegt wiederum darin, die richtige Verpackung zu finden und vor allem die richtige Größe, um die Kunden überzeugen zu können", sagt Schaffler.

Weiterer Anbau von Roter Ribisel und Pfirsich fraglich
Bei Artikeln, wie etwa die rote Ribisel, die nur ein kleines Klientel anspräche, sieht er wiederum kein großes Entwicklungspotenzial. "Für Bio-Pfirsiche sehen wir zwar eine gute Verkaufstendenz. Allerdings stellt diese Frucht die Erzeuger produktionstechnisch gesehen vor diverse Herausforderungen, weshalb sie von einer weiteren Entwicklung absehen. Schließlich sollen die Landwirte auch etwas verdienen können, was sich bei diesem Produkt nicht abzeichnet."

Gutes Wachstum für Bio-Zwetschgen und Bio-Kirschen
Im Gegensatz dazu erkennt Schaffler sowohl bei Bio-Zwetschgen als auch den Bio-Kirschen gute Absätze. "Für die Kirschen haben wir aktuell ein sehr gutes Programm aufgestellt, mit wir den gesamten LEH bedienen können. Auch bei dieser Ware schauen wir nach der richtigen Verpackung und der angemessenen Grammatur, um den Konsumenten zu überzeugen versuchen. Bio-Kirschen haben nämlich das Potenzial, ein Topartikel zu werden." 

20 Prozent im Verkauf von Bio-Produkten als erklärtes Ziel
Auf die Preisentwicklung angesprochen, betont Schaffler die Notwendigkeit, dass sich die Kunden die Waren weiterhin leisten können und gleichzeitig aber auch verstärkt auf Bioprodukte zugegriffen werde. Dass diene ihm zufolge sowohl dem Klima als auch der Nachhaltigkeit in ganz Österreich. "Vielleicht schaffen wir in ein paar Jahren die 20-Prozent-Marke beim Verkauf von Bio-Waren. Immerhin sind wir gerüstet und haben auch genügend Waren zur Verfügung, um diese Nachfrage abdecken zu können. Angesichts der guten Qualität, die wir anbieten, sollte das auch zu schaffen sein, vor allem, wenn wir ein besseres Bewusstsein bei den Konsumenten schaffen", ist sich Schaffler gewiss. 


Das Hauptprodukt der VON HERZEN Biobauern GmbH ist der Apfel.

Großer Anstieg bei Lagerungskosten
Doch auch die Genossenschaft aus der Steiermark bleibt von den hohen Produktionskosten nicht verschont. "Wir arbeiten mit Kühllager, die konstant in Betrieb sind, die nun einmal mit Stromenergie betrieben werden. Einen Teil davon können wir zum Teil über unsere Photovoltaikanlage abdecken. Wir rechnen aber generell mit einem markanten Anstieg der Kosten im Lagerbereich", sagt Schaffler. "Verpackungskosten sind im letzten Halbjahr bereits gestiegen. Da Bio-Ware meistens verpackt angeboten, betreffen uns natürlich auch die Kosten in dem Bereich. Insbesondere, wenn man sich etwa unsere Verpackungen anschaut, die zu 100 Prozent aus Kartonmaterial besteht. Da sind die Preise um circa 25-30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen."

Durch große Bestellungen im Vorjahr konnte das Unternehmen zwar seinen Bedarf an Verpackungen gut abdecken - herausfordernd werde allerdings die Situation für Neubestellungen sein. Bei den Transportkosten rechnet der Geschäftsführer mit einem Anstieg von 25 bis 30 Prozent. "Aktuell finden wir noch keine spruchreifen Alternativen, um das Thema Transport im kommenden Jahr regeln zu können. Bei den Erzeugern selbst sind die Produktionskosten, sprich für Kraftstoffe und Personal auch merklich angestiegen. Zumal es relativ schwierig ist, üb überhaupt Personal zu finden", sagt Schaffler abschließend. 

Weitere Informationen:
Hannes Schaffler
VON HERZEN Biobauern GmbH
Harl 73
8182 Puch / Weiz
Österreich
Telefon: +43 3177 2201 4000
E-Mail: office@vonherzenbio.at 
Internet: www.vonherzenbio.at 


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