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Zahlungsbarometer Atradius

Zahlungsausfälle von Unternehmen in Asien um 60 Prozent höher als im Jahr 2021

Das Eintreiben unbezahlter Rechnungen ist für asiatische Unternehmen ein großes Problem. Dieses Problem betrifft sowohl die inländischen Kunden als auch die Kunden auf den Exportmärkten in der Region. Dies geht aus dem Atradius-Barometer für Zahlungspraktiken hervor. Durch verspätete oder ausbleibende Zahlungen gerät die Liquidität dieser Unternehmen zunehmend unter Druck. Infolgedessen steigt auch für europäische Unternehmen, die nach Asien exportieren, das Risiko von Zahlungsausfällen.

Für sein jährliches Asia Payment Barometer befragte Atradius Unternehmen in sieben asiatischen Märkten (China, Hongkong, Indien, Indonesien, Singapur, Taiwan und Vietnam) sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ihre Hauptsorge gilt der zunehmenden Zahl von Zahlungsverzögerungen. Aufgrund der extrem unsicheren Wirtschaftslage sind diese im Vergleich zu den Ergebnissen von 2021 um bis zu 60 Prozent gestiegen.

"Asien ist nach wie vor ein interessanter Markt für niederländische Exporteure", so Rik Broekman, Head of Commercial bei Atradius. "Auf die betreffende Region entfallen fast sieben Prozent der niederländischen Warenexporte. Das Wachstum in Asien wird in diesem Jahr auf 4,5 Prozent zurückgehen und bis 2023 leicht auf 5 Prozent ansteigen. Viele Unternehmen in der Region sind jedoch weltweit tätig und bekommen die durch die Pandemie und die geopolitischen Spannungen verursachten Störungen im Welthandel zu spüren. Außerdem kämpft die verarbeitende Wirtschaft mit steigenden Kosten für Rohstoffe, Transport und Brennstoffe. Der Anstieg der Zahlungsausfälle kann ein Zeichen dafür sein, dass das wirtschaftliche Umfeld unter großem Druck steht."

Das Problem ist noch ausgeprägter, wenn es sich um langfristige unbezahlte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (mehr als 90 Tage) handelt, die als uneinbringlich abgeschrieben werden müssen. Am akutesten sind die Probleme in Taiwan, das mit einer Abschreibungsrate von acht Prozent zu kämpfen hat, die im Vergleich zum Vorjahr fast dreimal so hoch ist. In Hongkong und Singapur sind die Unternehmen mit einem durchschnittlichen Anstieg von 50 Prozent konfrontiert. In Indonesien stiegen die Forderungsausfälle um 40 Prozent. Vietnam wurde zum ersten Mal in das Atradius Barometer für Zahlungspraktiken aufgenommen. Die Unternehmen aus diesem Land berichteten, dass ihre Liquidität zunehmend durch Abschreibungen (sechs Prozent des Gesamtwerts der Unternehmensrechnungen) und unbezahlte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die etwa die Hälfte des Geschäftswerts ausmachten, belastet wurde.

"Die Ergebnisse des Asia Payment Barometers sind besorgniserregend", so Broekman weiter. "Angesichts der anhaltenden Unsicherheit auf dem Markt erwarten wir nicht, dass sich der Trend zu uneinbringlichen Forderungen in absehbarer Zeit erholen wird. Niederländische Exporteure sind gut damit beraten, klare Zahlungsvereinbarungen mit ihren Abnehmern in der asiatischen Region zu treffen."

Das Atradius Payment Practices Barometer 2022 für Asien kann hier heruntergeladen werden. Die Studie liefert eine eingehende Analyse darüber, wie Unternehmen in den wichtigsten Märkten Asiens das Risiko von Zahlungsausfällen bei Kreditverkäufen an Geschäftskunden handhaben. Zu den behandelten Themen gehören Zahlungsfristen, die Zeit bis zum Einzug von Forderungen, das Management von Zahlungsverzug, die Auswirkungen von Zahlungsverzug auf Unternehmen und erwartete Geschäftstrends.

Für weitere Informationen:
Atradius
David Ricardostraat 1
1066 JS Amsterdam - Niederlande
+31 20 553 2394
www.atradius.nl  


Erscheinungsdatum:



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