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Tomatenmarkt läuft auf Hochtouren - viel Gesprächsstoff beim Global Tomato Congress

Nach zweieinhalb Jahren fand der Global Tomato Congress letzte Woche wieder in den Niederlanden statt. Tomatenspezialisten aus allen Teilen der Kette kamen nach Den Haag. Den rund 350 Teilnehmern wurde ein ganztägiges Programm geboten, das ein breites Spektrum an Themen abdeckte, von Technologie und Zucht bis hin zu Marketing und Handel.

Wer wollte, konnte die Vorträge auf der Hauptbühne fast den ganzen Tag über mit Kopfhörern in englischer Sprache verfolgen. Dort befasste man sich mit den wichtigsten Fragen, die den Sektor betreffen. Die Suche nach neuen Absatzmärkten ist ein solches Thema, insbesondere jetzt, wo der Markt durch Corona und die Energiekrise auf eine harte Probe gestellt wird.


Das Team von Looye bei der feierlichen Präsentation der Honigtomaten. Die Kombination mit Schokolade wurde von den verschiedenen Besuchern des Tomatenkongresses ausgiebig begutachtet und diskutiert. Sehen Sie sich die gesamte Fotoreportage hier an.  

Wintersaison 2022/2023
Auf der anderen Seite stellt sich für die kommende Wintersaison die Frage, woher alle ihre Tomaten nehmen, wenn in vielen nordwesteuropäischen Anbaubetrieben das Licht und die Heizung wieder ausbleiben. David Herzog von Rijk Zwaan sagte voraus, dass wir in den kommenden Jahren Tomaten aus viel mehr verschiedenen Ländern in den Regalen finden werden. Die Herausforderung für die Züchtungsunternehmen besteht dann darin, die richtigen Sorten für all diese Länder zu haben, damit die Qualität der Tomaten das ganze Jahr über stabil ist.


Mehr als genug Tomaten bei Rijk Zwaan.  

ToBRFV
Wie bei der Ausgabe 2019 wurde auch diesmal viel über das Tomato Brown Rugose Fruit Virus (ToBRFV) gesprochen. Am Vormittag war Jan Engelen von der Coöperatie Hoogstraten der erste auf der großen Bühne, der das Virus in einem Vortrag über die Marktentwicklung erwähnte. Kein angenehmes Thema, aber seiner Meinung nach notwendig zu erwähnen und zu diskutieren. Die verschiedenen Zuchtunternehmen auf dem Podium taten dies anschließend. Inzwischen sind die ersten ToBRFV-resistenten Sorten auf dem Markt, und das Angebot an resistenten Sorten wird in der nächsten Zeit weiter zunehmen. Der nächste Schritt besteht nun darin, von mittleren zu hohen Resistenzen überzugehen, wobei allerdings auch klar ist, dass man mit dem Virus leben muss. Außerdem taucht von Zeit zu Zeit ein neuer Virus auf.


Ralph van der Caay, TNI, Robert van den Berg, Bakker Barendrecht und Hans Derks von Harvest House. 

Steigende Kosten
Anders als 2019 spielte Energie eine herausragende Rolle, sowohl auf den Rednerbühnen, aber natürlich auch auf den Gängen. Das ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass nicht nur die Energiekosten massiv gestiegen sind, sondern auch die Kosten für praktisch alles, was mit dem Anbau und dem Handel von Tomaten zu tun hat. Die Abwälzung dieser Kosten ist nicht einfach, zumindest nicht am Anfang der Kette, soviel ist inzwischen klar. Es wird viel über die bevorstehende Winterernte gesprochen, doch Berichten zufolge fällt es den Erzeugern schwer, Preise zu nennen, während die Einzelhändler vor den hohen Kosten zurückschrecken, die mit einer beleuchteten und beheizten Tomatenernte verbunden sind.

Süden
Wer glaubt, er müsse sich weiter südlich umsehen, könnte enttäuscht werden. Auch hier steigen die Kosten, nicht so sehr für Energie, sondern unter anderem für Verpackung und Logistik. Das führt dazu, dass die Erzeuger dort auch hohe Preise nennen, wenn sie nach ihrem Angebot für den kommenden Winter gefragt werden. Abgesehen davon ist auch das Angebot der Erzeuger im Süden begrenzt. Die erforderlichen Mengen sind seit Jahren vertraglich gebunden. Auch dort können die Erzeuger keine Tomaten zaubern, vor allem, solange sie nicht sicher sind, dass sie sie zu guten Preisen verkaufen können. In der Zwischenzeit gibt es ein großes Interesse daran, selbst Tomaten weiter südlich anzubauen oder Partnerschaften mit Erzeugern beispielsweise in Nordafrika einzugehen.


Yanick Verkade von Al Dahra Baywa und Erwin de Kok von BASF.

Internationaal
Auch einige südliche Erzeuger meldeten sich zu Wort. Im Namen des italienischen Erzeugers Fri-El Green House sprachen Michael Zaglere und Florian Gostner über ihre Zukunftspläne und die geothermische Energie. Die Erzeuger wollen bis 2023 auf insgesamt 30 Hektar mit dem Anbau beginnen und werden in diesem Herbst auch mit Bohrungen für geothermische Energie beginnen. Noch weiter südlich baut Al Dahra BayWa Agriculture in der Wüste an. Dominik Hartl sprach darüber, dass es in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine große Herausforderung ist, die Supermärkte und die Verbraucher von der Qualität der lokal angebauten Produkte zu überzeugen. Importierte Produkte aus den Niederlanden zum Beispiel haben dort einen guten Ruf. Wie anders ist es hier, wo der Verbraucher lokale Produkte bevorzugt.


Das Bayer-Team ließ die Besucher ihre Vorlieben für die verschiedenen Tomatensorten äußern und präsentierte einen speziellen Toolbox.

Toolbox
Zwischen den Präsentationen gab es genügend Zeit, um bei der von Fruitnet organisierten Veranstaltung das lokale Produkt zu naschen. Unter den etwa 25 Ausstellern befanden sich mehrere Zuchtunternehmen und Vermarktungsorganisationen, die Tomaten mitgebracht hatten. Bei einer Präsentation des Zuchtunternehmens Bayer konnten auch Tomaten aus einer neuen, speziell entwickelten Toolbox verkostet werden. Mit dieser Toolbox voller Tomaten geht das Züchtungsunternehmen zu den Supermärkten, um ihnen bei der Auswahl der richtigen Sorten für ihre Kunden zu helfen. Zu diesem Zweck wurden sieben Geschmacksprofile erstellt, die nicht nur den Brix-Wert umfassen. Mit der Toolbox will das Züchtungsunternehmen eine auf Fakten basierende Sortenauswahl treffen.

Sehen Sie sich die gesamte Fotoreportage hier an. 


Erscheinungsdatum:



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