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Bundesverband Logistik & Verkehr warnt vor Versorgungskollaps durch Ukraine-Krise

"Inländischer Güterkraftverkehr muss jetzt gestärkt, gefördert und ausgebaut werden"

Der Bundesverband Logistik & Verkehr befürchtet angesichts der
Ukraine-Krise und des aktuell begonnenen Übergriffs Russlands auf
die Ukraine den Versorgungskollaps in Deutschland. Thomas Hansche, Sprecher des BLV-pro teilt mit: "Aktuell treiben wir fast unausweichlich auf einen 3. Weltkrieg zu, den zwar niemand will, da das unheilvolle 'Gebaren' aus Drohungen, Gegendrohungen und beginnenden Sanktionen zw. Russland und Ukraine, USA, EU zu keiner Beruhigung geführt hat und nun die Ukraine unter Beschuss steht."

Doch was hat das mit der Logistikbranche zu tun? Hansche: "Was wird passieren, wenn die Ukraine oder andere Anrainerstaaten
Soldaten und Reservisten einberufen werden, jetzt, wo in der Region nun der Krieg ausgebrochen ist? In den osteuropäischen Transportflotten (die laut Mauterhebung ca. 50% des LKW-Verkehrs in Deutschland stellen) sind fast 90% des Fahrpersonals aus Ländern wie der Ukraine, Weißrussland etc. Jetzt im Kriegsfall werden diese Fahrer nach Hause fahren, um ihren Familien beizustehen oder Dienst an der Waffe zu leisten."

'Geiz ist Geil'-Mentalität
"Dann wird sich bedauerlicherweise zeigen, was der seit Jahren versäumte Wandel und die fehlende Stützung der heimischen
Logistikbranche für Auswirkungen auf die Versorgung unserer
Bevölkerung haben wird. Durch die von der Politik zugelassene
Zunahme der Abhängigkeit von billigen Flotten durch die 'Geiz ist
Geil'-Mentalität der Industrie, Discounter und Verbraucher, den
fehlenden Kontrollen der Aufsichtsbehörden und des
Verdrängungswettbewerbs stiegen deren Marktanteile, die nun
drohen abrupt und ohne Ersatz wegzubrechen. Waren es in England
andere Umstände, stehen uns diese drohenden 'englischen
Verhältnisse' unmittelbar bevor", fährt Hansche fort. 

Neben leeren Regalen drohe der Bevölkerung und der Industrie laut BLV das nächste Desaster: "Knappes Gas, was ja schon immens im Preis gestiegen ist und weiter steigen wird. Ohne ausreichendes Gas gibt es keine Wärme für die Menschen, Auswirkungen auf die Produktivität in der Industrie, aber unter anderem auch auf AdBlue."

Krise in der Landwirtschaft
Weiter wird der ab 1. April geltende Dünger-Exportstopp der Russen
das globale Düngemittelangebot spürbar reduzieren und zu einer
weiteren Krise in der Landwirtschaft führen. "Da Russland auch mit der größte Lieferant weltweit für Weizen ist, möchten wir uns diese 
Auswirkungen gar nicht ausmalen. Es muss jetzt der inländische Güterkraftverkehr gestärkt, gefördert und ausgebaut werden, um dem drohenden Kollaps entgegenzuwirken", berichtet man.

"Der Kriegs-Fall ist eingetreten; es gilt nun, im Schulterschluss mit
der Industrie und den heimischen Logistikunternehmen, die
notwendigsten Lieferketten aufrechtzuerhalten und perspektivisch
die im Laufe der Jahre entstandene Abhängigkeit von günstigen
Flotten mit billigen Arbeitskräften nicht mehr zuzulassen – die dafür
notwendigen Gesetze und Vorgaben sind vorhanden, es muss nur
stringent kontrolliert werden", heißt es abschließend.

Der BLV-pro wird mit seinen Mitgliedern und seinem Netzwerk
unterstützend bereitstehen, um Lieferketten zu sichern.

Weitere Informationen:
Bundesverband Logistik & Verkehr (BLV-pro) e.V.
Eichenweg 1
30974 Wennigsen
Tel: +49 171 5550150
E-Mail: info@blv-pro.de 
Internet: www.blv-pro.de 


Erscheinungsdatum:



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