Erfolgreiches Pilotprojekt mit Langstreckendrohne im Rotterdamer Hafen

Letzte Woche wurde ein Teil des Kais am Jangtsekanal in einen Drohnenhafen verwandelt, um eine Langstreckendrohne des niederländischen Unternehmens Avy vorzuführen. Im Laufe der Woche wurden mehrere Drohnenflüge über die Häfen Amalia, Ariane und Alexia durchgeführt, so Port of Rotterdam.

Getestet wurde auch die Kamera, die während der Drohnenflüge die Hafenaktivitäten und die Inspektion von Hafenanlagen - wie Kaimauern - des Hafenbetriebs Rotterdam im Auge behalten soll. Die Test- und Demowoche ist Teil des Innovationsprogramms „Drone Port of Rotterdam“ und entspricht dem Ziel des Hafenbetriebs, neue Technologien zu testen, die den Hafen sicherer, intelligenter und schneller machen.

Foto: Port of Rotterdam

Drohnenhafen
In der Woche vom 25. Oktober wurde ein Teil des Kais am Jangtsekanal in einen Drohnenhafen umgewandelt. Eine Baustellenhütte wurde als Kommandozentrale eingerichtet und eine Avy-Station auf dem Kai aufgestellt. Diese Andockstation ermöglicht einen autonomen Betrieb und einen sofortigen Einsatz.

Im Hafenkoordinationszentrum im Welthafenzentrum wurde eine Live-Ansicht der Drohnenbilder gemacht, um den Mehrwert der Drohnenbilder im Vergleich zu den Bildern von fest installierten Kameras im Hafen zu bewerten.

Für die Hafenmeisterei konzentrierte sich das Pilotprojekt auf Inspektionen auf See und auf Binnengewässern, wie z. B. Bunkerlagerung, Wasserverschmutzung, Umschlag an Bord, Zoneneinteilungen/Gefahrenstoffe, Umschlag von Land zu Land, Luftverschmutzung (Rauch/Ruß) und Reparaturen an Bord von Schiffen. Wenn eine Drohne beispielsweise einenoffenen Tankdeckel zeigt, könnte dies auf eine illegale Entgasung durch Schiffe hindeuten, und es könnte eine Untersuchung eingeleitet werden.

Langstrecken-Drohne
Bei dem Pilotprojekt setzte das niederländische Unternehmen Avy eine neue Art von Flugzeugdrohne ein. Diese Drohne kann größere Entfernungen und höhere Geschwindigkeiten zurücklegen, so dass der gesamte Hafen mit zwei oder drei Flugzeugen abgedeckt werden kann und die Drohne im Falle eines Zwischenfalls sehr schnell vor Ort sein kann. Das macht sie für die verschiedenen Aufgaben der Hafenmeisterei interessant: Bearbeitung von Zwischenfällen, intelligentere Patrouillen, Überwachung von Schiffsaktivitäten, Hafensicherheit und auch Verkehrsabwicklung.

Für interessierte Gäste wurden Vorführtermine eingebaut, die von vielen mit großem Interesse genutzt wurden: von Behörden wie der Lebensmittel- und Warenbehörde, von Bahn- und Netzbetreibern, aber auch von Logistikdienstleistern, Agenturen und Reedereien.

Die getestete Avy-Aera-Drohne kann auch gekühlte medizinische Güter transportieren. In Zukunft werden neue Entwicklungen geprüft und getestet, wie z. B. der Transport von Teilen und Frachtproben, damit diese in Zukunft auf Schiffen transportiert werden können.

Foto: Port of Rotterdam

Zukunft
Die Test- und Demowoche ist Teil des Innovationsprogramms „Drone Port of Rotterdam“, bei dem der Einsatz und die Nutzung verschiedener Drohnen getestet wird. Der nächste langfristige Drohneneinsatz wird Anfang 2022 folgen; über einen Zeitraum von fünf Monaten werden wöchentlich Flüge durchgeführt. Externe Parteien können ebenfalls Testanfragen für den Einsatz von Drohnen stellen. In der kommenden Zeit wird das neue Gerät Avy Aera V3 in Verbindung mit der Avy Docking Station eingesetzt. Dies bietet ein noch höheres Maß an Autonomie und kann mit schwereren Wetterbedingungen umgehen. Die Drohnenstation wird dann zu Testzwecken bei der Rotterdamer Lotsenstation am Pistoolhaven aufgestellt, um das Fluggebiet weiter zu vergrößern. Neu an dieser Operation ist die gemeinsame Nutzung desselben Luftraums durch Hubschrauber der Lotsen und Drohnen, was in Zukunft klar und sicher geregelt werden muss.


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