BÖLW zu den laufenden Beratungen der nationalen GAP-Umsetzung

Eco-Schemes allen Bauern ermöglichen

Die Abgeordneten im Deutschen Bundestag beraten in dieser Woche über die Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik (GAP) ab 2023 in Deutschland. Dabei steht die Ausgestaltung der Eco-Schemes als neues Instrument zur Honorierung von Umweltleistungen der Landwirtschaft im Mittelpunkt der Debatte.

Alexander Gerber, Vorstand für Landwirtschaft des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), fordert: “Eco-Schemes müssen so gestaltet werden, dass sie die Umweltwirkung der Landwirtschaft deutlich verbessern, einfach zu kontrollieren sind und Bäuerinnen und Bauern aller Produktionsrichtungen zugänglich sind, die mehr für die Umwelt tun wollen.“

Gerber kritisiert, dass die aktuellen Pläne gerade diejenigen schlechter stellen würde, die besonders viel für die Umwelt tun: die Bio-Bäuerinnen und -Bauern, die von einer Reihe von Eco-Schemes ausgeschlossen werden sollen. So werde ihre starke Motivation für mehr Klima-, Arten-, Wasser- und Bodenschutz ausgebremst. Das sei nicht nur aus Sicht der engagierten Bio-Höfe enttäuschend, es ist auch mit Blick auf die steigende Bio-Nachfrage nicht verständlich. Es bestehe die Gefahr, dass die Bio-Erzeugung dann abwandere. Die positiven Wirkungen von Bio auf die Umwelt und die Wertschöpfung in den Regionen fänden dann anderswo statt – jedoch nicht in Deutschland.

Mit dem Ziel der Bundesregierung, 20 % Bio bis 2030 zu erreichen, sind die Gesetzesentwürfe, wie sie jetzt vorliegen, nicht vereinbar, da sie die Bio-Betriebe in der Förderstruktur schlechter stellen als bislang. Gerber appelliert an die Abgeordneten im Deutschen Bundestag dafür Sorge zu tragen, dass sich Eco-Schemes und Agrarumweltmaßnahmen sinnvoll ergänzen.

Hintergrund

Der BÖLW hat konkrete Vorschläge dafür vorgelegt, wie die Eco-Schemes gestaltet sein müssen, damit sie Bio-Bäuerinnen und -Bauern in ihrem Engagement für Klima- und Umweltschutz unterstützen. Dazu zählen Maßnahmen für eine verbesserte Situation für die Weidetierhalter bis hin zur Förderung einer klimaresilienten und -wirksamen Landwirtschaft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mehr zum Thema EU-Agrarpolitik finden Sie hier

Alle Themen und Forderungen zur GAP und zum Umbau der Land- und Ernährungswirtschaft finden Sie im „BÖLW-Grundsatzpapier zur Bundestagswahl 2021“

Ihr Kontakt zum BÖLW
Joyce Moewius
Referentin Presse
+49 30 28482-307
presse@boelw.de 

Foto: BLW, Dominic Menzler


Erscheinungsdatum:



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