"Unser Clipping-System und die Bio-Garne sind die perfekte Verbindung, um ganz auf Plastik zu verzichten"

Ka-chunk. Ka-chunk. Ka-chunk. Ein leises, rhythmisches Geräusch ertönt aus dem Rohrschienenwagen in einem Gurkengewächshaus in Deutschland. Das gleiche Geräusch ist in einem mexikanischen Tomatengewächshaus zu hören, wo ein Arbeiter auf Stelzen zwischen den Tomatenpflanzen steht. Und auch in Spanien ist der Rhythmus zu hören, in einem Paprika-Gewächshaus. Es ist der Klang des TOM-Systems, mit dem die Pflanzen mechanisch mit einem kleinen Metallring an den Draht gebunden werden. Es ermöglicht einer Arbeitskraft, mehr als 2000 Pflanzen pro Stunde zu clippen und bietet eine Lösung für den Arbeitskräftemangel in der Gewächshausindustrie.

"Wenn man einen Fehler macht und die Ernte herunterfällt, hat das sofort Auswirkungen. Da es um viel geht, zögern die Leute, unser System einzusetzen, aber wenn sie einmal angefangen haben, gehen sie praktisch nie wieder zurück." Das sagt Alberto Lizarraga von Agrifast, dem Unternehmen, das das TOM-System vor fast einem Jahrzehnt entwickelt hat. Seitdem haben Landwirt:innen aus aller Welt damit begonnen, ihre Pflanzen mit einem kleinen Metallring automatisch an Drähte zu binden.

Arbeitskräftemangel
Da der Arbeitskräftemangel schon bisher eine große Herausforderung war und die Pandemie diesen nur noch verstärkt hat, sind Automatisierungslösungen sehr gefragt. "Das Anbinden von Pflanzen an den Draht ist eine Tätigkeit, die eine gewisse Geschicklichkeit erfordert, und es braucht Zeit, bis die Arbeitenden den Dreh raushaben."

Kunststoffklammern sind eine Alternative, ebenso wie das TOM-System. "Wir sehen, dass der Trend auf dem Markt, Plastik zu reduzieren, die Popularität des TOM-Systems beflügelt", fügt Alberto hinzu. "Der verzinkte Stahl, der für die Clips verwendet wird, kann im Kompost verbleiben, da er entweder mit einem Magneten entfernt oder mit den alten Pflanzen kompostiert werden kann. Aber es geht nicht nur um die steigenden Kosten für die Kompostierung von Produkten, die mit Plastik verunreinigt sind, sondern auch um die allgemeine Aufmerksamkeit für Nachhaltigkeit. Das TOM-System und die Bio-Garne sind die perfekte Verbindung, um komplett auf Plastik zu verzichten."

Wie kann man die Clipping-Geschwindigkeit noch weiter erhöhen?

Clipping mit einem Gewichtsstabilisator

Bio-Garn
Dieser nachhaltige Trend hat auch neue Herausforderungen an das Agrifast-Team gestellt. Wenn Kund:innen das System in einer Biokultur mit Bio-Garn einsetzen wollen, müssen sie schnell einen Clip entwickeln, der nicht verzinkt ist. "Und wir haben die Software für das Tool angepasst, um es an Bio-Garn anzupassen", sagt Alberto. "Es gibt viele Arten von Bio-Garnen, aber im Allgemeinen sind sie etwas dicker als Kunststoffgarne, was zu Problemen beim Schließen führen kann. Mit einer speziellen Software schließen die Clips weniger dicht an der Schnur. So halten sie das Gewicht und das Garn wird nicht beschädigt."

In den letzten Jahren wurde das Gerät auch regelmäßig aktualisiert. Besonders seit der Einsatz von Desinfektionsmitteln wie Virkon zunimmt, achtet das Team von Agrifast darauf, das Werkzeug so zu verbessern, dass die Flüssigkeit es nicht zu sehr beeinträchtigt. "Wie jedes Werkzeug, das im Gewächshaus verwendet wird, kann und muss es desinfiziert werden", sagt Alberto.

Es sind Situationen wie diese, warum die Pandemie für eine höhere Nachfrage nach Automatisierungslösungen sorgen könnte, aber dennoch Herausforderungen für das Agrifast-Team bietet. "Wenn wir mit den Kund:innen ins Gewächshaus gehen können, können wir von den Herausforderungen lernen, mit denen sich die Landwirt:innen konfrontiert sehen. Mit fünf verschiedenen Positionen zum Schließen des Drahts, 1000 Arten von Garnen und vielen verschiedenen Arten von Sorten und Kulturen können wir viel improvisieren und innovieren, aber wir müssen wissen, was die Landwirt:innen suchen." Das ist auch der Grund, warum zusätzlich zu den Geschäften mit den Gewächshausmanager:innen immer ein Mitglied des Agrifast-Teams versucht, mit den Mitarbeitenden ins Gewächshaus zu gehen, sobald das System gekauft wurde. "Das System ist einfach zu benutzen, aber es ist wichtig, es auf die richtige Weise zu benutzen. Wir haben jetzt viel Videomaterial und können den Leuten digital zeigen, wie es geht, aber trotzdem wollen wir im Gewächshaus bei den Anwender:innen unseres Produkts sein."

Lokales Netzwerk
In den letzten Jahren haben sie in ein Netzwerk von lokalen Händler:innen und Partner:innen investiert, um einen lokalen Support zu ermöglichen, und sie sind immer noch auf der Suche nach neuen. "Neben der jährlichen Wartung kann auch mal etwas mit dem Gerät passieren und da die Auswirkungen auf die Anbaubetriebe hoch sind, wollen wir schnell reagieren. Aus Spanien können wir mit UPS helfen und Ersatzteile und Werkzeuge in 24 oder 48 Stunden verschicken, aber für andere Länder wird das schwieriger, vor allem mit der Zollabfertigung. Deshalb konzentrieren wir uns darauf, unser Netzwerk in den Ländern zu erweitern, in denen wir derzeit Kund:innen, aber keine offiziellen Händler:innen haben."

Für mehr Informationen:
Agrifast
Alberto Lizarraga
alberto.lizarraga@agrifast.es
http://www.thetomsystem.com/ 


Erscheinungsdatum:



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