Thomas Stütz, Früchte Braun GmbH:

"Selbst wenn das Wetter in Spanien wieder besser wird, werden wir die Nachwehen noch eine Weile spüren"

Der plötzlich Wintereinbruch in Spanien wirkt sich aktuell weitreichend auf den europäischen Markt aus. Bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt leiden Gemüsebauern derzeit und das bedeutet auch in Deutschland Probleme beim Nachschub. „In Spanien herrscht derzeit etwas Chaos“, erzählt Thomas Stütz von der Früchte Braun GmbH, der von seinen spanischen Lieferanten über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden gehalten wird.

Das Jahr 2021 bringt bisher noch keine Verbesserung im Vergleich zum Corona-Jahr 2020, nun spielt zum Lockdown auch noch das Wetter im Lieferland Spanien verrückt: „Unsere Lieferanten sprechen vom kältesten Winter seit 50 Jahren, mit über 30° unter Null in Madrid und Schneestürmen. Viele Gemüsesorten sind betroffen, vom Eissalat über Zucchini, Brokkoli und Blumenkohl, mit massiven Auswirkungen auf die Preise“, so Stütz. Obst sei glücklicherweise weniger betroffen.

Noch habe das jedoch keinen großen Einfluss auf das Tagesgeschäft der Braun GmbH: „Der Lockdown wurde gerade verlängert, die meisten unserer Kunden aus der Gastronomie nehmen im Moment sowieso kaum Mengen ab. Die Abnehmer, die beispielsweise den Eissalat wirklich brauchen, bezahlen auch höhere Preise dafür – die anderen vermeiden es einfach.“

Alternativen gebe es nicht wirklich: „Wir sind sehr von Spanien abhängig und konnten jetzt zwei Tage keinen Eissalat liefern. Man muss den Kunden natürlich erklären, wie die Situation in Spanien ist und, dass es daher nur wenig Ware und höhere Preise gibt. Dann sehen wir dort auch Verständnis, sowohl von unseren Großabnehmern als auch im Hallenverkauf. Es gibt genug andere Gemüsesorten und Salate, man findet immer eine Lösung.“

Trotzdem schaut er leicht besorgt auf die kommenden Wochen: „Der extreme Frost hat die Pflanzen langfristig geschädigt. Selbst wenn das Wetter jetzt bald wieder besser werden sollte, werden wir die Nachwehen noch eine Weile zu spüren bekommen.“

Auch den Hauseigenen Abholmarkt (FreshPlaza berichtete) betreibt das Unternehmen noch mit Erfolg – auch wenn das die corona-bedingten Umsatzeinbrüche wohl nicht abfangen könne, bedauert Stütz. „Die Resonanz ist nach wie vor sehr positiv und unser Abholmarkt hat sich einen hohen Stellenwert in der Region erarbeitet. Die Leute wissen zu schätzen, dass sie auch mal was anderes bekommen können als im Supermarkt und beim Discounter. Cara Cara-Orangen, San Marzano-Tomaten und Fräulein-Äpfel, sowas sieht man im Supermarkt selten. Bei uns bekommt man für gutes Geld und bei rustikaler Marktatmosphäre eine tolle Auswahl, das kommt einfach gut an“, sagt Stütz abschließend.


Ein Blick ins Sortiment beim Lagerverkauf.

Für weitere Informationen:
Thomas Stütz 
Früchte Braun GmbH
Hubreith 10
94149 Kößlarn
+ 49 85 36 / 96 18 – 0
info@fruechte-braun.de 
www.fruechte-braun.de/ 


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