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Umfrage des Netzwerks der Spargel- und Beerenverbände

"Aktionsprogramm Insektenschutz" – Sonderkulturproduktion in Schutzgebieten in Gefahr

Aktuell wird die Pflanzenschutzanwendungsverordnung und ein Insektenschutzgesetz im Rahmen des „Aktionsprogramm Insektenschutz“ auf Bundesebene diskutiert. Da das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände hier großen Handlungsbedarf sieht, um die Spargel- und Beerenproduktion weiterhin in Schutzgebieten zu ermöglichen, hat das Netzwerk der Bundesumweltministerin Svenja Schulze eine Stellungnahme geschickt sowie die Ergebnisse einer aktuellen  Umfrage zur Betroffenheit und zu den Auswirkungen, an der 100 von rund 1000 angeschriebenen Betriebe vom 2. bis 8. Dezember 2020 teilgenommen haben.

„Ohne Sonderkulturen gibt es weniger Natur. Das ist das Besondere im Vergleich zu anderen großflächigen Kulturen. Blüten der Beeren- und von Spargelpflanzen liefern ein wichtiges Nahrungsangebot für Insekten, was sich in unterschiedlichen Studien zeigt. Eine Verlagerung der Anbaufläche in ungeeignete Gebiete oder gar ins Ausland ist sicher nicht im Sinne des Naturschutzes mit dem Blick auf regional produzierte Lebensmittel“, erklärt Simon Schumacher, für das Netzwerk der Spargel- und Beerenverbände sowie Vorstandssprecher des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer e.V. (VSSE).

Die Ergebnisse der Umfrage sprechen für sich: die betroffenen Spargelbetriebe, die an der Umfrage teilnahmen, haben im Mittel 39 % ihrer Anbauflächen in Schutzgebieten, bei den Erdbeerbetrieben sind es gar 50 %. Sollte ein Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten kommen, rechnen Spargelbetriebe mit rund 27 % und Erdbeeranbaubetriebe mit 20 % Ertragseinbußen. 77 % der befragten Teilnehmer und Teilnehmerinnen gaben an, dass sie keine ausreichende und geeignete Ersatzflächen haben, wenn die Produktion in Schutzgebieten nicht mehr möglich sein sollte. Für manche Betriebe wäre der Wegfall von Anbauflächen in Schutzgebieten existenzbedrohend. Insgesamt 2700 Arbeitsplätze stehen laut Umfrage auf dem Spiel.

Die betroffenen Spargelbetriebe und Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass fast 40 % der Spargelflächen in Schutzgebieten liegen. 

Die betroffenen Erdbeerbetriebe und Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass 50 % der Erdbeerflächen in Schutzgebieten liegen. 

Die betroffenen Heidelbeerbetriebe und Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass fasst 18 % der Heidelbeerflächen in Schutzgebieten liegen. 

Die betroffenen Himbeerbetriebe und Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass fasst 22 % der Himbeerflächen in Schutzgebieten liegen. 

Die betroffenen sonstigen Beerenbetriebe und Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass fasst 22 % der Beerenobstflächen in Schutzgebieten liegen. 

Die betroffenen Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass 33 % der sonstigen Flächen in Schutzgebieten liegen. 

Mit welchen Folgen rechnen Sie bei einem Anwendungsverbot von Pflanzenschutzmitteln in %?

Die betroffenen Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass sich die Erträge bei Spargel im Mittel um rund 27 % und bei Erdbeeren um rund 20 % reduzieren würde. 

Die betroffenen Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass im Spargel- und Erdbeeranbau rund 2700 Arbeitsplätze wegfallen würden. 

Stehen ausreichende und geeignete Ersatzflächen zur Verfügung, sollte die Produktion in Schutzgebieten nicht mehr möglich sein?

77 % der betroffenen Teilnehmer/innen dieser Umfrage geben an, dass sie, ausreichend geeignete Ausgleichsflächen nicht vorhanden sind. 18 % können sie teilweise ausgleichen, und zwar im Mittel zu 49 %. 

Hier finden Sie die vollständigen Ergebnisse der Umfrage.


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