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Marokkanische Snacktomaten genauso gut wie die Niederländischen

Vor Kurzem hat die Importsaison für niederländische Snacktomaten angefangen. Die ersten Mengen sind schon im September auf den Markt gekommen. Sie wurden unter anderem von DOOR/Prominent gekauft. Der Übergang von niederländischen Produkten auf Importprodukte läuft bisher sehr gut. Diese Saison arbeitet die niederländische Kooperative wieder mit QualiPrim, einem der größten marokkanischen Tomatenproduzenten. Mit der Zusammenarbeit knüpfen sie an eine sehr erfolgreiche Saison an. Die Snacktomaten werden ausschließlich über die DOOR Handelsorganisation in Europa verkauft.


Die Landwirte aus den Niederlanden und Marokko lernen voneinander

Der Tomatenanbau in Marokko ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Seit 2015 steigen die europäischen Importe. Die Landwirte können immer häufiger die Wünsche der Händler und Verbraucher in Europa erfüllen. Deswegen gibt es im Winter Tomaten in den europäischen Supermärkten, die nicht aus Spanien oder aus dem niederländischen und belgischen Freilandanbau stammen. Einige niederländische Landwirte und Handelsunternehmen haben daher in den vergangenen Jahren eine Entscheidung getroffen. Sie bauen die Tomaten selbst in Marokko an, um Teil der Kooperative zu sein. So können sie Einfluss auf die Tomatenimporte nehmen.

DOOR und Prominent waren auf der Suche nach einer Partnerschaft, genau wie QualiPrim. Das erzählt Martijn Kesteloo, Projektmanager des wichtigsten Projekts von Prominent in Marokko. "Wir wollten alle das Gleiche: das ganze Jahr über Snacktomaten mit einer guten Qualität anbieten. Und natürlich wollten wir uns auch eine gute Position im Snacktomatensegment sichern."

Prominent kam 2018 in das Segment. Fühlt sich das Unternehmen, als hätte es etwas aufzuholen? 

"Das würde ich nicht sagen", sagt Martijn. "Wir haben in dem Segment angefangen und sind dabei, uns eine gute Position zu erarbeiten. Für das marokkanische Projekt arbeiten wir mit einem großen Netzwerk. Wir haben viele, sehr erfahrene Tomatenbauern und einen breiten Marktzugang. Außerdem haben wir eine gute Position im europäischen Einzelhandelsmarkt." QualiPrim hat viel Erfahrung mit dem Tomatenanbau in Marokko. Sie bauen seit 1990 Tomaten auf einer Fläche von 450 Hektar an. Dort produzieren sie auch Beeren in modernen Gewächshäusern.


QualiPrim verfügt über 11.000 Quadratmeter für das Verpacken von Tomaten und auch von Beeren. Die Snacktomaten werden von Growers United in Europa verkauft.

Bei einer Kooperative geht es um mehr als nur Verkäufe
Die Partnerschaft lebt vor allem von ihrer Exklusivität. Allein DOOR verkauft die Snacktomaten von QualiPrim. "QualiPrim ist einer der größten Tomatenproduzenten in Marokko. Sie verteidigen diese Position seit Jahren, indem sie in die richtigen Sorten investieren. Aber sie haben auch den richtigen Verkäufer gewählt: uns. Wir sind sehr froh, dass Prominent beweisen konnte, dass wir die beste Wahl für QualiPrim sind, und die erste Saison ist sehr gut gelaufen."

Die Zusammenarbeit basiert aber nicht allein auf kommerziellen Aktivitäten. "Es geht weit über den bloßen Verkauf von Tomaten hinaus. Das könnten wir schließlich auch erreichen, wenn wir sie einfach importieren würden. Dann hat man allerdings weniger Kontrolle und wir wollen natürlich die Kontrolle haben", sagt Martijn. "Unsere Bauern arbeiten auch über die Verkäufe hinaus mit den marokkanischen Bauern zusammen. Sie geben sich gegenseitig Tipps und helfen einander, um so die Produktion und die Qualität kontinuierlich zu verbessern."

"Unsere Bauern sehen die marokkanischen Bauern nicht als Konkurrenz. Sie sehen das marokkanische Produkt viel mehr als eine Erweiterung ihres eigenen Anbaus. Die marokkanische und niederländische Produktion überlappt sich einmal am Anfang und einmal am Ende der Saison. Wenn die niederländische Produktion kleiner wird, kommt Marokko auf den Markt. Der Übergang lief dieses Jahr sehr gut. Wir haben aus der ersten Saison gelernt und wissen nun, was uns diese Saison erwartet."

Neben der Vermarktung arbeiten Prominent und QualiPrim auch beim Rest der Lieferkette eng zusammen. "Unsere Teams, die für Inspektionen und die Lebensmittelsicherheit zuständig sind, arbeiten ebenfalls gut zusammen. Außerdem brainstormen wir über neue Sorten und langfristige Strategien", sagt Martijn. "Vor jeder Saison schauen wir, welche Chancen es im Markt gibt. Bis jetzt machen wir all das für Snacktomaten, aber in Zukunft bringen wir vielleicht auch noch andere Sorten nach Europa."

Kommt Russland in Frage? "Nein. Man kann aus Marokko nach Russland exportieren, aber wegen des Boykotts nicht aus Europa nach Russland. Wir haben allerdings sowieso kein großes Interesse an dem Markt." Auf die Frage hin, ob Beeren eine Option wären, weil QualiPrim schließlich Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren und Brombeeren anbaut, antwortet Kesteloo: "Wir ziehen das nicht wirklich in Betracht. QualiPrim arbeitet dafür eng mit einem anderen Unternehmen zusammen (BerryWorld)."

Panel-Ergebnisse optimistisch
Im ersten Jahr der Zusammenarbeit haben QualiPrim und Prominent viel in ihr bereits bestehendes Kundenfeld investiert. "Wir konnten aber trotzdem auch viele Neukunden gewinnen, vor allem die, die ganz gezielt nach unseren Sorten suchen. QualiPrim baut Angelle und Sweetelle an. Wir haben das Netzwerk von QualiPrim genutzt, um neue Türen zu öffnen und unser Wintergeschäft noch weiter zu verlängern."

Dabei hilft vor allem die exzellente Qualität der Snacktomaten. Die Kunden haben jedoch noch immer einige Zweifel, weil die Tomaten aus einem recht weit entfernten Land kommen. Die Zweifel sind jedoch unbegründet. Das hat Martijn vergangene Saison selbst feststellen können. "Wir haben ein unabhängiges Panel, das die Tomaten jede Woche auf Geschmack und Qualität testet. Die Qualität war keineswegs schlechter als die der niederländischen Produkte."


Der Großteil der marokkanischen Snacktomaten wird in den Niederlanden verpackt

Sobald die Tomaten geerntet worden sind, werden sie in die Niederlande exportiert und noch bevor sie dort ankommen, verteilt das Salesteam von DOOR die Tomaten auf die verschiedenen (End-)Kunden. Bei der Ankunft kann DOOR die Tomaten sofort mit der gewünschten Verpackung verpacken. Bald wird DOOR das in seiner neuen Packstation tun, die zurzeit noch fertiggestellt wird.  

QualiPrim verfügt über 11.000 Quadratmeter für die Weiterverarbeitung der gut 60.000 Tonnen Tomaten und Beeren. "Bei der Verpackung hängt alles von den Wünschen der Kunden ab. Die Herkunft der Tomaten wird immer auf der Verpackung angegeben. Aber wie die Panel-Tests bereits gezeigt haben, sieht oder schmeckt man keinen Unterschied", sagt Martijn abschließend.

Für weitere Informationen:
Growers United
www.growersunited.nl

Martijn Kesteloo
m.kesteloo@growersunited.nl 

 


Erscheinungsdatum:



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