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Erste Pfälzer Ernte bei Ralf Weber in Schifferstadt:

"Hoffentlich kann man nächstes Jahr Vulkanspargel im Supermarkt kaufen!"

In diesem Herbst wird in der Pfalz zum ersten Mal der sogenannte „Vulkanspargel“ geerntet. Dahinter steckt Pfalzmarkt-Erzeuger Ralf Weber aus Schifferstadt: „Ich bin ein großer Italien-Fan und als leidenschaftlicher Gemüsebauer habe ich auch im privaten Urlaub natürlich immer so viele ungewöhnliche Sorten wie möglich ausprobiert. So bin ich auf den Vulkanspargel gestoßen.“ Mit Spargel hat das außergewöhnliche Gemüse botanisch allerdings recht wenig zu tun und erinnert mit seinem leicht bitteren Geschmack eher an den Chicorée.


Ralf Weber ist stolz auf seinen regionalen Exoten. © Pfalzmarkt eG 

Als Weber in diesem Jahr auf der Suche nach eine Produkt war, das gut in eine Lücke in seinem Anbauplan passt, hat er sich für den Vulkanspargel entschieden. „Noch ist der Anbau sehr klein, mit einem Drittel Hektar. Es gibt viel zu lernen bei dieser Sorte und sie ist noch recht ‚urwüchsig‘.“ Da das Gemüse recht unbekannt ist, gibt es keine kommerziellen Züchtungsprogramme, die für uniformes Wachstum und optimierten Geschmack sorgen. Gerade das sei aber auch ein Vorteil: „Der Vulkanspargel hat einen leicht bitteren Geschmack, und das ist sehr außergewöhnlich. Das macht ihn interessant für Leute, die mal nach einem etwas anderen Produkt suchen. Das traditionelle Gemüse ist sehr vielseitig in der Zubereitung und wird dort als wichtiger Bestandteil in vielen regionalen Küchen geschätzt. Puntarella – wie der der Vulkanspargel in Italien heißt – kann beispielsweise als Salat zubereitet, oder mit Zucker, Salz und Butter kurz in der Pfanne geschwenkt werden!“


© Pfalzmarkt eG

Im Anbau ist Vulkanspargel deutlich anspruchsvoller. Er liebt nährstoffreiche Böden und braucht viel Wärme in der Wachstumsphase. In der Pfalz findet er nahezu ideale Wachstumsbedingungen vor. „Die beste Aussaatzeit ist der Hochsommer mit schön warmen Temperaturen“, erklärt Weber weiter. „Hitze war im ersten Anbauversuch kein Problem und auch der Wasserbedarf hielt sich in Grenzen.“

Geerntet wird Vulkanspargel dann ab Herbst bis in den Winter hinein. Allerdings verträgt er keinen extremen Frost. Im Rahmen des Versuchsanbaus kultiviert Ralf Weber seinen Vulkanspargel deswegen im Freiland und unter einem Foliendach. „Der erste Anbauvergleich zeigt, dass Vulkanspargel aus dem Freilandanbau etwas mehr Bitterstoffe hat. Mit schützendem Dach über dem satten Grün werden die Blätter zarter und der leicht bittere Geschmack dezenter.“


Optisch erinnert der Vulkanspargel an Löwenzahn. Die Köpfe werden ca. 50-60cm groß. © Pfalzmarkt eG 

Die steigende Verbrauchernachfrage nach vegetarischen und veganen Grundnahrungsmitteln, sowie die Tendenz zu „alten“ Gemüsesorten waren zusätzliche Argumente für Weber, um sich für den Vulkanspargel zu entscheiden. Auch die professionelle Gastronomie ist auf der Suche nach neuen alten Sorten, die vielseitig und gesund sind. In den nächsten Tagen startet deswegen der eigentliche Vertrieb über die Pfalzmarkt eG.

Es sei nicht so einfach, ein derartig unbekanntes Produkt an den Handel zu bringen. „Manche außergewöhnlichen Produkte sind bereits aus der ethnischen Küche oder unter den jungen Leuten bekannt. Der Vulkanspargel hat das leider noch nicht. Ob jung oder alt – kaum jemand kennt ihn. Die erste Ernte in diesem Jahr wird daher genutzt um das Gemüse den Einzelhändlern in der Region näher zu bringen, hoffentlich kann man nächstes Jahr Vulkanspargel im Supermarkt kaufen!“

Für weitere Informationen:
Ralf Weber
Ralf und Thomas Weber GbR
Im Hellwich 10
67105 Schifferstadt
+49 6235 92530


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